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Stallpflicht für besondere Risikogebiete

Grevesmühlen Stallpflicht für besondere Risikogebiete

Landkreis: Von einer Entwarnung kann noch nicht gesprochen werden

Grevesmühlen. Die Landkreise und das Landwirtschaftsministerium haben sich über ein einheitliches Vorgehen bei der Bekämpfung der Geflügelpest verständigt. Das Landwirtschaftsministerium hat mit einem neuen Erlass nun das Vorgehen der Landkreise bestätigt, welche die Stallpflicht nur noch für besondere Risikogebiete angeordnet hatten. Die Landkreise und das Ministerium halten die Stallpflicht für ein geeignetes Mittel der Seuchenbekämpfung. Beide Seiten sind sich aber darüber einig, dass der Anordnung stets eine Bewertung des konkreten Risikos vorausgehen muss. Einem besonderen Risiko unterliegen dabei die bisherigen Fundorte von infizierten Vögeln und die Gebiete, in denen sich besonders viele Wildvögel aufhalten. Im Landkreis Nordwestmecklenburg bleibt daher die Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung Nr. 14 vom 10. März 2017 in Kraft.

Danach ist die Auslaufhaltung des Geflügels in weiten Bereichen des Landkreises wieder möglich. Hiervon ausgenommen bleiben die Risikogebiete, in denen weiterhin nur die Stallhaltung beziehungsweise die Haltung in einer Voliere/Schutzvorrichtung möglich ist. Zu den Risikogebieten zählen demnach Gebiete, in denen sich bedeutende Vorkommen an wildlebenden Wat- und Wasservögel sammeln, rasten oder brüten und auch bei eingesandten verendeten Wildvögeln das Geflügelpestvirus nachgewiesen wurde.

Die Risikogebiete mit Stallpflicht befinden sich an der Ostseeküste von der Boltenhagenbucht bis zum Breitling, im Bereich Travemünder Bucht, Dassower See, Biosphärenreservat Schaalsee, Mechower See, Röggeliner See, Dambecker Seen, Schweriner See, Döpe und dem Neuhofer See. Einzelheiten sind der Tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung Nr. 14 zu entnehmen.

Für gewerbliche Geflügelhaltungsbetriebe gilt im gesamten Landkreis weiterhin die Stallpflicht. Das Kreisveterinäramt hat angekündigt, über schriftliche Ausnahmegenehmigungsanträge der gewerblichen Geflügelhalter kurzfristig zu entscheiden.

Der Landkreis weist noch einmal darauf hin, dass trotz der Lockerung der Stallpflicht auch für Nicht-Risikogebiete von einer Entwarnung noch nicht gesprochen werden kann. Alle Geflügelhalter sind gehalten, ganz besonders auf die Biosicherheit zu achten. Wichtig ist es, den direkten Kontakt des Hausgeflügels zu Wildvögeln zu vermeiden. Aber auch der indirekte Kontakt mit kontaminierten Materialien zum Hausgeflügel muss sicher unterbunden werden. Die Allgemeinverfügung vom 10. März enthält konkrete Verhaltenshinweise für die Geflügelhalter.

OZ

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