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Statistik ausgewertet: Polizei löst mehr Kriminalfälle

Wismar Statistik ausgewertet: Polizei löst mehr Kriminalfälle

Der schrecklichste Fall war 2013 der Joggermord. Die Computer- und Internetkriminalität nimmt zu.

Wismar. „Der spektakulärste Fall war der Mord an einer Joggerin in Herrnburg. Insgesamt blicken wir aber auf eine positive Entwicklung. Es gab weniger Fälle und eine höhere Aufklärungsquote“, erklärte Dr. Michael Peters, Chef der Polizeiinspektion Wismar.

Für den gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg führt die Kriminalstatistik 10 716 Straftaten auf, ein Rückgang von 482 Fällen. Die Aufklärungsquote ist um 2,3 Prozent auf 54,5 gestiegen. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt ist Luft nach oben (58,3). Das auf den ersten Blick gute Ergebnis ist vor allem auf die Hansestadt Wismar zurückzuführen. Hier gab es 427 Delikte weniger, ein Rückgang von zehn Prozent.

Auffällig ist der Wandel bei den Verbrechen. Deutlich mehr angezeigte Fälle gibt es in der Computer- und Internetkriminalität. Waren es 2011 nur 246 Fälle, bei denen sich die Polizei mit Trojanern, Hacking oder Betrugsverfahren bei eBay-Käufen auseinandersetzen musste, stieg diese Zahl im letzten Jahr auf 847. Peters: „Das sind für uns neue Herausforderungen. Da stecken wir viel Kraft in die Schulung.“

Rückläufig ist die Gewaltkriminalität (zuletzt 256 Fälle) und die Straßenkriminalität (2052 Fälle, ein Minus von 22 Prozent). Dazu zählen zum Beispiel Sachbeschädigungen, Autodiebstahl (91 in ganz Nordwestmecklenburg) und der Diebstahl von Fahrrädern (296). Ob bei Auto- und Fahrraddiebstahl oder bei Haus- und Wohnungseinbrüchen, der Leiter der Polizeiinspektion weiß, dass die subjektive Wahrnehmung in der Bevölkerung oft eine andere ist und von mehr Verbrechen ausgegangen wird. Erst vor rund drei Wochen gab es im Wohngebiet Ostseeblick in Wismar einen Einbruch in ein Haus. Die Angst vor Nachahmungstätern geht um. Doch tatsächlich gab es im letzten Jahr im gesamten Landkreis mit Wismar 196 Einbrüche in Wohnungen. Im Jahr zuvor waren es 211. In 40 Fällen hatten es Einbrecher tagsüber auf Häuser und Wohnungen abgesehen, im Jahr 2012 waren es 68. Auch die Zahl der Ladendiebstähle ging um 99 auf 496 zurück.

Befassen musste sich die Kriminalpolizei im letzten Jahr mit zwei Morden, drei Fällen von fahrlässiger Tötung (zum Beispiel im Straßenverkehr) und drei weiteren Fällen von Totschlag und Sterbehilfe. Besonders erschreckend war im Sommer der heimtückische Mord an einer Joggerin im Wald bei Herrnburg. Für den Mord an der 29-jährigen Frau aus Lübeck hatte das Gericht den 46-jährigen Täter zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach Überzeugung der Richter hatte er die Frau mit einem gezielten Messerstich in den Hals getötet. Der Fall hatte eine tiefe Betroffenheit und nachhaltige Angst ausgelöst.

 



Heiko Hoffmann

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