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Grevesmühlen Steigende Tendenz bei Schülerzahlen im Landkreis
Mecklenburg Grevesmühlen Steigende Tendenz bei Schülerzahlen im Landkreis
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00:00 10.08.2018
Tannenberg-Gymnasium-Hausmeister Jürgen Koop erklärt Landrätin Kerstin Weiss und Fachdienstleiterin Gudrun Sturmheit das Glasdach.
Grevesmühlen/Wismar

Gute Nachrichten hat der Landkreis Nordwestmecklenburg zum Schuljahresbeginn 2018/19 zu verkünden. „Wir haben ein stabiles Schulnetz mit unseren 58 Schulen im Landkreis. Die Schülerzahlen steigen derzeit aufgrund von Zuzug“, vermeldete Landrätin Kerstin Weiss (SPD) zu Beginn des traditionellen Pressegespräches am Ende der Schulferien – diesmal im Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen.

Nordwestmecklenburg investiert viel Geld in Sanierung von Schulen

Die letzte Schule, die in NWM geschlossen werden musste, war die Grundschule in Damshagen, die zum Schuljahr 2015/16 ihren Betrieb aufgab. Dafür kam die Freie Schule Zurow zum Schuljahr 2016/17 hinzu. Die bisher nach vorliegenden Anmeldungen an den Schulen bekanntgegebene Schülerzahl beträgt 14 634.

Einen Rückgang der Schülerzahlen muss Nordwestmecklenburg zukünftig vielleicht dennoch verkraften. Voraussichtlich aber erst um das Jahr 2025 – nach derzeitiger Prognose. Grund dafür, der Wegzug junger Frauen aus Nordwestmecklenburg nach der Wende. Einzige Hoffnung, die man derzeit im Landkreis hat, um auch zukünftig Schulschließungen zu verhindern – ist eine weitere Verstärkung des Zu- oder Rückzuges junger Familien in den Landkreis in den kommenden Jahren.

Renovierungen an Schulen für für eine halbe Million Euro

Die Renovierungsarbeiten, die während der diesjährigen Sommerferien in den kreiseigenen Schulen (insgesamt 16 sind in Verantwortung des Landkreises) vorgenommen werden, kosten laut Planung des Landkreises um die 445000 Euro. Umfangreichste Baumaßnahme ist dabei die Erneuerung des Glasdaches im Atrium des Gymnasiums am Tannenberg in Grevesmühlen. Das bisherige Glasdach stammt aus dem Jahr 1995 und war damals nur mit Lüftungsflügeln ausgestattet worden, die sich über Taster mit Motor öffnen lassen. Ein Rauch-Wärme-Abzug war nicht vorhanden. Die Steuerung der Lüftungsflügel wird künftig durch die Installierung eines Wind- und Regensensors erfolgen. In der kommenden Woche, der letzten Sommerferienwoche, wird das neue Glasdach montiert. Zurzeit haben Hausmeister Jürgen Koop und die Handwerker, die im Tannenberg-Gymnasium ein- und ausgehen, jede Menge zu tun, um alle Renovierungsarbeiten, wie das Malern oder die Fußbodenerneuerungen, voranzutreiben. Damit die Schüler dann am 20. August ihr neues Schuljahr störungsfrei beginnen können. Renovierungsarbeiten laufen derzeit auch am Gymnasium in Schönberg, am Gymnasium Gadebusch, am Gymnasium Neukloster, an der Gymnasialen Stadtschule Wismar, an der Förderschule Schönberg, an der Förderschule Grevesmühlen, an der Förderschule Claus Jesup Wismar, an der Förderschule Neuburg, am Berufsschulzentrum Nord Zierow undInternat, am Berufsschulzentrum Nord Lübsche Straße Wismar und Mozartstraße, und an der Kreisvolkshochschule Wismar.

Komplettsanierungen in Wismar und Neukloster

An der Integrativen Gesamtschule (IGS) „Johann Wolfgang von Goethe“ in Wismar werden Vorbereitungen für eine Gesamtsanierung getroffen, die insgesamt um die 16 Millionen Euro kosten soll. 7,8 Millionen Euro sollen aus einem Fördertopf für Schulsanierungen, eine weitere Million Euro aus dem Städtebauförderprogramm kommen. Während der Bauphase werden die Schüler in einem Container unterrichtet. Der Umzug der gesamten IGS in den Schulcontainer ist für die Sommerferien 2019 geplant.

Ende 2019 werden dann voraussichtlich die Sanierungsarbeiten beginnen. Die Bauzeit wird etwa um die zwei Jahre betragen. „An dieser Schule“, erklärte Landrätin Kerstin Weiss, „können dann Schüler bis zum Abitur unterrichtet werden, die besondere Förderung in den Bereichen Sehen, Hören, motorische Fähigkeiten benötigen.“ Damit erfüllt die IGS Wismar alle Kriterien, die die Inklusionsstrategie des Landes vorsieht.

Auch das Überregionale Förderzentrum in Neukloster wird komplett saniert. Kostenpunkt: knapp acht Millionen Euro. Mit rund sechs Millionen Euro Fördergeld rechnet der Landkreis. Ab Schuljahr 2019/20 wird in Neukloster im Container unterrichtet. Die Bauarbeiten starten dort ebenfalls Ende 2019 und sollen 2021 enden.

Neubau oder nicht?

Nach der Sommerpause wird sich der Kreistag in Nordwestmecklenburg im September auch mit einem Beschluss zu Neubau oder Sanierung des Gerhard-HauptmannGymnasiums in Wismar beschäftigen.

„Ein Schulneubau ist nicht verhältnismäßig. Auch wenn ich persönlich nichts gegen einen schönen neuen Bau hätte. Doch es stellt sich nicht nur die Frage nach den Kosten, auch die Frage der Nachnutzung des alten Schulgebäudes“, so Landrätin Kerstin Weiss. Sie plädiert für Sanierung.

Annett Meinke

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