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Grevesmühlen Stricken und Sticken für Afrika
Mecklenburg Grevesmühlen Stricken und Sticken für Afrika
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00:05 02.12.2017
Im Handarbeitskreis stricken Liesel Zamzow, Renate Hosbach, Hildegard Möhring, Gertrud Neumann und Elsbeth Maaß (v. l.). Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Schönberg

Sich selbst und anderen Menschen etwas Gutes tun – und das in einer netten Runde. Das bietet der Handarbeitskreis der Kirchengemeinde Schönberg, der heute Mittag zum Weihnachtsbasar zugunsten der tansanischen Partnergemeinde Nyumba ya Mungu einlädt. Regelmäßig trifft er sich jeden Montag um 16 Uhr im Katharinenhaus am Kirchplatz. Die Frauen wünschen sich Verstärkung – auch, damit es den traditionsreichen Basar weiter geben kann. „Wir hätten gern ein paar mehr, die mitmachen“, sagt Liesel Zamzow. Die Leiterin des Handarbeitskreises betont: „Wir freuen uns über jeden, ob Jung oder Alt.“ In der Runde mache jeder das, was er kann und wozu er Lust hat. Wer Interesse hat, kann einfach vorbeikommen. „Wir können auch zeigen, wie man häkelt und strickt“, kündigt Liesel Zamzow an. Material ist vorhanden.

Den Handarbeitskreis der Kirchengemeinde Schönberg gibt es seit vielen Jahrzehnten. In früheren Zeiten hieß er Missionskreis, später wurde er Bastel- und Handarbeitskreis genannt. 1979 übernahm Magdalene Voß, Frau des damaligen Schönberger Pastors Dietrich Voß, die Leitung. Nachdem Jochen Schmachtel Pastor in Schönberg geworden war, war dessen Frau Friedel an der Reihe. Im Herbst 2015 wurde der Posten erneut frei. Der Pastor ging in Rente, Schmachtels zogen nach Wismar. Seitdem hat Liesel Zamzow den Hut auf. Die 67-Jährige stammt aus Schönberg. Zum Handarbeitskreis im Katharinenhaus fährt sie allwöchentlich von ihrer Wahlheimatstadt Rehna aus. Sie erläutert: „Im Durchschnitt sind wir im Handarbeitskreis acht, neun Frauen. Wenn alle da sind, zwölf.“ Vor anderthalb Jahrzehnten waren es noch mehr Frauen, die um einen großen Tisch herum saßen, stickten, strickten, häkelten und bastelten. Einige hörten aus Altersgründen auf, anderen zogen aus Schönberg weg oder verstarben.

Heute ist Lotte Langpaap mit 88 Lenzen die älteste Frau im Handarbeitskreis. Sie gehörte ihm bereits in den 80er Jahren an. „Bisher hat es mir immer Spaß gemacht“, berichtet Lotte Langpaap. Dann fügt sie hinzu: „Etwas Gutes tut man ja auch.“ Der Handarbeitskreis spendet häufig für Projekte in Nyumba ya Mungu, gab aber auch schon Geld für die Schönberger Kirchturmuhr und Orgel.

Bisher besuchen ihn ausschließlich Frauen. „Wir haben nichts gegen Männer“, versichert Liesel Zamzow. Sie berichtet, dass der Handarbeitskreis Ausflüge unternimmt. In diesem Jahr besuchten die Frauen den Schmetterlingspark in Klütz. Danach tranken sie gemeinsam Kaffee.

Wer sich für ihre Handarbeiten interessiert, heute aber nicht den Basar besuchen kann, der bekommt in diesem Jahr eine weitere Chance: Auf dem Schönberger Weihnachtsmarkt am 16. Dezember verkaufen die Frauen erneut ihre Produkte für einen guten Zweck. Das machen sie in jedem Jahr auch auf dem Martensmannfest, auf dem Herbstmarkt, der auf dem Denkmalhof „Bechelsdorfer Schulzenhaus“ öffnet, und im Sommer in der Ausstellung „Kunst und Hobby“.

Weihnachtsbasar geöffnet

Heute Nachmittag öffnet im Katharinenhaus am Kirchplatz in Schönberg ein Weihnachtsbasar, auf dem der Handarbeitskreis der Kirchengemeinde seine Produkte anbietet. Er kann ab 15 Uhr besucht werden. „Von den Frauen gestrickte oder gehäkelte Handschuhe, Socken, Decken, Schals und anderes mehr können hier gekauft werden“, kündigt die Kirchengemeinde an. Ebenfalls im Angebot:

Kaffee, hausgebackene Kuchen und eine Tombola. Ein Pastor informiert an dem Nachmittag über seine Erfahrungen in Tansania. Der Erlös des Basars kommt Schönbergs Partnergemeinde Nyumba ya Mungu zugute. Von 17.40 Uhr bis 18 Uhr spielen Bläser auf dem Kirchturm Adventslieder. jl

Jürgen Lenz

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