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Grevesmühlen TSG-Vorstand will sich vom Geschäftsführer trennen
Mecklenburg Grevesmühlen TSG-Vorstand will sich vom Geschäftsführer trennen
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00:05 29.11.2017
„Wir werden alles im Vorstand analysieren.“Torsten Wehr Präsident der TSG Wismar
Wismar

TSG-Geschäftsführer Klaus-Dieter Soldat (64) ist unter Beschuss geraten. Der Vorstand des Handball-Oberligisten Ostsee-Spree lastet ihm die Panne um die Spielerin Henrike Bibow (19) an. Da sie zu Beginn der Saison keinen gültigen Spielerpass für die erste Frauen-Mannschaft besaß, wurden sieben Partien, in denen die 19-Jährige mitgespielt hatte, annulliert. Dadurch wurden der TSG Wismar insgesamt zwölf Punkte abgezogen (die OZ berichtete).

Gestern Abend fand eine Vorstandssitzung statt. Laut Soldat keine Sondersitzung, sondern eine, die turnusgemäß geplant war. „Ich hatte die Einladungen bereits in der vergangenen Woche rausgeschickt“, sagte der TSG-Geschäftsführer. Ganz oben auf der Tagesordnung stand natürlich die Panne um die Handball-Oberliga-Mannschaft der Frauen.

Hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Auch in den sozialen Netzwerken machen TSG-Fans ihren Frust öffentlich und können nicht verstehen, wie diese Panne passieren konnte. „Diese schlechte Nachricht für unseren Verein ist eingeschlagen wie eine Bombe. Mein Telefon klingelt sich heiß“, sagte gestern Torsten Wehr, Präsident der TSG Wismar. „Wir werden im Vorstand handeln“, kündigte Wehr an. Was aber als Ergebnis rauskommen soll, darüber gab der Präsident keine Auskunft. „Das werden wir alles im Vorstand analysieren und dann Konsequenzen ziehen“, fügte Wehr hinzu. Dennoch verschwieg er nicht, dass für diese Panne der Geschäftsführer alleine verantwortlich sei. Hinter vorgehaltener Hand wird der Rücktritt von Soldat gefordert. Doch Soldat, der seit 1992 an der Spitze des 700 Mitglieder starken Traditionsvereins steht, wies auch gestern gegenüber der OZ die alleinige Schuld von sich und untermauerte seine Kritik am Vorstand, dem Trainer und der Mannschaftsbetreuerin.

„Hier haben alle versagt“, sagte Soldat. Auch sei ihm unklar, warum das Fehlen der Spielerlaubnis für Henrike Bibow erst nach dem achten Spieltag dem Staffelleiter Klaus Semmler (Berlin) und den Schiedsrichtern aufgefallen sei. „Das ist für mich nicht nachvollziehbar“, meinte Soldat.

Ungeachtet dessen bereiten sich die Schützlinge von TSG-Trainer Christoph Nisius auf das nächste Spiel gegen Pfeffersport Berlin vor. Es findet am 9. Dezember um 16.00 Uhr in der Sporthalle an der Wismarer Bürgermeister-Haupt-Straße statt. Dieses Wochenende pausieren die TSG-Damen. Gestern Abend haben sie wieder trainiert. Die Stimmung im Team war getrübt. „Wir müssen das alles erst verdauen“, sagte Trainer Nisius. „Für den 9. Dezember hat sich die Mannschaft einiges einfallen lassen. Schließlich ist es unser letztes Heimspiel in diesem Jahr. Da möchten wir schon unseren Fans, die uns bisher so toll unterstützt haben, ein großes Dankeschön sagen“, blickt der TSG-Trainer schon voraus.

Peter Preuß

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