Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Tätowierer spenden 11000 Euro für Hospiz in Bernstorf
Mecklenburg Grevesmühlen Tätowierer spenden 11000 Euro für Hospiz in Bernstorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 07.09.2016
15 Tätowierer beteiligten sich an der Tattoo-Aktion für das Hospiz in Bernstorf. 11000 Euro kamen zusammen. Quelle: Fotos: Jana Franke

„Tätowierte gegen Krebs“ – der Slogan macht in der Tat neugierig. Hinter diesem verbirgt sich Sebastian Kairies aus Wismar als Hauptperson, der zum dritten Mal eine Aktion startete, bei der sich Leute für einen guten Zweck tätowieren lassen konnten. Bereits zum zweiten Mal ging das Geld an das Hospiz in Bernstorf.

Tattoos für einen guten Zweck – an dieser Aktion beteiligten sich 15 Studios / Mehr als 1000 Leute folgten dem Aufruf / Geld wird für die Außenanlage des Sterbehauses genutzt

Dass der Slogan auch zieht, zeigt die Summe, die dieses Mal zusammengekommen ist: 11000 Euro. Britta Borgwald, die im Sterbehaus unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt und sich als Schatzmeisterin im Förderverein engagiert, ist überwältigt. „Unfassbar“, sagt sie angesichts der Summe und der großen Anzahl an Tätowierern, die gekommen waren, um das Geld persönlich zu überreichen.

„Es ist die größte Summe, die wir bisher bekommen haben“, freut sich auch Geschäftsführer Wolfgang Röhr. Er selbst war bei der Tattoo-Aktion, die im Juli dieses Jahres in Dorf Mecklenburg stattfand, dabei – konnte feststellen, dass nicht nur mehr Tätowierer, sondern auch mehr Tattoo-Fans kamen als bei den anderen Malen. Aber mit solch einer hohen Summe habe er nicht gerechnet, gibt er zu.

Verwendet werden soll das Geld für die Gestaltung der Außenanlage am Eingangsbereich und im hinteren Bereich des Schlosses, in dem ein großer Garten entstehen soll, erklärt Britta Borgwald. Im kommenden Jahr beginnen die Planungen für einen Parkplatz und eine Zufahrt zum Seiteneingang.

Mit derzeit 14 Bewohnern ist das Biohospiz zu 90 Prozent ausgelastet, wie Britta Borgwald berichtet. Ein solches Haus für die letzten Lebenstage hätte Sebastian Kairies auch gern für seine Mutter gehabt. „Sie ist zwei Wochen vor der Eröffnung an Krebs verstorben“, berichtet der 34-Jährige, der ein Tattoostudio in Wismar betreibt. Damit erklärt sich auch der Hintergrund seiner selbstlosen Aktion „Tätowierer gegen Krebs“. Die erste startete im März 2015, die 3400 Euro einbrachte. Das Geld gaben er und vier weitere Tätowierer an die Palliativstation in Rostock weiter. Sechs Monate später kamen bei einer zweiten Auflage 5200 Euro zusammen, mit der das Hospiz Bernstorf bedacht wurde. Seinerzeit war auch Ingo Merchel (48) aus Hagenow dabei. „Ich will einfach etwas Gutes tun“, begründet er die Aktion. Erstmals dabei war jetzt im Juli Grit Höhne, die mit drei weiteren Tätowierern im Bad Doberaner Studio „Tattoodrome“ arbeitet. „Eine tolle Sache. Wir haben acht Stunden durchtätowiert. Mit solch einem Ausmaß hatte ich nicht gerechnet. Das Motto hat gezogen.“

Jana Franke

In diesem Monat geht es für das Phantechnikum in eine neue Runde „Kultur macht stark“: Gleich zwei der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten ...

07.09.2016

Räucherfisch, Kaviarhäppchen und Sekt: Osteuropäischer Delikatessenladen feierte Eröffnung

07.09.2016

Nach dem verheerenden Brand am vergangenen Freitag in Wotenitz hat die Familie der 78-Jährigen eine Internetseite eingerichtet, mit der sie um Spenden bittet.

07.09.2016
Anzeige