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Grevesmühlen Testorf wehrt sich gegen Windkraft
Mecklenburg Grevesmühlen Testorf wehrt sich gegen Windkraft
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00:00 01.06.2016

Mit der Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsplanes (RREP) steht das Thema Energie derzeit bei vielen Gemeinden auf der Tagesordnung – so auch in Testorf-Steinfort. Bürgermeister Hans-Jürgen Vitense macht keinen Hehl daraus, dass er kein Freund von Windkraftanlagen ist. Fünf Windräder stehen bereits auf dem Gemeindegebiet in Harmshagen. Ein weiteres Windeignungsgebiet wird nun für Schönhof ausgewiesen.

„Es kann nicht sein“, so Vitense, „dass für Altgebiete nicht dieselbe Regelung angewendet wird, wie für neue.“ Mit welchem Recht, fragt Vitense, würden Menschen unterschiedlich behandelt? „So nach dem Motto: Habt ihr, die an Altgebieten leben, eben Pech gehabt, dass damals noch andere Regelungen galten?“

Die fünf Windkrafträder in Harmshagen wurden bereits durch größere Windkrafträder ersetzt. „Wie soll ich den Menschen dort erklären“, fragt sich der Bürgermeister, „dass sie dauerhaft mit einem Abstand von 400 Meter leben müssen?“ Vitense plant deshalb, neben der offiziellen Stellungnahme der Gemeinde noch eine persönliche abzugeben. „Wenn der neu vorgegebene Mindestabstand von 1000 Meter in alten Eignungsgebieten nicht herstellbar ist, dann müssen sie eben wegfallen.“

Testorf-Steinfort kämpft indessen nicht nur mit dem Thema Windenergie. Die Kommune ist knapp bei Kasse. Die laufenden Kosten und notwendigen Investitionen können nur durch einen Kredit gewährleistet werden. Um aber die aufgenommenen 130000 Euro auch bedienen zu können, was die Voraussetzung für die Genehmigung des Haushalts der Gemeinde ist, erklärt Grevesmühlens Kämmerin Kristine Lenschow, „muss die Gemeinde ihre Sätze für Grund- und Gewerbesteuer anheben. Sie lagen bisher unter Durchschnitt.“ Es wird daher eine Anhebung der Grundsteuer A und B sowie der Gewerbesteuer geben.

A. Meinke

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