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Theorie trifft Praxis: Jugendliche bei Euroimmun

Dassow Theorie trifft Praxis: Jugendliche bei Euroimmun

Schüler des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums besichtigen im Rahmen der „Jungunternehmerschule“ die Dassower Betriebsstätte von Euroimmun.

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Vanessa Jugel (15) aus Wismar

Quelle: Miersch

Dassow. 21 Schüler des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums in Wismar besichtigen das Firmengelände von Euroimmun. Das deutsche Unternehmen produziert Reagenzien für medizinische Labordiagnostik und eröffnete 2008 seine flächenmäßig größte Niederlassung in Dassow. „Dank der jährlich steigenden Umsatzkurve verdoppelt sich alle vier bis fünf Jahre die Anzahl der Mitarbeiter“, berichtete Anja Rathmann-Novoselac stolz. Sie arbeitet im Bereich Finanzen und Controlling und ist zuständig für den reibungslosen Ablauf der Schülerexkursion. Weltweit beschäftigt das Unternehmen über 1300 Angestellte, davon 992 allein in Deutschland. Auch international ist Euroimmun ein bekannter Name. So kommen in weltweit über 3000 Laboratorien die Produkte des Unternehmens zum Einsatz. „Vor allem in Asien besteht großes Wachstumspotential - unser Umsatzpunkt der Zukunft“, so Rathmann-Novoselac.

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Vor allem technische Berufe sind bei Euroimmun gefragt, das Unternehmen bietet zahlreiche Ausbildungen an.

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Da man optimistisch in die Zukunft sieht, können Schulabgängern viele Karrieremöglichkeiten geboten werden. Zum Spektrum der Ausbildungsplätze gehört der Biologielaborant, IT-Systemelektroniker, Industriekaufmann, Maschinenbauer und Koch, um nur einige zu nennen.

Grund genug für die Schüler des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums, sich auf dem Gelände von Euroimmun genauer umzusehen. Nach einem Vortrag über das Unternehmen konnten die Zehntklässler in einem Rundgang auch hinter die Kulissen blicken. Auf diesem Weg bekamen sie einen Eindruck von den verschiedenen Arbeitsabläufen innerhalb des Unternehmens. Die erste Station war das Kühllager. Hier werden bei Minus 20 Grad die fertigen Produkte betrachtet. Durch eine Schleuse gelangt man in den Bereich von Versand und Verpackung. Eine Glaswand trennt die Besucher von den Angestellten, die gerade bei der Arbeit sind. Danach ging es zur Qualitätssicherung, in verschiedene Büroräume und schließlich in die Kantine, wo sich die Gruppe beim Essen über die Eindrücke austauschen konnte.

Vanessa Jugel (15) fand den Ausflug sehr interessant und ist erstaunt, dass „ein so riesiges Unternehmen in direkter Nähe ist und man noch nichts darüber gehört hat.“ Für ihren beruflichen Werdegang wünscht sie sich vor allem viel Abwechslung, Familienfreundlichkeit und natürlich auch eine gute Atmosphäre. Da sie sich vorstellen kann, nach der Schule in Mecklenburg zu bleiben, könnte Euroimmun für sie eine Perspektive darstellen.

Die Exkursion ist Teil des Projekts „Jungunternehmerschule“, das in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin ermöglicht wurde. Die verantwortliche Lehrerin für Studien- und Berufsberatung Ines Rittemann betont den besonderen Stellenwert dieses Projekts. Ziel sei es, den Schülern Unternehmenskonzepte theoretisch und praktisch vorzustellen und sie auf die Bereiche VWL, BWL und Marketing vorzubereiten.

„Unser Interesse ist es, dass junge Menschen im Land bleiben.“
Ines Rittemann, Lehrerin

Knut-Henning Miersch

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