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Grevesmühlen Titel beim Sandburgenbau verteidigt
Mecklenburg Grevesmühlen Titel beim Sandburgenbau verteidigt
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00:10 07.05.2018
Julia Bülow, Jens Manikowski, Anika Jantzen und Franziska Herrmann (v.l.) aus der Kurverwaltung bewerteten die Sandburgen. Quelle: Fotos: Malte Behnk

Besser hätte das Wetter für den Sandburgenwettbewerb im Ostseebad Boltenhagen nicht sein können. Das bestätigte Frank Mittelstädt aus Wismar, während er, André Pielka und Tobias Zudnachowski weiter an den Feinheiten ihrer Sandburg bauten. Als Familienteam waren die Mittelstädts im vergangenen Jahr Sieger des Sandburgenwettbewerbs in Boltenhagen.

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Familie Mittelstädt aus Wismar gewinnt erneut den Wettbewerb am Boltenhagener Strand

Den Titel haben sie am Sonnabend verteidigt. Die Jury der Kurverwaltung hatte alle Sandburgen der 21 Teams begutachtet und der Ritterburg der Mittelstädts den ersten Preis zugesprochen.

Ihre Burg überzeugte die Jury unter anderem durch viele Details, wie Mauersteine und Dachziegel, die mit feinen Werkzeugen herausgearbeitet wurden, Rittern aus Papier und Farbe. Dächer der Gebäude waren nämlich mit roter, das Wasser im Graben mit blauer Sprühkreide eingefärbt worden.

Die Jury hatte es nicht leicht, die unterschiedlichen Sandburgen zu bewerten. Es gab Burgen und Schlösser oder fantasievolle Sandskulpturen. So waren ein Ferrari, Schildkröten, Meerjungfrauen, Kraken, ein Elefant und sogar ein russisches Stadion der Fußball-WM entstanden. „Wir bewerten die Idee an sich und wie gut sie schließlich umgesetzt wurde“, sagte Franziska Herrmann von der Kurverwaltung.

Einen Elefantenkopf mit langem Rüssel und großen Ohren bauten Volkmar und Dorothea Hecker aus Bad Oldelsoe mit ihren Kindern Enie (10) und Erik (14). „Wir sind jetzt schon zum dritten Mal dabei“, sagte Volkmar Hecker, der mit seiner Familie die Sonne genoss.

Zwar war das schöne Wetter für die Sandburgenbauer angenehm, es wirkte sich aber auch auf die Bausubstanz im Sand aus. „Ich weiß nicht, ob unser Ferrari bis zur Siegerehrung durchhält“, sagte Martin Berger aus Hamburg. Er baute mit seiner Frau Tina an dem Auto aus Sand. Um zu verhindern, dass der Sand von der Sonne getrocknet und vom Wind verweht wurde, benetzten sie ihr Kunstwerk immer wieder mit Wasser. Dafür hatten sich einige der Sandburgen-Teams mit Gießkannen oder Sprühflaschen ausgerüstet.

Drei Stunden durften die Teams am Strand Sandhaufen auftürmen, festklopfen und mit Werkzeugen wie Schaufeln, Maurerkellen oder Löffeln bearbeiten. Ganz zum Schluss setzten viele noch Figuren in die Bauwerke oder dekorierten sie mit Steinen und Muscheln.

„Es war sehr schwierig, die besten Sandburgen auszusuchen“, sagte Franziska Herrmann kurz vor der Siegerehrung. Die besten zehn Sandburgen in Boltenhagen wurden mit einer Tüte voller gesponserter Preise belohnt. Für alle Teilnehmer gab es eine Medaille als Erinnerung an den diesjährigen Sandburgenwettbewerb.

Den großen Zulauf von Teilnehmern und neugierigen Strandbesuchern nutzte auch der Förderverein der Grundschule. Dessen Mitglieder verkauften selbst gebackenen Kuchen und Kaffee. Der Ortsverein der DLRG hatte eine Station auf dem Seebrückenvorplatz aufgebaut, an dem die Helfer über ihre Arbeit informierten und an einer Puppe Erste-Hilfe-Maßnahmen erklärten. Wenn am nächsten Wochenende die Badesaison in Boltenhagen eröffnet wird, sorgen die Rettungsschwimmer aus Boltenhagens Ortsverein mit DLRG-Mitgliedern aus ganz Deutschland für die Sicherheit der Badegäste.

Malte Behnk

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