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Tolles Miteinander: Griebener feiern zwei Jubiläen

Grieben Tolles Miteinander: Griebener feiern zwei Jubiläen

Dorf besteht seit 780 Jahren / Freiwillige Feuerwehr wird 90

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Paula (9), Lea (13) und Lilli Eggert (7, v. l.) beim Kartoffeldruck.

Grieben. Tolle Stimmung am Wochenende in Grieben: Die Einwohner der kleinen Gemeinde ließen sich zwei Jubiläen trotz des zeitweise regnerischen Wetters nicht vermiesen.

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Dorf besteht seit 780 Jahren / Freiwillige Feuerwehr wird 90

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Die Dörfer Grieben und Zehmen feierten am Sonnabend und Sonntag ihr 780-jähriges Bestehen und den 90. Geburtstag der freiwilligen Feuerwehr.

Nach den Worten von Bürgermeister Frank Lenschow ist Grieben mit seinen 160 Einwohnern die zweitkleinste Gemeinde des Landkreises Nordwestmecklenburg. Im Jahr 2012 habe die Kommune auf Landesebene den dritten Platz beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ geholt, betont Lenschow. „Ich denke, alle Einwohner sind stolz darauf, hier zu wohnen.“ Grieben ist aber nicht nur schön. Was den Ort noch auszeichnet, ist ein großes Engagement für den Brandschutz. „In eigentlich jeder Familie ist irgendjemand Mitglied der Feuerwehr“, sagt Wehrführer Jens Hillbrecht. Zurzeit gehören 28 Erwachsene und elf Jugendliche zur Wehr. „Das sind fast 25 Prozent. Für ein so kleines Dorf eine ordentliche Zahl“, sagt Hillbrecht nicht ohne Stolz. Laut Bürgermeister ist die Feuerwehr der verbindende Faktor im Dorf. „Wir haben ein tolles Miteinander.“

Das haben die Einwohner ausgiebig gefeiert. Für Kinder standen beim Dorffest ein Karussell und eine Hüpfburg bereit. Auch ihre Gesichter konnten sich die Kleinen schminken lassen. Für den musikalischen Rahmen bei Kaffee und Kuchen sorgte die Kreismusikschule „Carl Orff“. Karl Schröder erzählte den Gästen plattdeutsche Anekdoten. Und am Abend sorgte DJ Mirco mit guter Musik für beste Stimmung im Festzelt.

Ein Highlight des Tages war die Vorstellung der Chronik von Grieben. Fünf Jahre lang hat Adolf-Friedrich Wigger daran gearbeitet. „Grieben ist ein uraltes Bauerndorf slawischen Ursprungs. Zu DDR-Zeiten sind viele Fachwerkhäuser verschwunden, aber die ehemalige Struktur eines Rundlingsdorfes ist noch da“, freut sich der 78-Jährige.

Die Wehren des Amtes Schönberger Land nutzten den 90. Geburtstag der Griebener Blauröcke für den ersten Amtsfeuerwehrtag für Erwachsene und Jugendliche seit 2009. Mit dabei waren die Brandschützer aus Dassow, Schönberg, Menzendorf, Grieben, Groß Siemz, Harkensee und Selmsdorf. An sieben Stationen mussten sie feuerwehrtechnische Aufgaben bewältigen. Über Platz eins bei den Erwachsenen freuten sich die Schönberger. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Wehren aus Menzendorf und Dassow. Bei den Jugendlichen gewannen die Schönberger vor der zweiten Dassower Mannschaft und Grieben. „Es konnten wegen Terminüberschreitungen leider nicht alle 15 Wehren des Amtes teilnehmen“, sagt der amtierende Amtswehrführer Daniel Selzer. „Es ist aber ein erster guter Schritt in die richtige Richtung, damit die Feuerwehren wieder zusammenwachsen.“ In den Vorjahren hatte es häufig Diskussionen unter den Wehren gegeben. Ein Streitpunkt war unter anderem die Wahl des Amtswehrführers, die dreimal scheiterte. Zurzeit zählen mit Michael Schinke (Gemeindewehrführer Lüdersdorf), Daniel Selzer (Dassow), Jörn Stange (Schönberg) und Daniel Zabel (Selmsdorf) die vier Wehrführer der größten Wehren im Amt zur Amtswehrführung. Offizieller Ansprechpartner für den Landkreis ist Daniel Selzer. „Zurzeit läuft es gut“, sagt der Dassower. „Auf Dauer müssen wir aber eine andere Lösung finden.“ Frank Lenschow, der auch Amtsvorsteher des Amtes Schönberger Land ist, sagt: „Es ist gut, dass auch die großen Wehren wieder dichter zusammenrücken.“

Steffen Oldörp

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