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Träume und andere Wahrheiten

Träume und andere Wahrheiten

OZ-Reporterin Annett Meinke hat ein Buch veröffentlicht / Im Interview verrät sie, was sie dazu bewogen hat

Grevesmühlen Sie schreibt seit vielen Jahren für die Redaktion der OSTSEE-ZEITUNG in Grevesmühlen. Die menschlichen Geschichten, die Porträts sind es, die ihr besonders am Herzen liegen. Und Menschen sind es auch, die Annett Meinke in ihrem Buch „AhornTräume“ beschreibt, das sie jetzt herausgebracht hat. Es sind Geschichten, die berühren, die nachdenklich machen, die mitreißen. Eine Lektüre für einen grauen Herbstabend.

 

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Hier Zuhause: OZ-Autorin Annett Meinke hat ihr Buch „AhornTräume“ veröffentlicht.

Quelle: Michael Prochnow

Wo gibt es das Buch?

AhornTräume von Annett Meinke – erschienen im mecklenburgischen WiedenVerlag – ist im Pressehaus Grevesmühlen, August-Bebel-Straße 11, zu erwerben. Außerdem bestellbar beim WiedenVerlag in Crivitz direkt und über den Buchhandel und im Internet.

Anfragen zu Lesungen:

☎ 03 88 1 / 78 78 863 und E-Mail:

annett.meinke@pressehaus-gre.de

Sie sind Filmemacherin, Journalistin – warum ausgerechnet jetzt ein Buch?

Annett Meinke: Ich arbeite schon ein paar Jahre an den AhornTräumen. Ich wollte eine komplexe Geschichte erzählen anhand vieler kleiner Geschichten aus dem Leben der Paula Wunderhorn. Dass das Buch jetzt erscheint, hat auch mit meinem Verleger zu tun, Rainer Stankiewitz, der den WiedenVerlag betreibt. Ich habe lange nach jemandem Ausschau gehalten, der zu mir und dem Buch passt. Dann sind wir uns begegnet.

Wie viel Annett Meinke steckt in der Protagonistin des Buches?

Meinke: Paula Wunderhorn ist mein Alter Ego, das ist so. Was an dem, was Paula erlebt, wovon sie erzählt, nun wirklich real ist, was Fantasie, was Traum, das kann jeder Leser für sich befinden. Es wird wohl darauf ankommen, was für ihn oder sie real ist.

Das Buch passt in keine Schublade, welche Zielgruppe hat es eigentlich?

Meinke: Interessante Frage. Ich kann mit dem Begriff nicht viel anfangen. Ich habe auf niemanden gezielt, als ich schrieb. Ich denke, die Widmung sagt, für wen das Buch ist – für meine Familie. Dabei definiere ich den Begriff schon weit. Zu meiner Familie zu gehören, bedeutet vielleicht, sich offen auf das Buch einlassen können, davon nehmen, was man nehmen kann. Das andere vielleicht ohne allzu schnelle Bewertung erst einmal stehen lassen und vielleicht später noch einmal zum Bedenken heranziehen.

Ich habe von einigen Lesern bereits die Rückmeldung erhalten, dass sie das Buch mehrmals gelesen haben. Dass plötzlich die eine Geschichte, die sie zunächst seltsam und verwirrend fanden oder sogar beängstigend, auf einmal sehr erhellend war. Und plötzlich eine andere, die sie zunächst so gut fanden, weil sie sich damit identifizieren konnten, weniger zu ihnen sprach, weil sie sich in einem anderen Gemütszustand befanden. Das fühlt sich für mich richtig an.

Die Geschichten spielen in vielen Ländern, mit vielen verschiedenen Menschen. Das klingt nach einem turbulenten Leben?

Meinke: Tatsächlich habe ich ein ziemlich turbulentes Leben geführt, beruflich und privat, äußerlich und innerlich. Ich habe reichhaltige Erfahrungen in der ganzen Welt sammeln dürfen, die wie eine Art Schatz sind, auf den ich mich jederzeit beziehen kann. Es ist jetzt ruhiger und geerdeter – aber vielschichtig ist es geblieben.

Führen Sie ein Tagebuch?

Meinke: Ja. Viele Jahre ein digitales, mittlerweile bin ich zum handschriftlichen Schreiben zurückgekehrt. Es hilft mir, mich zu ordnen und mir bestimmte Empfindungen bewusst zu machen. Und es bringt Langsamkeit zurück und die kostbare Handschrift, die man mit der Digitalisierung sonst verliert.

Wird es Lesungen in der Region geben?

Meinke: Es waren bereits ein paar größere Veranstaltungen geplant - in Form eines musikalisch-literarischen Abends mit Begleitung auf der Akustikgitarre. Leider ist der Musiker aus dem Apfelbaum gefallen und hat sich einen komplizierten Bruch zugezogen. Ich muss also umdisponieren, denke nun zunächst an kleinere Rahmen, Lesungen für 10 bis 20 Leute vielleicht. Das muss an den passenden Orten stattfinden. Eine Anfrage aus Schwerin gibt es bereits. Wer einen Ort weiß, gern auch einen ungewöhnlichen, und Lust auf eine Lesung mit mir und den AhornTräumen hat – einfach bei mir melden.

Planen Sie eine Fortsetzung?

Meinke: Möglicherweise. Zunächst einmal soll AhornTräume auch als Hörbuch erscheinen. Ich selbst werde die Geschichten lesen und dazu dann hoffentlich auch gute Gitarrenmusik einspielen lassen können.

Als Journalistin und Drehbuchautorin, wie groß ist die Umstellung, ein Buch zu schreiben?

Meinke: Gar nicht groß. Es ist eine Facette meines Ausdrucks.

Was lesen Sie, wenn Sie ein Buch in die Hand nehmen?

Meinke: Ich habe schon länger kein Buch von einem anderen Autoren gelesen – einfach, weil mit meinen vielen beruflichen Projekten kein Raum dafür da ist. Inspiriert haben mich die verschiedensten Autoren. Von Marcel Proust über Toni Morrison bis hin zu vielen verschiedenen Sachbüchern, zum Beispiel C.G. Jungs „Erinnerungen, Träume, Gedanken“.

Wem würden Sie Ihr Buch empfehlen?

Meinke: Das Buch erzählt die Geschichte einer Reise, die in das Nachhausekommen mündet. Nach Mecklenburg. Das Land spielt eine Rolle, die Menschen hier. Es kann interessant sein für Menschen, denen Familie und Tradition wichtig sind. Andererseits aber führt es eben auch in verschiedene Welten, springt in den Zeiten, blickt weit über den Tellerrand. Wer beides mag, wird sich in vielem wiederfinden. Wer nur das eine oder das andere mag, hier und da. Letztlich bin ich davon überzeugt, das Buch wird die Menschen schon finden.

Welchen Autor, welche Autorin würden Sie gern treffen? Und welche Frage würden Sie stellen?

Meinke: Toni Morrison habe ich schon getroffen, Proust und C.G. Jung kann ich nur im Traumland sehen. Seltsamerweise würde ich derzeit sehr gerne einen Schauspieler treffen, den Briten Benedict Cumberbatch. Mich fasziniert an ihm, wie viele unterschiedliche Rollen er spielen kann – von Shakespeare im Theater über Sherlock Holmes im Fernsehen bis Hollywood-Comic-Verfilmung – sogar einen Drachen kann er glaubhaft mimen. Ich würde ihn gern nach seinen inneren Ressourcen fragen.

Interview von Michael Prochnow

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Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
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