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Grevesmühlen Trainer feiert Einstand nach Maß
Mecklenburg Grevesmühlen Trainer feiert Einstand nach Maß
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00:01 23.10.2017
Co-Trainerin Maryna Bratenkowa überreicht Jörn Harder zum Abschied ein Trikot mit dem Bild des Teams und der Aufschrift „Danke Jörn“.
Wismar

Einen Einstand nach Maß feierte am Sonnabend Christoph Nisius (34) als neuer Trainer der Wismarer TSG-Handballerinnen. Sein Team besiegte in einer einseitigen Partie den HV Grün-Weiß Werder (Brandenburg) klar mit 24:12 Toren. Bereits nach 30 Minuten hatten die Wismarerinnen die Gäste mit 14:5 in die Halbzeitpause geschickt. Auf den Rängen waren die 450 Zuschauer sehr zufrieden. „Unsere Mannschaft spielt einen erfolgreichen Handball. Deshalb komme ich gerne zu den Spielen“, sagt Gabriele Bauer, Geschäftsführerin von Bauer-Immobilien. Sie unterstützt schon seit Jahren den Nachwuchs der TSG-Handball-Abteilung.

Wismarer TSG-Handballerinnen besiegen Grün-Weiß Werder 24:12 / Jörn Harder verabschiedet

Statistik

TSG Wismar: Steiner, Schultz – Krohn 1, Tegler, Kriegsmann, Bibow, Wilhelm 1, Dürl, Pinkohs 1, Powierski 5/1, Bartlau 9/2, Millrath, Evangelidou 4, Misevska.

Siebenmeter: TSG 3/3, GW 6/5.

Strafminuten: TSG 6, GW 2.

Zuschauer: 450.

Schiedsrichter: Sven Aepinus, Volker Kalthoff.

Zeitnehmer: Verana Kalthoff.

Trainer Christoph Nisius freute sich sehr über das Auftreten seines Teams: „Die Mannschaft hat mir bei meinem Einstand sehr geholfen. In der ersten Halbzeit war das Auftreten okay, doch nach der Pause haben wir leider unsere Angriffe nicht konsequent weitergeführt. Am Ende hätten wir mehr Tore erzielen müssen. Aber gegen den Tabellenfünften mit zwölf Treffern Unterschied zu gewinnen, ist ja nicht schlecht und kann sich auch sehen lassen.“ Lobend sprach sich Nisius über die Abwehr aus. „Das haben die Mädels ordentlich gemacht. Im Angriff müssen wir uns weiter verbessern, vor allem das Angriffsspiel mehr in die Breite verlagern“, analysierte der TSG-Trainer.

Dreh- und Angelpunkt im TSG-Spiel war am Sonnabend Vivien Bartlau. Sie trieb aus dem Rückraum ihre Mitspielerinnen immer wieder nach vorne und erzielte selbst neun Tore, davon zwei vom Siebenmeterpunkt. Aber auch Sophie Powierski konnte mit ihrem Einsatz überzeugen und versenkte fünf Bälle im gegnerischen Gehäuse. „Vivien und Sophie haben eine starke Leistung gezeigt. Besonders Sophie war frech und mutig in ihren Aktionen“, lobte der TSG-Trainer beide Spielerinnen.

Mit mulmigem Gefühl im Bauch hatte Christoph Nisius am Sonnabend die Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße betreten. „Als Gegner bin ich immer ungern nach Wismar gefahren. Doch diesmal haben mir die Zuschauer einen herzlichen Empfang bereitet. Ich freue mich schon auf das nächste Heimspiel, denn die Stimmung ist hier so toll“, so Nisius.

Einen Herzlichen Abschied bereiteten die Zuschauer und die TSG-Mannschaft Jörn Harder. Der 46-Jährige hatte krankheitsbedingt vor zwei Wochen seinen Rücktritt als Trainer erklärt. Deshalb trugen die Spielerinnen Trikots mit der Aufschrift „Danke Jörn“. „Ich hatte schon eine Träne im Auge“, gab Harder ehrlich zu.

Aber auch Diana Sperling erhielt viel Beifall. Sie hatte nach dem Rücktritt von Jörn Harder übergangsweise die TSG-Mannschaft als Trainerin betreut und gegen den Rostocker HC am vergangenen Sonnabend auswärts einen 24:19-Erfolg feiern können.

„Jetzt blicken wir nach vorne und freuen uns auf die nächsten Aufgaben“, sagte Co-Trainerin Maryna Bratenkowa.

Peter Preuß

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