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Trotz Wind und Kälte bis zu 150 Kilometer auf dem Fahrrad

Boltenhagen Trotz Wind und Kälte bis zu 150 Kilometer auf dem Fahrrad

93 Teilnehmer sind an diesem Wochenende bei der Küstentour in Boltenhagen gestartet / Organisatoren sprechen von Erfolg / Veranstaltung wird seit 2008 jährlich durchgeführt

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Trotz Kälte und Wind gingen auch diese Fahrer am Sonntag an den Start. Sie legten bis zu 150 Kilometer zurück. Fotos (3): Dirk Hoffmann

Boltenhagen. Noch vor der Eröffnung der Badesaison im Mai jagt in Boltenhagen ein Highlight das nächste. Nach dem Tanzfestival und der Kneipennacht war das Ostseebad am vergangenen Wochenende Ort der seit 2008 durchgeführten Küstentour mit insgesamt 93 Teilnehmern.

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93 Teilnehmer sind an diesem Wochenende bei der Küstentour in Boltenhagen gestartet / Organisatoren sprechen von Erfolg / Veranstaltung wird seit 2008 jährlich durchgeführt

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„Ich bin seit vielen Jahren dabei. Es ist eine tolle Tour“, meinte die aus Bad Schwartau kommende Gabi van Aken. Die 52-Jährige sitzt regelmäßig im Rennsattel. Sie sieht die Tour in Boltenhagen als perfekte Vorbereitung auf kommende Radmarathons, bei denen sie mitfahren wird. Deshalb hatte sie sich auch für die Strecke von 120 Kilometer entschieden. Begleitet wurde sie dabei von ihrem Bekannten Till Niemeyer. Auch der 74-Jährige aus Krumbeck bei Stockelsdorf wollte die 120 Kilometer fahren, wie er am Sonntag kurz vor dem Start erzählte. Er wirkte ebenfalls topfit. Kein Wunder, denn der rüstige Rentner hatte allein in diesem Jahr bereits 6000 Kilometer in den Beinen. Niemeyer war ebenfalls angetan von der Küstentour und nahm deshalb zum wiederholten Mal daran teil.

Zum ersten Mal in Boltenhagen dabei war dagegen Dietmar Leifheit. Der 45-Jährige aus Selmsdorf wollte am Sonntag die längste Strecke über die 150 Kilometer bewältigen. Dabei hoffte er auf gutes Wetter und möglichst wenig Wind.

Was den Wind angeht, da mussten Leifheit und die anderen Teilnehmer doch schon kräftig in die Pedale treten. Das verlangte einiges an Kraft und Kondition. Das bekam zum Beispiel auch Claudia Balck zu spüren. Erst seit einem Dreivierteljahr sitzt die 28-Jährige aus Grevesmühlen regelmäßig auf dem Rennrad. Sie war froh, als sie nach 50 Kilometern das Ziel erreicht hatte. Aber ein schönes Erlebnis sei es trotzdem gewesen. Ihre Teilnahme habe sie nicht bereut, wie die junge Frau erzählte.

„Das Wetter war ein Traum“, sprudelte es nach der Zieleinfahrt aus Peter Kindermann nur so heraus. Dem 66-jährigen Mann aus Boltenhagen schienen die 85 Kilometer, die er gerade hinter sich gelassen hatte, nichts auszumachen. Stattdessen freute er sich riesig, dass es entgegen aller Prognosen trocken blieb und sich sogar die Sonne mehrfach zeigte.

Das vorher angekündigte Unwetter mit Hagelschauern, Regen und sogar Schnee schreckte allerdings wohl so manchen Radler von einer Teilnahme an der Küstentour ab. Denn am Sonnabend waren 50 und am Sonntag nur 43 Fahrerinnen und Fahrer erschienen. In den Vorjahren kamen manchmal fast so viele Starter an einem Tag wie dieses Mal am gesamten Wochenende.

„Gegen das Wetter kann man nichts machen. Die Küstentour war dennoch ein voller Erfolg“, zog Hauptorganisator Harry Möller trotz allem ein positives Fazit. Die Organisation und Durchführung sei dank der Unterstützung vieler wieder hervorragend gewesen. So kümmerten sich die Volleyball-Frauen des SC Boltenhagen um die Nummernausgabe und verteilten die von der Kurverwaltung spendierten Taschen und die T-Shirts vom Ostsee-Service Boltenhagen. Und von den Frauen der Pilates-Gruppe ließen sich die Akteure auf zwei Rädern den selbstgebackenen Kuchen reichen. „Viel gegessen wurde der Bienenstich und der Kirschkuchen“, freute sich die Leiterin Elfie Manz (81).

Von Dirk Hoffmann

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