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US-Generalkonsulin zu Gast in Grevesmühlen

Grevesmühlen US-Generalkonsulin zu Gast in Grevesmühlen

Bürgermeister Jürgen Ditz empfing Inmi Kim Patterson. Die Spitzendiplomatin war vor allem an der Energiewende interessiert.

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US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson trug sich in das Gästebuch der Stadt Grevesmühlen ein und sprach mit Bürgermeister Jürgen Ditz über aktuelle Themen.

Quelle: Robert Niemeyer

Grevesmühlen. Solch hohen Besuch begrüßt die Stadt Grevesmühlen selten. Die US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson ist gestern in der ehemaligen Kreisstadt Nordwestmecklenburgs zu Gast gewesen. Gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Ditz, der 1. Stadträtin Kristine Lenschow und Stadtsprecherin Regina Hacker tauschte sich die Diplomatin über aktuelle Themen der Region aus. „Ich bin der Meinung, dass nicht nur die Verbindungen zu großen Städten für die Vertiefung der Beziehungen zu Deutschland wichtig ist“, begründete die im Hamburger US-Generalkonsulat tätige Patterson ihren Besuch, bei dem sie sich auch in das Gästebuch der Stadt eintrug.

Etwas schüchtern schaute Inmi Kim Patterson eingangs ihres Besuches zwar noch durch die Tür ins Vorzimmer des Grevesmühlener Bürgermeisterbüros. In Begleitung ihrer beiden Sicherheitsmänner hatte sie den Weg dorthin durchs Rathaus gefunden. In lockerer Runde tauschte sie sich dann eine gute halbe Stunde über Themen wie den Ausbau der Windenergie, die Herausforderungen der Demografie oder auch den Umgang mit Rechtsextremismus aus.

„Wir waren angenehm erstaunt über die Anmeldung", sagte Bürgermeister Ditz, „solch hohen Besuch haben wir selten.“ In den vergangenen Wochen besuchte die US-Generalkonsulin diverse kleinere Orte, etwa Aurich in Ostfriesland oder die Nordseeinsel Spiekeroog. Gestern schaute sie außerdem noch in Bad Kleinen vorbei.

Zum ersten Mal war Inmi Kim Patterson dabei auch in Grevesmühlen, obwohl Mecklenburg-Vorpommern ihr Lieblingsbundesland sei. Auch privat verbringe die gebürtige Südkoreanerin ihren Urlaub in M-V. Ihr erster Eindruck: „Grevesmühlen ist schön, ich mag besonders die Fachwerkhäuser und die schöne Natur in der Region“, sagte Patterson.

Bürgermeister Jürgen Ditz nutzte die Gelegenheit, die internationalen Verbindungen der Stadt hervorzuheben. So steht das Piraten Open Air Theater bekanntlich in engem Kontakt zu einer Schauspielgruppe aus Florida, Schüler des Gymnasiums am Tannenberg kehrten kürzlich von einem Schüleraustausch zurück, in dieser Woche sind Jugendliche aus elf verschiedenen Ländern anlässlich eines internationalen Feriencamps in der Stadt zu Gast.

Hauptgrund für den Besuch der Generalkonsulin war aber die Umsetzung der Energiewende. Patterson fragte nach Erfolgschancen und Risiken. Bürgermeister Jürgen Ditz stellte ihr das Grevesmühlener Konzept „Stadt ohne Watt“ mit seinen diversen Projekten vor, an denen private Investoren aus der Region, aber auch Unternehmen wie die Stadtwerke oder der Zweckverband beteiligt sind. Besonders die umgesetzte Wertschöpfung vor Ort, also dass die Region direkt von der Energie oder finanziell von den erneuerbaren Energien profitiert, fand bei Patterson Anklang. „Ich bin selbst eine grüne Person“, sagte die Konsulin.

Auch das Problem Rechtsextremismus kam auf den Tisch. Jürgen Ditz stellte das Bündnis „Grevesmühlen ist bunt“ vor und verwies darauf, dass vor allem die Vereinsstruktur dazu beitrage, extremes Gedankengut einzudämmen.

Inmi Kim Patterson arbeitet für das US-Außenministerium im Generalkonsulat in Hamburg, dessen Gebiet die Bundesländern Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst. Das Konsulat betreut mehr als 10 000 US-amerikanische Staatsbürger in Norddeutschland.

 

Robert Niemeyer

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