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Unterirdische Glascontainer auch in Selmsdorf geplant

Hornstorf Unterirdische Glascontainer auch in Selmsdorf geplant

Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern startete gestern in Hornstorf / Landkreis bezuschusst die Maßnahme

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Landrätin Kerstin Weiss (SPD) und Bürgermeister Andreas Treumann (Wählergemeinschaft) werfen Weinflaschen in die unterirdischen Behälter an der Hornstorfer Hauptstraße/Ecke Bergstraße. Fotos (4): Norbert Wiaterek

Hornstorf. In Hornstorf existiert ein neues, in Mecklenburg-Vorpommern bislang einmaliges System zur Entsorgung von Altglas. Zwei glänzende Metallrohre ragen auf einer gepflasterten Fläche an der Hauptstraße/Ecke Bergstraße jeweils einen Meter weit aus der Erde. Auf dem einen Rohr gibt es eine grüne und eine braune Klappe, auf dem anderen eine weiße. Dort hinein können alte Flaschen und Gläser in den jeweiligen Farben geworfen werden. Die Glascontainer selbst sind nicht zu sehen. Sie befinden sich unter der Erde.

 

OZ-Bild

Mit einem Kran holt Frank Scherfke den Glascontainer aus dem Boden. Der Behälter wird dann mit den Flaschen und Gläsern zum Müllfahrzeug der Firma Veolia bugsiert.

Quelle:
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Ich hoffe, dass dieser schöne Stell- platz in Horns- torf künftig sauber bleibt.“Simone Zinn, Abfallwirtschaftsbetrieb

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In Ham- burg gibt es bereits fünf- hundert dieser Container un- ter der Erde.“Stephan Kubatzki, Firma Bauer

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Mit einem Kran holt Frank Scherfke den Glascontainer aus dem Boden. Der Behälter wird dann mit den Flaschen und Gläsern zum Müllfahrzeug der Firma Veolia bugsiert.

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Ich hoffe, dass dieser schöne Stell- platz in Horns- torf künftig sauber bleibt.“Simone Zinn, Abfallwirtschaftsbetrieb

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In Ham- burg gibt es bereits fünf- hundert dieser Container un- ter der Erde.“Stephan Kubatzki, Firma Bauer

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Landrätin Kerstin Weiss (SPD) und der Hornstorfer Bürgermeister Andreas Treumann (Wählergemeinschaft) befüllten gestern die neue Anlage mit ersten leeren Weinflaschen. Anschließend bediente Frank Scherfke von der Firma Veolia einen Kran, der den mit zwei Haken versehenen Weißglascontainer aus der Erde zog, ihn in die Luft hob und öffnete, sodass die Flaschen auf die Lkw-Ladefläche fallen konnten. Nach fünf Minuten war die Arbeit beendet.

Das Unterflurglascontainersystem GeoTainer, so die genaue Bezeichnung, kurz GTU, ist innovativ: Die Anlage mit zwei schallgeschützten Drei-Kubikmeter-Containern lieferte und montierte – nach Rücksprache mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Nordwestmecklenburg – die Firma Bauer aus Süderlohn (Nordrhein-Westfalen). Der Auftrag kam von der Gemeinde Hornstorf. „Dieser Platz sieht gut aus. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft so sauber bleiben wird“, sagte Treumann.

Die Gemeinde Hornstorf hatte bis gestern eine Wertstoffsammelstelle für Glas, Papier, Pappe, Kunststoffe und Kleider an der Hofstraße. Das Problem: Dieser vor knapp zehn Jahren errichtete Platz wurde nicht nur zum Entsorgen von Wertstoffen genutzt, sondern auch als Müllsammelplatz missbraucht. Dies soll, so die Hoffnung, bei der neuen Anlage am Ortseingang aus Richtung Osttangente nicht mehr der Fall sein.

Das neue Entsorgungssystem ist laut Treumann auch für Menschen mit Behinderung geeignet, denn Rollstuhlfahrer können die Einwurfklappen bequem erreichen. Die Glasentsorgung sei nun leiser als bei oberirdischen Behältern – der Bürgermeister sprach von maximal 91 Dezibel. Und der Landkreis müsse nicht mehr den Sperrmüll an der Wertstoffsammelstelle entsorgen lassen. „Pro Jahr waren das immerhin fünf bis zehn Zehn-Kubikmeter-Container. Diese Kosten entfallen.“

Auch die Landrätin lobte die unterirdische Sammelmöglichkeit auf dem gemeindeeigenen Grundstück. „Die Anlage ist schick, modern, innovativ und barrierefrei.“ Sie könne, so Kerstin Weiss, auch an anderen Orten im Landkreis errichtet werden. In Selmsdorf ist dies bereits geplant.

Wie Stephan Kubatzki von der Firma Bauer berichtete, hat sich das GTU in Großstädten bewährt. In Hamburg gebe es bereits 500 unterirdische Container dieser Art. „Pro Jahr kommen hundert neue hinzu“, sagt der Experte für Wertstoffe. „Die Standplätze sind deutlich sauberer, die Leute achten mehr darauf, dass nichts daneben abgestellt oder hingeworfen wird.“

Das unterirdische Containersystem kostete inklusive Erd- und Pflasterarbeiten rund 17000 Euro. Da es sich um ein Referenzobjekt handelt, gab der Landkreis die Hälfte als Zuschuss dazu.

Norbert Wiaterek

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