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Grevesmühlen Unternehmer Torsten Wehr ist neuer Präsident der TSG Wismar
Mecklenburg Grevesmühlen Unternehmer Torsten Wehr ist neuer Präsident der TSG Wismar
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00:00 20.10.2017
Unternehmer Torsten Wehr (52) ist neuer Präsident der TSG Wismar. Der Verein ist der größte in der Region. Quelle: Foto: Archiv
Wismar

Die TSG Wismar ist nicht mehr „kopflos“. Unternehmer Torsten Wehr wurde am Mittwochabend auf der Präsidiumssitzung einstimmig zum neuen Chef des Vereins gewählt, der mit fast 700 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Region gehört. Der 52-Jährige tritt die Nachfolge von Maik Dittberner (46) an, der im Juli überraschend aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist, aber weiterhin zum Präsidium gehört.

Torsten Wehr ist seit zwölf Jahren Mitglied der TSG Wismar. Er war zwar selbst nicht aktiv, aber die Liebe zum Sport hat ihn zur TSG geführt. „Angefangen habe ich damals bei der Abteilung Kanu, weil ich dem Wassersport verbunden“, sagt Wehr.

Seit etwa vier Jahren gehört er zum Präsidium des Vereins, zuletzt als Vizepräsident. Doch sein Stuhl bleibt vorerst leer. „Auf der nächsten Mitgliederversammlung, die im nächsten Jahr stattfinden soll, wird der neue Vizepräsident gewählt“, blickt Wehr schon voraus. Möglicher Kandidat für diesen Posten ist Michael Jürgensen, Verwaltungschef des Wismarer Sana-Klinikums. Er wurde erst im Juli in den Vorstand kooptiert.

Der neue TSG-Präsident hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Abteilungen Handball, Akrobatik, Kanu, Turnen, Radsport, Tischtennis, Kegeln und Allgemeiner Sport wieder zusammenzuführen. „Leider ist es so, dass bei uns jeder sein eigenes Süppchen kocht. Das muss sich ändern. Mit der Kraft und dem Engagement unserer knapp 700 Mitglieder werden wir gemeinsam unseren Verein erfolgreich weiterentwickeln“, ist sich der neue TSG-Präsident sicher. Dazu soll es eine Strukturveränderung in der Verwaltung des Vereins geben. „Das ist eine dringende Aufgabe, die wir unbedingt lösen müssen“, meint Torsten Wehr.

Nur noch bis Ende des Jahres ist Klaus-Dieter Soldat (63) als Geschäftsführer des Vereins tätig. Dann läuft sein Vertrag aus. Soldat hatte nach dem Abstieg der Handballfrauen aus der dritten Liga in die Oberliga Ostsee-Spree die Konsequenzen gezogen. Damals trat er auch als Manager der Handballfrauen zurück und machte so den Neuanfang möglich. „Für den Misserfolg übernehme ich die volle Verantwortung“, sagte Klaus-Dieter Soldat der Mannschaft.

Seit 1992 steht der ehemalige Handballer an der Spitze des Vereins. Mit Torsten Wehr erlebt er nun den sechsten Präsidenten seit der Wende. Vor ihm hatten Manfred Wahls, Wolfgang Dettmann, Horst Diethert, Michael Hein und Maik Dittberner den Hut auf. Bis zur Wende war Hans-Ulrich Lenz als Vorsitzender für die TSG Wismar zuständig. Er hatte am 3. Februar 1961 die Gründungsurkunde der TSG unterschrieben. Damals schlossen sich die BSG Motor und BSG Einheit zur TSG Wismar zusammen.

Der neue Sportverein hat sich seit seiner Gründung einen Namen nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gemacht. Sportlerinnen und Sportler, die hier ihre ersten Schritte machten, wurden Welt- und Europameister. Auch national konnte die TSG viele Titel erringen. Die Handballfrauen spielten in der DDR-Oberliga, der ersten und zweiten Bundesliga sowie in der dritten Liga.

Aushängeschild der TSG waren auch die Fußballer. Sie spielten viele Jahre in der DDR-Liga. Viele von ihnen schafften den Sprung zum FC Hansa Rostock. Unter ihnen beispielsweise auch DDR-Rekordnationalspieler und -Torjäger Joachim Streich und Vize-Weltmeister Carsten Jancker. Mit Marita Meyer-Koch gibt es auch eine Leichtathletik-Olympiasiegerin, die einst im Kurt-Bürger-Stadion ihre Runden drehte. Über 400 Meter hält die Ehrenbürgerin der Hansestadt Wismar noch immer den Weltrekord mit 47,60 Sekunden.

Peter Preuß

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