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Unternehmerfrühstück im Piraten Open Air

Grevesmühlen Unternehmerfrühstück im Piraten Open Air

Mehr als 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen nach Grevesmühlen

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Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler begrüßte gestern rund 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Piraten Open Air.

Quelle: Foto: M. Prochnow

Grevesmühlen. Riesenresonanz beim Unternehmerfrühstück gestern in Grevesmühlen, rund 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft trafen sich im Restaurant „Zur Schatzinsel“ auf dem Gelände des Piraten Open Air. Intendant Peter Venzmer begrüßte die Gäste um Punkt 9 Uhr und lud sie ein, sich nach den Vorträgen und Gesprächen die Bauarbeiten für das neue Bühnenbild anzusehen, die derzeit laufen. Trotz herbstlicher Temperaturen und Dauerregen nahmen einige der Besucher das Angebot an, sich die Kulissen von Cartagena anzusehen und sich einen Vorgeschmack auf die jüngste Episode aus der Feder von Peter Venzmer zu holen.

Eingeladen hatten der Unternehmerverband und die Stadt Grevesmühlen zum Frühstück. Ins Leben gerufen hatte die Veranstaltung Grevesmühlens Bürgermeister a.D. Jürgen Ditz, der gestern ebenfalls daran teilnahm und von seinem Nachfolger Lars Prahler in seiner Ansprache besonders hervorgehoben wurde. Dazu hat er auch allen Grund, die Stadt Grevesmühlen steht wirtschaftlich – trotz einer aktuellen Steuerrückerstattung von rund 634000 Euro – so gut da wie seit vielen Jahren nicht. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei knapp über fünf Prozent, Experten der Arbeitsagentur gehen davon aus, dass mit Saisonbeginn die Marke von unter fünf Prozent durchaus erreicht werden könnte. Auch Mathias Diederich, stellvertretender Landrat von Nordwest, hob den Stellenwert der Region hervor und zitierte dafür einen Satz aus der OSTSEE-ZEITUNG: „Nordwestmecklenburg ist das industrielle Herz Mecklenburgs.“ Auch wenn die großen Unternehmer vor allem in den Industriegebieten auf der grünen Wiese und in Wismar angesiedelt sind, so spielt doch Grevesmühlen trotz des Verlustes des Status' als Kreisstadt, eine besondere Rolle. Lars Prahler hatte vor wenigen Tagen erst darauf hingewiesen, dass die Stadt als Wohnstadt eine tragende Rolle in der Region spielen könne und werde. Dafür müssen allerdings noch einige Hürden genommen werden, die Schulen und Kitas der Stadt müssen dringend neu konzipiert werden, Bauplätze sind ebenfalls Mangelware.

Und noch ein Problem sorgt in der freien Wirtschaft für Diskussionen: die Unternehmensnachfolge. Zahlreiche Firmen, die nach oder während der Wende 1990 gegründet wurden, brauchen neue Führungskräfte. Wie das geregelt werden kann, darum ging es unter anderem in einem Vortrag der Bürgschaftsbank gestern auf dem Unternehmerfrühstück. Fazit: Eine Patentlösung gibt es nicht, aber viele Möglichkeiten, um neue Wege zu gehen.

M. Prochnow

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