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Unterwegs für saubere Kreisstraßen

Börzow Unterwegs für saubere Kreisstraßen

Straßenmeisterei und Diakoniewerk starteten gestern eine Umweltprojektwoche

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Dominik Martin (l.) und Luca Hückstädt an der Kreisstraße zwischen Schönberg und Petersberg unterwegs.

Quelle: Cornelia Roxin

Börzow. 105 Säcke mit Müll und Unrat sind gestern an Kreisstraßen in Nordwestmecklenburg zusammengetragen worden. Auch ein Gartenstuhl und eine Musikbox gehören zu den Fundstücken, die am Nachmittag auf dem Hof der Kreisstraßenmeisterei in Grevesmühlen in einen Container wanderten. Die zehn Mitarbeiter, die gestern unterwegs waren, wurden bei ihrer Arbeit von neun jungen Leuten unterstützt. Diese absolvieren gegenwärtig eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme beim Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg und besuchen die Bildungswerkstatt am Wismarer Westhafen. Umweltprojektwoche heißt die gemeinsame Aktion von Diakoniewerk und Kreisstraßenmeisterei, die diese Woche läuft.

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Straßenmeisterei und Diakoniewerk starteten gestern eine Umweltprojektwoche

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Frühjahrsputz im Stepenitztal

Frühjahrputz war am Wochenende auch in der Gemeinde Stepenitztal angesagt. Gut 70 Helfer hatten sich in den verschiedenen Orten an der Aktion beteiligt und besonders die kommunalen Wege gesäubert. Allein auf der Strecke Börzow Richtung B 105 wurde ein Pkw-Anhänger mit Flaschen gefüllt. coro

Dominik Martin (18) aus Wismar und Luca Hückstädt (16) aus Bad Kleinen zum Beispiel waren gestern Vormittag an der Kreisstraße 2 zwischen Schönberg und Petersberg unterwegs. Mit blauen Müllsäcken und Greifern ausgestattet, sammelten sie ein, was andere Zeitgenossen am Straßenrand abladen oder einfach während der Fahrt aus den Fahrzeugen werfen. Die beiden, die sich ansonsten während ihrer Berufsvorbereitung im Bereich Lager und Handel ausprobieren, fanden am Straßenrand nicht nur Feuerzeuge, Zeitungen, Felgen, Fahrradreifen, sondern sogar noch eingeschweißte Lebensmittel. „Hörnchen“, präzisiert Luca Hückstädt „Und ganz viele Flaschen, sogar noch halbvolle Bierflaschen“, erklärt Dominik Martin. Beide verstehen das Umweltverhalten ihrer Mitmenschen nicht und philosophieren: „Die Straße hier ist wohl zu ruhig, der perfekte Abladeplatz!“

Die Straßenwärter Maik Fentens (34) und Harald Kowalski (57) waren gestern die Nutznießer des Einsatzes von Dominik Martin und Luca Hückstädt. „Das ist schon eine große Unterstützung für uns“, erklärte Maik Fentens und empörte sich einmal mehr darüber, was die Leute alles in die Natur werfen. „Das ist unnormal, oft sieht es aus, als würden Müllsäcke ausgekippt.“ Immer wieder seien Wein- und Schnapsflaschen zu finden, auch Sexspielzeug. Das könne nicht alles liegen bleiben, betont Maik Fentens nicht zuletzt auch mit Blick auf die vielen Touristen, die bald wieder im Landkreis unterwegs sein werden. Und: Auch für die Sicherheit würden die jungen Helfer sensibilisiert, wenn sie erleben, wie trotz Tempo 30 gerast werde. Harald Kowalski kann nicht verstehen, was die Leute bewegt, ins Auto zu steigen und einfach eine Couch am Straßenrand abzuladen. Auch wenn die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei während ihrer täglichen Touren ohnehin Müll mitnehmen, findet jedes Jahr im Frühjahr mit Beginn der Vegetationsperiode eine Sammelaktion statt. „Wenn wir später mähen, dann kann solcher Müll ganz schnell zum Geschoss werden“, erklärt Kreisstraßenmeister Marko Wulff die Notwendigkeit. Der 51-Jährige weiß aus Erfahrung, dass am Ende der Frühjahrsaktion gut 70 Kubikmeter Müll als Fazit zwei riesige Container füllen. Zwei Wochen intensive Arbeit liegen dann hinter seinen Leuten, die ohne die Schüler sogar drei Wochen an den zu bewirtschaftenden 255 Straßen- und 50 Radwegekilometern unterwegs wären. Zeit, die ihnen nun für ihre eigentlichen Arbeiten bleibt. Marko Wulff auf jeden Fall wünscht sich, dass diese Aktion mit Bildungsträgern, die zwei oder drei Jahre ruhte, und nun wieder aufgenommen wurde, auch 2017 fortgesetzt wird.

21 junge Leute im Alter zwischen 16 und 19 Jahren werden sich an der diesjährigen Umweltprojektwoche beteiligen. „Für uns geht es in erster Linie um die Entwicklung des Umweltbewusstseins, sei es bei der Arbeit oder auch im privaten Umfeld“, erklärt Bildungsbegleiter Roland Schmidt (61) von der Diakonie. Am Mittwoch werden die Schüler auch den GER-Recyclingpark in Neu Degtow besuchen und sehen, wie es mit dem Müll weitergeht.

Von Cornelia Roxin

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