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Grevesmühlen Unwetter: Inklusives Sportfest ins Wasser gefallen
Mecklenburg Grevesmühlen Unwetter: Inklusives Sportfest ins Wasser gefallen
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00:05 23.06.2017
Aufgrund der Länge des Schauers hat es keinen Sinn mehr gemacht.Susan Röse Diakoniewerk

Um 11.58 Uhr hatte Susan Röse keine andere Wahl: Über die Sprechanlage des Sportplatzes am Tannenberg teilte die Abteilungsleiterin Werkstatt des Diakoniewerkes im nördlichen Mecklenburg gestern mit, dass das fünfte inklusive Sportfest abgebrochen werden muss. Ein aufgezogenes Unwetter beendete die Veranstaltung nach knapp eineinhalb Stunden vorzeitig. Starker Dauerregen sowie Blitz und Donner ließen kein weiteres sportliches Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Behinderung mehr zu.

Veranstaltung auf dem Sportplatz am Tannenberg musste abgebrochen werden

„Aufgrund der Länge des Schauers hat es keinen Sinn mehr gemacht“, meinte Röse. Etwa eine Stunde lang kam es unaufhörlich von oben herunter. Die Teilnehmer retteten sich zunächst in das Sportlerheim, ehe ein Shuttle-Service viele in die Werkstatt der Diakonie am Wasserturm transportierte. Dort wurde noch zusammen gegessen, bevor es auf die Heimreise ging. „Die Aktiven waren natürlich traurig. Es war das erste Mal, dass wir unser Sportfest wegen des Wetters abbrechen mussten“, so Röse. „Doch dafür haben wir die nächsten vier Male wieder gutes Wetter“, hofft die 43-Jährige. Einen Nachholtermin für die Veranstaltung wird es nicht geben. „Die Vorbereitungen sind sehr aufwendig“, erklärt Röse.

Für die fünfte Ausgabe des inklusiven Sportfestes, das gemeinsam von der Stadt, dem Diakoniewerk und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverein Grevesmühlen organisiert worden ist, waren rund 400 Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis angereist. Das Konzept, Menschen mit und ohne Behinderung beim Sport zusammenzuführen, hat laut Röse ein wichtiges Ziel: „Wir wollen damit Barrieren abbauen, ohne dass wir für unser Tun die Sprache brauchen. Es geht um das gemeinsame Erleben.“ Für Dirk Möller, Vorsitzender des Grevesmühlener Behindertensportvereins, kommt noch etwas Entscheidendes hinzu:

„Es geht um Freude und Spaß. Zudem können die Aktiven zeigen, wozu sie fähig sind“, so der 57-Jährige. In einigen Kategorien würden die Teilnehmer mit Handicap durchaus besser abschneiden als Starter ohne Behinderung.

„Das Sportfest gefällt mir sehr. Man lernt hier viele neue Leute kennen“, sagte Teilnehmerin Sophie Mulack aus Klütz. Die 16-Jährige von der Mosaikschule in Grevesmühlen startete mit ihren Kameraden beim Staffellauf. Viel mehr Disziplinen schafften sie allerdings nicht. Denn wenig später öffnete Petrus die Schleusen und beendete das sportliche Treiben.

Daniel Heidmann

Plüschow liegt 9 km südöstlich von Grevesmühlen und etwa 17 km von Wismar entfernt. Die Umgebung wird von zahlreichen Gräben durchzogen, die als Mühlenbach vereint zur Stepenitz fließen.

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