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Grevesmühlen Verwaltung wird teurer
Mecklenburg Grevesmühlen Verwaltung wird teurer
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13:47 14.01.2019
Seit zwei Jahrzehnten steht das Amtsgebäude in der Dassower Straße in Schönberg. 2019 und 2020 soll dort der Brandschutz verbessert werden. Kosten: rund 185000 Euro. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Die Städte und Gemeinden im Schönberger Land müssen immer mehr für ihre Verwaltung bezahlen. Rund 3,7 Millionen Euro fließen in diesem Jahr aus den Kassen der Kommunen in die des Amtes. So sieht es der Haushalt 2019 vor, den Bürgermeister, Stadtvertreter und Gemeindevertreter im Amtsausschuss beschlossen haben. Zum Vergleich: 2018 zahlten die Gemeinden 3,4 Millionen Euro ans Amt, 2017 waren 2,8 Millionen Euro. Das bedeutet in drei Jahren eine Steigerung der Amtsumlage um fast ein Drittel.

Eine Hauptursache sind wachsende Personalkosten, verursacht durch zusätzliche Stellen und Tariferhöhungen. Mit dem Stellenzuwachs reagierte das Amt auf ein Gutachten der Schneider & Zajontz Consult GmbH. Es hatte einen erheblichen Mehrbedarf ergeben: 55,25 Stellen statt 49. Alle neuen Stellen wurden 2018 besetzt. Im November beschloss der Amtsausschuss darüber hinaus drei weitere neue Stellen zu schaffen, darunter eine im Verkehrsüberwachungsdienst, wodurch der Bereich Außendienst/Verkehrsüberwachung dann über drei Stellen verfügen würde.

 Erklärtes Ziel des Amtes ist und war, mit mehr Mitarbeitern nicht nur den Service für die Bürger und Kommunen zu verbessern, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. „Ich denke, dass wir besser geworden sind“, sagte Amtsvorsteher Frank Lenschow (parteilos) in der vorigen Woche in einer Gesprächsrunde in der Familienbegegnungsstätte in Dassow. Der leitende Verwaltungsbeamte Frank Lehmann war sich bereits im September sicher: „Es werden jetzt sicher viele Angelegenheiten in der Verwaltung schneller bearbeitet.“

Durch die Amtsumlage belastet werden die Städte und Gemeinden nach dem Motto: „Wer viel hat, dem wird viel genommen.“ Berechnet werden die Beträge nämlich nach der Höhe der sogenannten Umlagegrundlage: Gewerbesteuern, Grundsteuern, Umsatzsteuern, Einkommenssteuern und Schlüsselzuweisungen des Landes. So lässt sich auch erklären, dass die Amtsumlage 2019 steigt, ihr Prozentsatz an den Umlagen jedoch von 19,7 Prozent im vorigen Jahr auf jetzt 17,8 sinkt. 2018 war die Umlagegrundlage geringer, also weniger Geld in den Kassen der Gemeinden. Verteilt wird es je nach Finanzkraft einer Kommune. Bekommt sie vergleichsweise viel an Gewerbesteuern, Grundsteuern, Umsatzsteuern, Einkommenssteuern und Schlüsselzuweisungen, dann muss sie viel ans Amt zahlen – so wie Schönberg in diesem Jahr. Die Stadt, zu der seit dem 1. Januar auch das eingemeindete Lockwisch gehört, muss laut Haushaltsplan 2019 mit Abstand am meisten ans Amt zahlen: rund eine Million Euro. Im Haushaltplan 2018 standen dagegen nur 788 086 Euro zu buche.

In den Haushalt sind auch einige Investitionen eingeplant, so auch Arbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes in zwei Verwaltungsgebäuden in Schönberg. Für Verwunderung und Kritik bei Kommunalpolitikern sorgte eine Ankündigung der Verwaltung von „Kosten für die Datenzusammenführung im Rahmen der Gemeindefusionen“ in Höhe von 20 000 Euro. Die Verwaltung erläuterte, mit dem Geld sollten Rechnungen von Computerfirmen beglichen werden. Der Schönberger Stadtvertreter Ronny Freitag (parteilos) kritisierte, diese Unkosten seien vor dem Beschluss der Eingemeindung von Lockwisch nicht angegeben worden. Freitag forderte: „Wir sollten wissen, über was wir hier beschließen.“

Jürgen Lenz

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