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Viel Licht und wenig Schatten

Grevesmühlen Viel Licht und wenig Schatten

Lichtinstallationen zur Grevesmühlener Kulturnacht werden zu Dauerprojekten / Göttin Hebe erstrahlt jetzt

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Die Krähensage stand Pate für die Vögel am Rathausgiebel. Aber auch Schriftzeilen wären einmal denkbar. Fotos (4): Karl-Ernst Schmidt

Grevesmühlen. Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten? Mit Goethes Worten im „Götz von Berlichingen“ spielend, ein Fazit der Grevesmühlener Kulturnacht zu ziehen, das klappt nicht. Denn: Wenig Schatten – jedenfalls im übertragenen Sinne – gab es offenbar während der Veranstaltung und Licht wird es nun noch mehr geben.

OZ-Bild

Lichtinstallationen zur Grevesmühlener Kulturnacht werden zu Dauerprojekten / Göttin Hebe erstrahlt jetzt

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Die Skulptur der Göttin Hebe am Haus Nr. 5 in der Wismarschen Straße soll jetzt weiterhin parallel zu den Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung in helles Licht getaucht erstrahlen. Auch die noch nicht mit Farbfolien ausgestatteten Leuchten auf dem Platz vor dem ehemaligen Markant-Markt haben nun welche bekommen und schicken nicht mehr nur kaltes Licht in die Nacht . Der Torbogen des Stadtwerke-Kundenzentrums in der Wismarschen Straße bleibt fortan ebenfalls in Licht getaucht. Die Lichterkette, die sich von der Kirchstraße Richtung Kirchberg zieht, geht zwischenzeitlich zwar aus, aber nur, um dann zum Adventsmarkt wieder ihren Betrieb aufzunehmen. Die Linde auf dem Markt, anlässlich der Kulturnacht zum Wunschbaum umfunktioniert, wird die erleuchteten Papiertüten so lange tragen, wie die kleinen LED-Knopfzellen ihren Dienst nicht versagen.

Anliegen all derer, die sich zur Kulturnacht um Lichtinstallationen in der Stadt kümmern, ist es, Dinge danach auch dauerhaft ins rechte Licht zu rücken, die sonst eher weniger wahrgenommen würden, erklärt Werner Küsel von den Grevesmühlener Stadtwerken. Nutznießer aus dem Vorjahr ist die Skulptur „Rufer“, die, vor ihrer Erleuchtung bedeutend weniger beachtet, seitlich des Marktplatzes ihr Dasein fristete.

Wenn auch Disco-Kugeln in der Wismarschen Straße, die Bäume den Kirchberg hinunter und das Kirchgemeindehaus ihren Lichterglanz nach der Kulturnacht wieder verloren haben, es geht weiter. Überlegt wird zum Beispiel, ob die an den Giebel des Grevesmühlener Rathauses projizierten und sich bewegenden Krähen, die mancher auch für Möwen gehalten haben soll, dort öfter unterwegs sein könnten.

„Denkbar wäre, dort ebenfalls Texte aufzuspielen“, sinniert Werner Küsel. Der 62-Jährige würde sich freuen, wenn Firmen oder Privatleute so etwas mitfinanzieren würden.

Ob es auch am Licht lag, dass es so viele Menschen nicht nur zu den kulturellen Angeboten zog (OZ berichtete), sondern auch in die bis gegen 22 Uhr geöffneten Geschäfte, sei dahingestellt. Für Andreas Schön (55), den Vorsitzenden des Gewerbevereins, ist es „gut gelaufen, es war viel Betrieb in der Stadt. Es wurde nicht nur geguckt, sondern auch gekauft“. Das bestätigt auch Dirk Zachey, „Uhren Schmuck Goldschmiede“. Der 34-Jährige schildert: „In diesem Jahr kamen mehr Leute als je zuvor. Wir haben unsere Kunden vorher auch immer wieder eingeladen. Wer in der Woche wenig Zeit hatte, kam extra Freitagabend.“

Und nach 22 Uhr? Kultur-Nachtschicht! „Ab 23 Uhr war es rappelvoll im Vereinshaus-Saal. Top! Das hat Spaß gemacht“, betont Maik Gutow, der während des von Grevesmühlener Unternehmern zum Klönen und Tanzen organisierten Treffens zum Ausklang für die Musik sorgte. Der Erfolg der City-Nachtschicht im Mai hatte alle weitermachen lassen und so soll es auch die wieder geben im nächsten Wonnemonat nach der City-Nacht und eine nächste Kultur-Nachtschicht. „Zu den jetzigen Bedingungen und ohne weitere kulturelle Höhepunkte hält sich der Aufwand in Grenzen“, erklärt Maik Gutow. Und: Gestern wurde der Getränkeverkauf abgerechnet. Der Gewinn wird wieder für einen guten Zweck gespendet. Der Nutznießer steht noch nicht fest.

Cornelia Roxin

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