Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Vom Klützer Gold zum Ort der Kunst
Mecklenburg Grevesmühlen Vom Klützer Gold zum Ort der Kunst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 31.08.2018
Klütz

Die Kunsthandwerker und anderen Gewerbetreibenden der Alten Molkerei in Klütz blicken in die Vergangenheit des Gebäudes, in dem sie arbeiten. Die Molkerei ist einer der Orte im Landkreis, die sich am 9. September beim „Tag des offenen Denkmals“ der Öffentlichkeit präsentieren.

Laden am 9. September zum „Tag des offenen Denkmals“ in die Alte Molkerei nach Klütz ein: Nadine Kornfeld, Viola Peters und Cindy Kruske (oben, v. l.) sowie Kerstin Piehl, Marianne Lohrmann, Martina Peters, Catrin Freuschle und Stephan Peters (vorn, v. l.). Quelle: Foto: Dirk Hoffmann

Nicht zuletzt sind es die Erfahrungen von vor vier Jahren, die Akteure wie Catrin Freuschle von der Produzentengalerie oder Martina Peters vom „Spinnrad“ zu einer Teilnahme am Denkmaltag bewogen haben. Damals wurde das 125-jährige Bestehen der Klützer Molkerei gefeiert. Viele Besucher kamen, das Interesse war riesengroß. Und bei so manchem von ihnen war es einfach die Neugier. Einige hatten als Kind die Milch hier hergebracht und wollten nun wissen, was aus dem Gebäude geworden ist. Sogar an ein herzliches Wiedersehen von Menschen, die sich ein halbes Jahrhundert nicht sahen und sich hier zufällig trafen, kann sich Ursula Bolz gut erinnern. Die heute 69-Jährige hatte von 1970 bis 1990 die Molkerei geleitet, beim Jubiläum wusste sie davon noch einiges zu berichten.

„Wir waren damals 30 Leute, davon 27 Frauen und drei Männer“, blickt Bolz zurück. Sie findet es schön, dass das Gebäude noch steht und im Gegensatz zu anderen Molkereien wieder belebt ist. Wie schon vor vier Jahren, wird Ursula Bolz sicher auch am 9. September wieder viele Fragen beantworten müssen. Sie wird um 11 Uhr die erste Führung leiten und vor allem auf die Historie der Molkerei eingehen.

Damals, als hier zum Beispiel noch der in der ganzen DDR bekannte Käse „Klützer Gold“ produziert wurde.

Wie sich hingegen heute die Klützer Molkerei darstellt und wie die Zukunft aussehen könnte, darauf wird die Boltenhagener Architektin Cindy Kruske in der Führung um 14 Uhr eingehen. So ist unter anderem angedacht, dass die Molkerei einmal von allen Seiten Eingänge bekommt und sich noch offener als bislang den Besuchern präsentiert. Dazu wird sie auch Pläne mitbringen.

Spannend ist immer der Vergleich, wie es früher einmal war und wie es heute aussieht. Eine Gegenüberstellung dessen erleben die Besucher am Denkmaltag in der Ausstellung „Perspektiven im Vergleich“.

Dabei werden alte Fotos genau dort in der Molkerei postiert, wo sie einmal aufgenommen wurden.

Bewundert werden können darüber hinaus auch einige Exponate aus lange zurückliegenden Zeiten. Neben Etiketten und vielem mehr gehört dazu zum Beispiel ein Originalstempel der damaligen Molkereigenossenschaft.

Darüber hinaus erfahren die Besucher in historischen Kurzfilmen etwas über die Arbeit der Milch- und Molkereibetriebe in der DDR. Gezeigt werden sie von 16 bis 18 Uhr.

Auf Anregung des Klützer Bürgermeisters Guntram Jung läuft dann zum Abschluss der Denkmaltages um 20 Uhr auch noch der 1942 im Klützer Winkel gedrehte Film „Der Majoratsherr“. Der Eintritt beträgt hier neun Euro.

Geöffnet hat die Alte Molkerei in Klütz am „Tag des offenen Denkmals“ ab 11 Uhr. Mit Kaffee und Kuchen ist dabei auch an die Versorgung der Besucher gedacht, wenn sie sich die Zeit nehmen, um sich das Gebäude anzusehen. Und wer die von Viola Peters kreierte Molkerei-Torte aus Käse, Sahne und einem Kuhkopf probieren möchte, der sollte den Anschnitt um 15.30 Uhr nicht verpassen.

Alte Molkerei Klütz

Von 1889 stammt die Alte Molkerei in Klütz, die längst zu einem Kunst- und Kulturhaus geworden ist. Mehr als 60 Aussteller präsentieren in den Galerien „Kein Käse“ von Georg Heilmann, dem „Spinnrad“ von Martina Peters und der Produzentengalerie von Catrin Freuschle ihre Waren. Im „Café Miluh“ gibt es Kaffee, Kuchen und Bio-Eis, in der „Klützer Destille“

Säfte, Liköre und Obstbrände.

Dirk Hoffmann

Wenn Maximilian Welzer Fiona Koliwer heiratet, Julian Brand als Stadtpräsident um Ruhe unter den Stadtvertretern bittet und Luis Hasler als Bürgermeister auf einem ...

31.08.2018

Havarie löst Großeinsatz von Rettungskräften aus ganz Nordwestmecklenburg aus / Betrieb verspricht Aufklärung

31.08.2018

Auch Paul Wiktor von der Insel Poel ist erfolgreich und gewinnt das Auftaktspringen

31.08.2018
Anzeige