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Von Plüschow nach Montreux: Verleger reist in die Schweiz

Grevesmühlen Von Plüschow nach Montreux: Verleger reist in die Schweiz

Ulf-Peter Schwarz vom Nordwest-Verlag stellt Tierbilder international aus

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Ulf-Peter Schwarz vom Nordwest Media Verlag in Grevesmühlen präsentiert die Neuerscheinungen dieses Frühlings.

Quelle: Foto: Annett Meinke

Grevesmühlen. Ulf-Peter Schwarz aus Plüschow, der in Grevesmühlen seinen Nordwest-Verlag betreibt, hat jede Menge Talente, Berufe und Interessen. Er ist nicht nur Autor und Verleger, kann hervorragend malen und zeichnen, er ist Jäger und beschäftigt sich mit Philosophie. Die Tierbilder, die der Plüschower malt, kommen inzwischen so gut an, dass Schwarz jetzt vom Internationalen Rat zum Schutz und der Erhaltung wildlebender Tiere (CIC) zu seiner diesjährigen Generalversammlung nach Montreux in die Schweiz eingeladen wurde. Dort wird der Nordwestmecklenburger seine Bilder auf Einladung der Schweizer Delegation präsentieren. Im Internet war man auf Schwarz und seine Tierbilder aufmerksam geworden.

„Am 24. April starte ich Richtung Montreux“, erzählt er voller Vorfreude. 1100 Kilometer im Auto hat er vor sich, die er ganz alleine fahren wird. „Ich plane ungefähr eine Fahrtzeit von neun bis zehn Stunden, mit Pausen natürlich“, sagt Schwarz. Am 25. April wird er seine Bilder im Fünf-Sterne-Hotel „Montreux-Palace“ – wo die Generalversammlung des CIC stattfindet – aufhängen, am 26. reisen die Delegierten an, bis zum 27. bleibt Schwarz selbst.

Er freut sich auf diese Reise – denn auch wenn er das Regionale liebt und mit Leib und Seele in Nordwestmecklenburg verwurzelt ist – „ab und an“, sagt er, „muss man auch über den Tellerrand hinausschauen.“ Das schweizerische Montreux ist unter anderem für das legendäre Jazzfestival bekannt, dass dort jährlich, inzwischen im Juli, stattfindet – eines der renommiertesten und größten Jazzfestivals in Europa, gegründet im Jahr 1967.

Der legendäre Titel „Smoke on the water“ der britischen Rockband „Deep Purple“ ist während eines Studioaufenthalts der Band im Dezember 1971 in Montreux entstanden. Am Abend des 4. Dezember 1971 brach im Casino Montreux, während eines Konzertes von Frank Zappa und der Band „The Mother of Invention“ – ein Brand aus. Die Rauchschwaden, die sich über dem Genfersee ausbreiteten, inspirierten „Deep Purple“ zu dem Song. Auch der damalige Festivalleiter Claude Nobs, eine inzwischen verstorbene Legende, wird als „Funky Claude“ in dem Titel erwähnt.

Doch Ulf-Peter Schwarz freut sich nicht nur auf seinen Besuch im legendären schweizerischen Montreux – für ihn geht es von da aus nicht wieder sofort zurück ins heimische Nordwestmecklenburg – sondern erst einmal noch weiter. „Ich fahre im Anschluss noch einmal 500 Kilometer bis nach Salzburg“, erzählt er, „um dort an dem ,Forum Jagdkultur’ auf der Burg Hohenwerfen teilzunehmen. Dort treffen sich Jagdphilosophen und Jagd-Literaten, für mich ein Arbeitsurlaub, der meine verschiedenen Interessen und Tätigkeiten miteinander vereint“, so Schwarz.

Nach diesem ausgiebigen „in die Welt schweifen“, wird der Grevesmühlener Verleger dann – vermutlich angefüllt mit neuen Inspirationen und Anregungen – ins heimische Nordwestmecklenburg zurückkehren.

Was auch nötig ist, denn es gibt einige neue Projekte im Verlag, um die Schwarz sich höchstpersönlich kümmern muss. Vor ein paar Wochen zum Beispiel ist ein Buch mit dem Titel „Der Schlüpfertyp – Die Weidmannssprache als Quiz“ erschienen. Schwarz ist sowohl Verleger als auch Autor und Illustrator dieses Buches. Die Idee etwas über Begriffe aus der Jägersprache zu machen, kam ihm dabei nicht von ungefähr. Der Jagdverband, zu dem Schwarz gehört, veranstaltet regelmäßig Feste für zum Beispiel die Jagdverpächter. „Dafür habe ich mir schon oft Quizfragen zu Begriffen aus der Jägersprache überlegt“, erzählt er. „Irgendwann dachte ich, das könnte doch witzig sein, ein Buch mit diesen Begriffen als eine Art Quizvorlage zu gestalten.“Tatsächlich geht es in dem Buch nicht nur um seltsame Begriffe, sondern immer auch um das Raten – in geselliger Runde oder auch allein. Pro Begriff gibt es drei mögliche Antworten – genau wie man es zum Beispiel aus den Quizshows im Fernsehen kennt.

Einige der drei möglichen Antworten klingen bisweilen auch skurril, außerdem können sie einen leicht in die Irre führen. Wer partout nicht darauf kommt, was denn ein „Schlüpfertyp“ sein soll – oder ein „Geschleif“ oder ein „Aalstrich“ zum Beispiel – und sich auch für keine der drei möglichen Antworten entscheiden mag, kann die Lösungsschablone zur Hilfe nehmen. „Auch im Umschlag des Buches sind die Auflösungen zu den einzelnen Fragen noch einmal aufgeführt“, erklärt Ulf-Peter Schwarz.

Eine weitere Neuerscheinung des NWM-Verlages in diesem Frühling ist der Herstellung interessanter Jagdmesser gewidmet. Wunderschöne Aufnahmen von Arbeiten des Messerkünstlers Kilian Kreutz werden in dem edel gestalteten Fotoband „Scharfe Messerkunst – Mit dem Amboss per Du“ gezeigt. Autor dieses Buches ist Heribert Saal. Und alle aus Grevesmühlen und Umgebung, die sich vielleicht noch an ihre Schulzeit an der Grevesmühlener Oberschule in den Jahren von 1947 - 1956 erinnern – oder von Eltern und Großeltern davon gehört haben sollten – können gemeinsam mit dem Damshagener Wolfgang Dittrich auf Streife durch seine Erlebnisse in diesen Jahren gehen. „Weiße Kreide – rote Fahnen - Schuljahre in Grevesmühlen 1947 - 1956“ gehört ebenfalls zu den Neuerscheinungen des NWM-Verlages in diesem Frühling.

NWM-Verlag, Am Lustgarten 1, Grevesmühlen, http://www.nwm-verlag.de

Weidmännisch gefragt: Wer ist der Schlüpfertyp?

Wählen Sie unter den drei Antworten:

1. Eine Klassifizierung von Fuchs und Dachs, sie schlüpfen in den Bau

2. Eine Klassifizierung von Reh- und Sikawild, sie schlüpfen ins Unterholz

3. Eine Klassifizierung für Federwild, ihre Jungen schlüpfen aus dem Ei

Oder: Zwei bis vier Wochen alte Frischlinge nennt man?

1. Muggeln

2. Frösche

3. Möpse

Oder: Was ist ein Aalstrich?

1. Bezeichnet das Hintereinandergehen von Jägern

2. Ist ein sehr schmaler Pirschweg im Wald, meist im Stangenholz

3. dunkler Streifen auf dem Rücken von Hirscharten oder bei einigen Hunderassen

Richtig in Reihenfolge: 2. Antwort, 2. Antwort, 3. Antwort

Annett Meinke

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