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Von Wärmestrategien der Tiere und Affen in heißen Quellen

Wismar Von Wärmestrategien der Tiere und Affen in heißen Quellen

Rund 250 kleine Studenten erlebten anschauliche Kinder-Uni-Vorlesung

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Nach der Vorlesung: Wissbegierige Mädchen und Jungen suchen im Waschbärenfell, das die Dozentin mitgebracht hat, nach den kurzen Wollhaaren und den langen Grannenhaaren.

Quelle: Foto: Haike Werfel

Wismar. Das war eine Vorlesung nach dem Geschmack der Kinder-Uni-Studenten! Gemeinsam mit der Dozentin erarbeiteten sich die rund 250 Mädchen und Jungen gestern Erkenntnisse darüber, warum Tiere keine Kleidung benötigen. Von Anfang an bezog Dr. Martha-Daniela Queren die Acht- bis Zwölfjährigen mit ein. Sie sollten in unvollständigen Bildern ihrer Präsentation Tiere erkennen. Fast alle Arme schnellten in die Höhe, jeder wollte die Antwort geben.

Was Affe, Polarfuchs, Seehund, Waschbär und der Mensch gemeinsam haben, wussten ebenfalls viele Kinder: Sie sind Säugetiere und gehören zu den Wirbeltierklassen. Auch die übrigen vier konnte eine kleine Expertin benennen: Fische, Lurche, Reptilien und Vögel. Da staunte die Dozentin nicht schlecht.

Warum aber der Mensch Kleidung benötigt und sich die anderen Säugetiere an eine kalte Umgebung anpassen können, erläuterte die 37-jährige Pädagogin anhand von Wärmestrategien. Nummer 1: Tiere haben ein Fell. Kurze Wollhaare auf der Haut bilden die Isolationsschicht, lange Grannenhaare darüber schützen vor Nässe und Sand. Das erklärte die Dozentin an einem mitgebrachten Waschbärenfell. Zudem hatte sie ein Experiment vorbereitet, das die Wärmeisolation veranschaulichte. Eifrige Helfer für den Versuch fand sie natürlich unter den jungen Zuhörern.

Wärmestrategie Nummer 2: Tiere schützen sich vor Kälte mit Hilfe ihrer Fettschicht. Die kann zwischen drei und 70 Zentimeter dick sein. Strategie Nummer 3 ist der Winterschlaf, in den zum Beispiel der Igel verfällt oder die Winterruhe, die ein Eichhörnchen hält. Schließlich berichtete die Dozentin von der Gruppenwärme als Strategie Nummer 4. Fledermäuse oder auch Wildschweine würden sich in der Gruppe aneinander kuscheln, um sich zu wärmen.

Auch von einer Kuriosität erfuhren die Kinder: Der japanische Schneeaffe wärmt sich im Winter in heißen Quellen auf. Mehrere Stunden täglich sitzt er im 40 Grad warmen Wasser.

Zu guter Letzt fragte die Dozentin: Und warum gibt es dann Kleidung für Hunde? Auch darauf bekam sie Antworten von den Kindern. Das Fell ist nicht dick genug, weil’s der Hundefriseur abrasiert hat und weil der Mensch Hunde überzüchtet, sodass sie nackt sind.

Haike Werfel

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