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Grevesmühlen Vorbehalte abbauen und Möglichkeiten ausloten
Mecklenburg Grevesmühlen Vorbehalte abbauen und Möglichkeiten ausloten
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07:28 22.07.2016
Tobias Böse liebt es Netzwerke zu schaffen, Menschen miteinander zu verbinden. In seinem neuen Job als Willkommenslotse der Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar kann er das ausgiebig tun. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen/Wismar

Tobias Böse weiß, dass Handwerksfirmen, genauso wie Hotel- und Gastronomieunternehmen im Landkreis händeringend Auszubildende, Fachpersonal und Saisonkräfte suchen. Er weiß auch, dass die Flüchtlinge, die nach Nordwestmecklenburg kommen, diese Lücke nicht schließen werden. Dennoch ist er zuversichtlich, dass sich unter den Neuankömmlingen einige befinden, „die eine Weile in der Region bleiben und arbeiten wollen, in den Sprachkursen Deutsch sprechen gelernt haben – und vielleicht sogar noch an einer Ausbildung interessiert sind.“

Seit Anfang Juni arbeitet Böse als Willkommenslotse für die Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert 150 Lotsen-Stellen deutschlandweit. 30 Prozent von Tobias Böses Stelle finanziert die Kreishandwerkerschaft.

Der Willkommenslotse spricht kleinere und mittlere Unternehmen in Nordwestmecklenburg an und lotet mit ihnen die Möglichkeiten aus, Flüchtlinge zu beschäftigen. Auch bestehende Vorbehalte können offen besprochen werden. „Es gibt bereits Firmen in der Region, die gute Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben. Sie sind zum Informationsaustausch mit anderen Unternehmen bereit. Das ist besonders hilfreich“, erzählt der 38-Jährige.

Hilfreich für einen guten Kontakt zu den Firmen ist auch, dass Tobias Böse selbst gelernter Zimmermann ist. Außerdem war er als Soldat im Kosovo und in Afghanistan stationiert. Er kennt also andere Kulturkreise und die Konfliktpotentiale, die sie bergen können, aus eigener Erfahrung. Zudem weist Böse Erfahrung im Bereich Integration auf.

Antje Lange, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft in Wismar, erklärt: „Wir haben Jemanden für diese Position gesucht, der kommunikativ ist, vorhandene Netzwerke zu nutzen versteht und in der Lage ist, mit anderen Institutionen und Partnern eigene Netzwerke aufzubauen.“

Annett Meinke

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