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Wählergemeinschaft LUL tritt erstmals in einer Gemeinde an

Lüdersdorf Wählergemeinschaft LUL tritt erstmals in einer Gemeinde an

Hoffnung auf Sprung vom Landkreis in eine Kommune: In Lüdersdorf schickt die Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“ Bewerber ins Rennen.

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Hier und da können wir das Zünglein an der Waage sein.“Uwe Harder, Wählergemeinschaft LUL

Lüdersdorf. Seit zwei Jahrzehnten arbeitet sie in der Landkreispolitik, nun hofft sie den Sprung in eine Gemeindevertretung zu schaffen: Die Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“ (LUL) tritt am Sonntag zum ersten Mal nicht nur zur Wahl des Kreistags von Nordwestmecklenburg an, sondern ebenso zur Wahl der Gemeindevertretung von Lüdersdorf. Aus Sicht der Mitglieder ist das ein erster Schritt, dem weitere in anderen Kommunen folgen. „Es soll zukunftsorientiert sein“, sagt Gertraud Marth, Kreistagsmitglied und stellvertretende Vorsitzende der Wählergemeinschaft, die ortsnaher werden wolle.

„Die Probleme auf Kreisebene und in der Kommune sind oft dieselben“, sagt Uwe Harder. Der 47-jährige Agraringenieur aus Lüdersdorf ist in seiner Heimatgemeinde auf Platz eins der Liste der Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“ zu finden. Vor fünf Jahren wurde er als Kandidat der Freien Wählergemeinschaft Lüdersdorf in die Gemeindevertretung gewählt.

Mittlerweile ist Uwe Harder zweiter stellvertretender Bürgermeister und Mitglied im Bauausschuss. Auf Platz zwei der LUL-Liste: die Rentnerin Lisa Lüwer aus Wahrsow. Auf Platz drei: der Angestellte Matthias Aurich aus Palingen. Auf Platz vier: die Lehrerin Andrea Vahldiek, die ebenfalls in Palingen wohnt. Eine Mehrheit in der Lüdersdorfer Gemeindevertretung mit ihren 17 Sitzen kann die Wählergemeinschaft am Sonntag in keinem Fall erreichen. Uwe Harder sagt jedoch: „Hier und da können wir das Zünglein an der Waage sein.“

Diese Rolle könnte die Wählergemeinschaft LUL nach dem 25. Mai im Kreistag verstärken — ein entsprechendes Wahlergebnis vorausgesetzt. Ein Ziel, das sie nach Auskunft von Gertraud Marth anstrebt: „wieder selbst Fraktionsstärke erreichen.“ Bis 2009 hatte die Wählergemeinschaft mit sieben Abgeordneten mehr als genug Kreistagsmitglieder, um eine eigene Fraktion bilden zu können.

Derzeit hat sie jedoch nur zwei Abgeordnete — und damit halb so viele wie nötig. Am Sonntag tritt die Wählergemeinschaft LUL mit 31 Kandidaten an.

„Wir wollen auch eine gerechtere Verteilung der Mittel zwischen Kreis und Kommunen“, sagt Rainer Berger, Bürgermeister der Gemeinde Groß Siemz, die wie alle kleinen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern besonders unter der Finanzpolitik der Schweriner Landesregierung leidet. Die Wählergemeinschaft LUL sagt nach eigenem Bekunden ebenso „Nein“ zu Zwangsfusionen wie zu Zwangsverwaltungen und einer steigenden Kreisumlage. Sie fordert das Recht auf uneingeschränkte kommunale Selbstverwaltung, den Erhaltung der Dorferneuerung und des ländlichen Wegebaus.

Eine Forderung, die sie in der Gemeinde Lüdersdorf erhebt: Erhalt der fünf Ortswehren „mit entsprechender Ausrüstung“. Das Ehrenamt solle gestärkt werden. Auch wolle sich die Wählergemeinschaft LUL dafür einsetzen, das die Umlage, die ans Amt Schönberger Land zu zahlen ist, nicht erhöht wird.

Um die Gunst der 4144 Wahlberechtigten in der Gemeinde Lüdersdorf bewerben sich am Sonntag auch Einwohner auf Listen der CDU, der SPD, der Partei „Die Linke“ und der Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“ (BFL). Für den Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters in der wachsenden Kommune im Speckgürtel von Lübeck kandieren, wie berichtet, Amtsinhaber Erhard Huzel für die CDU und Herausforderin Petra Zacharias für die SPD.

 



Jürgen Lenz

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