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Wahlkampf vor 55 Jahren

Wismar Wahlkampf vor 55 Jahren

Historische Wahlplakate, Fotoausstellung und Buchpräsentation morgen im Wismarer Stadtarchiv.

Wismar. Der nächste historische Abend im Wismarer Stadtarchiv hat es in sich — drei inhaltliche Themengebiete an einem Abend — am 4. September. Dann wird um 19 Uhr die nächste „Archivalie des Monats“ nach der Sommerpause vorgestellt. Die bringen aus heutiger Sicht zum Schmunzeln. Im Magazin des Archivs wurden historische Wahlplakate von der Volkskammerwahl im November 1958 ausgegraben.

„Wir wollen natürlich auch dazu beitragen, dass viele Menschen jetzt zur Bundestagswahl gehen“, so Stadtarchivar Dr. Nils Jörn. „Wie Wahlmotivation funktioniert, zeigen die Plakate von 1958!“ Darauf stehen so wunderbare Sprüche wie „Ob jung, ob alt, ob blond ob kahl, wer helle ist, geht früh zur Wahl!“ Oder „Früh morgens, wenn die Hähne kräh'n, ist's gute Zeit zur Wahl zur gehen!“ „Keine Ernte ohne Saat, deine Stimme unserm Staat!“ Die Plakate — nur eine kleine Auswahl wird gezeigt, wird sicherlich für einige Lacher aus der heutigen Sicht sorgen.

Aber am 4. September präsentieren Archiv und Förderverein noch weitere „Bonbons“. Als Abendvortrag stellen einige der Mitautoren den frisch erschienenen 7. Band der Reihe „Biografisches Lexikon für Mecklenburg“ vor. Herausgeber Andreas Röpcke, pensionierter Leiter des Landeshauptarchives in Schwerin, wird in die Reihe einführen. „Die Bücher erscheinen seit 1995, mehrere 100 Mecklenburger aus allen Epochen und Berufen sind dort vereint“, so Nils Jörn. Dabei setzen die Historiker und Autoren sich kritisch mit den Biografien auseinander. So stehen bekannte Forscher oder manch ein hoch dotierter Herzog neben bekannten Namen aus der NS-Zeit oder der DDR-Vergangenheit.

Beispielshaft werden einige der Persönlichkeiten aus dem neuen Band vorgestellt — natürlich die mit regionalem Bezug. Autor Gerd Giese, der pensionierte Wismarer Stadtarchivar, wird den bekannten Wismarer Pastor und Schulpatron Robert Lansemann vorstellen, Museumschefin Béatrice Busjan den Künstler Arthur Eulert und Dr. Nils Jörn stellt den Tribunalspräsidenten Johann Graf von Lilllienstedt vor.

Einen visuellen Hochgenuss nach den Vorträgen bietet die neue Ausstellung, die im Anschluss eröffnet wird. Detlef Witt aus Greifswald zeigt „Gesichter des Barock“. Er hat die Kirchenausstattung in Mecklenburg und Vorpommern inventarisiert und fotografiert. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Ausstellung des Kunsthistorikers von der Universität Greifswald, der auch als freiberuflicher Fotograf arbeitet.

• Mehr Infos im Internet unter:

www.archivverein-wismar.de

 

Nicole Hollatz

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