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Grevesmühlen Wald macht Schule
Mecklenburg Grevesmühlen Wald macht Schule
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07:06 21.04.2017
Kinder aus dem Schönberger „Kinderhaus am Oberteich“ besuchen regelmäßig die Waldschule des Forstamtes Grevesmühlen in Gostorf. Vor Ostern waren sie wieder einmal da. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
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Gostorf

Woran es liegen mag, dass sich die Menschen wieder mehr für den Wald interessieren, darüber kann Peter Rabe, Leiter des Forstamtes Grevesmühlen, nur spekulieren. „Vielleicht ist es die tägliche Datenflut, mit der wir konfrontiert sind, all die Hektik und Schnelligkeit, mit der wir durch den Alltag rennen“, sagt er. Und meint, dass der Wald mit seinen natürlichen Zyklen von Werden und Vergehen vielleicht das beste Gegenmodell dazu darstellt.

Besonders offen erleben der Forstamtsleiter und seine Mitarbeiter Kinder und Jugendliche. „Sie sind oft eher bereit als Erwachsene, ihre Umwelt mit allen Sinnen aufzunehmen.“, sagt Rabe.

Die Waldschule des Forstamtes in Gostorf leistet seit 2004 einen wichtigen Beitrag zur „neuen Waldpädagogik“, wie Peter Rabe das Schulungsprojekt nennt. Viele Kinderbetreuungseinrichtungen im Landkreis schauen regelmäßig vorbei - unter anderem die Kita- und Hortkinder des Schönberger „Kinderhauses am Oberteich“. Hortleiterin Elke Nitz freut sich, „dass unser Konzept, den Kindern die Natur näherzubringen, so gut aufgeht. Jedes Mal, wenn die Kinder aus der Waldschule kommen, sind sie richtig begeistert und vergessen für einen Moment ihre Computerspiele.“

Auch die Grevesmühlener Kita „Die jungen Weltentdecker“ besucht regelmäßig den Wald ganz in der Nähe ihrer Einrichtung und die Waldschule in Gostorf. Dabei zeigt sich, erzählt Kita-Leiterin Alexandra Loy, dass die Kinder nicht nur an der Lebenswelt Wald interessiert sind, sondern sich zum Beispiel auch ganz bewusst darüber sind, dass Tiere gejagt werden. Auf die Frage der Kita-Leiterin an die Kinder - die unbedingt das Kühlhaus auf dem Forsthof ansehen wollen - ob sie denn mit dem, was da drin ist, klarkämen, meinte ein kleiner Junge: „Ja, glaubst du denn, die Broiler wachsen auf den Bäumen?“

Das Forstamt kann aus Kapazitätsgründen nicht alle Anfragen von Kindereinrichtungen im Landkreis für einen Besuch in der Waldschule positiv beantworten. Fortsamtsleiter Rabe wünscht sich daher, dass Erzieher, die mit ihren Kindern bereits die Waldschule besucht haben, „als Multiplikator wirken, und das in ihrer Kita fortführen, was sie hier demonstriert bekommen.“ Das tun bereits immer mehr Kindereinrichtungen in Nordwestmecklenburg.

Annett Meinke

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