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Warnow Warnower Allee vor Durchbruch?

Zweckverband und Landkreis haben sich geeinigt – Planfeststellungsverfahren dauert dennoch

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Frühestens 2018 können die Bauarbeiten in Warnow beginnen – erst dann, wenn das Planfeststellungsverfahren rechtsgültig ist.

Quelle: Foto: Michael Prochnow

Warnow. Die Sanierung der Warnower Ortsdurchfahrt wird zwar definitiv nicht mehr in diesem Jahr beginnen – aber sie rückt in greifbare Nähe. Das seit Jahren umstrittene Projekt, bei dem das Kopfsteinpflaster ersetzt werden soll und ein Großteil der Alleebäume weichen müssen, ist zwar nach wie vor in der Planungsphase. Aber ein Baubeginn im kommenden Jahr gilt als wahrscheinlich.

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Zweckverband und Landkreis haben sich geeinigt – Planfeststellungsverfahren dauert dennoch

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Eine Bürgerinitiative in Warnow hatte im vergangenen Jahr ein Umweltgutachten und damit ein Planfeststellungsverfahren durchgesetzt. Letzteres hätte bereits seit Januar laufen sollen. Noch auf der vergangenen Gemeindevertretersitzung am Mitwoch hatte Bürgermeister Lothar Kacprzyk den Gemeindevertretern und interessierten Bürgern allerdings verkünden müssen, „dass es Uneinigkeiten zwischen dem Landkreis und dem Grevesmühlener Zweckverband über einen in die Straße zu verbauenden Regenwasserkanal gibt“. Dabei ging es zum einen um die Baukosten, die im Bereich Entwässerung im Straßenbau ziemlich kostenaufwendig sind, zum anderen aber auch um die Bewirtschaftung nach Fertigstellung.

Kacprzyk befürchtet, dass sich die Eröffnung des Planfeststellungsverfahren aufgrund der Uneinigkeiten zwischen Zweckverband und Landkreis noch auf unbestimmte Zeit hinziehen wird. „Losgehen kann es damit erst, wenn alle Details geklärt sind“, hieß es noch am Mittwoch. Inzwischen aber ist eine überraschende Wende eingetreten – zumindest das Regenwasser-Kanal-Detail ist geklärt. Ende der Woche hat sich der Zweckverband nach langer Debatte mit dem Landkreis geeinigt. „Wir werden den Regenwasserkanal bauen“, erklärte Eckhard Bomball, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes auf Nachfrage.

„Wir nehmen eine nicht unerhebliche Menge Geld in die Hand und werden dort investieren. Das haben wir dem Landkreis bereits mitgeteilt.“

Wie Christian Drechsler, Büroleiter des Büros der Landrätin Kerstin Weiss (SPD) daraufhin auf Anfrage mitteilte, seien „die beantragten Fördergelder für das Straßenneubauprojekt in der Gemeinde Warnow vom Land ohnehin erst für die Jahr 2018 und 2019 eingeplant gewesen. Ein Baubeginn im Jahr 2017 war nie vorgesehen.“ Zur letztendlichen Dauer des Planfeststellungsverfahrens wollte der Landkreis noch keine abschließende Prognose abgeben. „Die Dauer des Verfahrens kann zum heutigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden, da diese auch durch eventuelle Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss verzögert werden kann.“

Erst nach Vorliegen eines rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlusses kann der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Warnow also tatsächlich beginnen. Ob das dann im Jahr 2018, erst im Jahr 2019 oder vielleicht doch noch später sein wird, wird sich zeigen müssen.

Doch nicht nur die Ortsdurchfahrt beschäftigt die Warnower, auch ein anderes langwieriges Projekt, das einfach nicht in seine Umsetzungsphase kommt. Dabei handelt es sich um einen Bebauungsplan der Gemeinde, der erstmalig bereits im Jahr 1993 in Kraft trat. „Der B-Plan wurde in 2006 verändert. Von diesem Zeitpunkt an sah er 27 Grundstücke für Eigenheime vor mit einer Größe von 700 bis 1000 Quadratmetern. Doch es passiert einfach nichts“, erklärt Bürgermeister Kacprzyk. Grund für die Stagnation, so der Warnower Bürgermeister weiter, ist, „dass der Investor, der seit 2006 mit von der Partie ist, einfach nicht loslegt.“ Nach nunmehr elf Jahren seit der letzten B-Plan-Änderung will die Gemeinde nun aber, dass endlich etwas passiert. „Wir haben Anfragen von jungen Leuten, die dringend daran interessiert sind, in unserer Gemeinde zu bauen, schon seit längerem“, sagt Kacprzyk.

Deshalb haben die Gemeindevertreter beschlossen, einen erneuten Änderungsantrag zum bestehenden B-Plan auf den Weg zu bringen. „Aus den zurzeit geplanten Grundstücken sollen nur noch 18 werden.

Der Investor soll einen Teil seiner Grundstücke verlieren, dafür wird im B-Plan der Anteil an Land, das sich in Gemeindeeigentum befindet, erhöht“, erklärt Kacprzyk das Warnower Vorhaben.

Annett Meinke und Michael Prochnow

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