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Wendezeit und Schlacht bei Gadebusch

Gadebusch Wendezeit und Schlacht bei Gadebusch

Landkreis kündigt Fachtagung an und präsentiert neue „Einblicke“

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Rudolf Pieper — erster Gadebuscher Bürgermeister nach der Wende — mit einer einer „Wende-Publikation“.

Quelle: Fotos: Annett Meinke

Gadebusch. Zwei historische Ereignisse waren der Anlass eines Besuchs von Kerstin Weiss (SPD), Landrätin Nordwestmecklenburgs, in der Gadebuscher Museumsanlage. Zunächst ging es um die Ankündigung einer Fachtagung, die sich am 6. September im Gymnasium Schönberg mit der Deutung der friedlichen Revolution im Jahr 1989 auseinandersetzen wird. Klaus J. Ramisch, Sachgebietsleiter Kultur des Landkreises sagte: „Es soll nicht allein darum gehen, sich zu erinnern. Interessant ist der Blick von heute aus auf vergangene Ereignisse.“ Die Tagung ist öffentlich und wird um 9.30 Uhr beginnen. Sie wird auch von der Landeszentrale für Poltische Bildung MV mit Sitz in Schwerin unterstützt. Zu Wort werden unter anderem Zeitzeugen kommen, Aktivisten der Bürgerbewegungen, wie das „Neue Forum“ und die „Runden Tische“, Teilnehmer der Montagsdemonstrationen. Es kann und soll über die damalige Zeit und den Blick von heute auf die Ereignisse von 1989 diskutiert werden .

Einen Blick in die etwas weiter zurückliegende Vergangenheit gestattet der 17. Band, der vom Landkreis Nordwestmecklenburg herausgegebenen Reihe „Einblicke“, der sich mit der Schlacht bei Gadebusch im Jahr 1712 beschäftigt. Das schmale Buch wurde am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und ist mit einer Auflage von 1800 Stück erschienen. Erhältlich sind die 17.

„Einblicke“ in einigen regionalen Buchhandlungen, unter anderem in Schönberg und Wismar, ebenso in der Museumsanlage und beim Kulturhistorischen Verein 1712 in Gadebusch, wie auch im callidus-Verlag Wismar.

Neben einer von der Media Mare GmbH in Wismar hergestellten filmischen Dokumentation — die unter anderem Aufnahmen der vom Kulturhistorischen Verein 1712 nachgestellten Schwedenschlacht bei Gadebusch enthält — finden sich in der Publikation Beiträge verschiedener renommierter Redner, die sich im Herbst 2012 zu einer internationalen Tagung zum Thema der großen Schlacht in Gadebusch eingefunden hatten.

Dr. Reno Stutz, Historiker und Leiter dieser Tagung sagte: „Ich freue mich, dass diese Publikation nun endlich erschienen ist. Es sind viele Wunden auf dem Weg dahin geschlagen worden, die jetzt endlich heilen können.“ Damit bezog sich der Historiker nicht auf die Verletzungen der Soldaten auf dem Schlachtfeld von 1712. Ebenso wenig gemeint, waren die regional betroffenen Menschen der damaligen Zeit. Historische Überlieferungen belegen, wie sehr die einheimische Bevölkerung unter dem Kampf um den Ostseeraum in jener Zeit gelitten hat. Dr. Reno Stutz erwähnte damit den andauernden Prozess der Entstehung der vorliegenen Publikation. Zwischen der Internationalen Konferenz zur „Schwedenschlacht“ und dem Erscheinen der 17. „Einblicke“ liegen zwei Jahre. Wie bei vielen engagierten Projekten war es hin und wieder zu Diskussionen zwischen hauptamtlich und ehrenamtlich Agierenden gekommen.

Frank Rohmann, Vorsitzender des Kulturhistorischen Vereins 1712 aus Gadebusch, nutzte die Gelegenheit, um noch einmal auf die langen ehrenamtlichen Verdienste seines Vereines hinzuweisen. Bereits seit 17 Jahren machen sich Rohmann und seine Mitstreiter um die touristische Aufbereitung des bei schwedischen und dänischen Touristen besonders beliebten Themas verdient.

 



Annett Meinke

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