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Grevesmühlen Wenn Mama ein Baby im Bauch hat
Mecklenburg Grevesmühlen Wenn Mama ein Baby im Bauch hat
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00:37 19.04.2018
Hebamme Theresa Appelt zeigt Lilli (6, l.) und Ina (6), wie das mit dem Wickeln funktioniert. Quelle: Fotos: Nicole Hollatz

„Mama hat ein Baby im Bauch! Das ist ein Mädchen, aber ich hab’ einen Jungen“, plapperte Theo ganz aufgeregt und zeigt auf seine Puppe im Arm. Die brauchte dringend eine frische Windel – Hebamme Theresa Appelt zeigte dem Dreijährigen, wie das mit der Windel und den Klettverschlüssen funktioniert.

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Ungewohnte Situationen für „große“ Schwester und Brüder

Theo, Sarah (7), Lilli (6) und Ina (6) haben eins gemeinsam – ihre Mütter sind hochschwanger. Und sie werden bald große Schwester oder großer Bruder sein. Das entsprechende „Diplom“ haben sie gerade bei der Geschwisterschule im Sana Hanse-Klinikum bekommen und waren stolz wie Bolle. „Eine schöne Aktion“, erzählt Mama Jana Sellmann (33) aus Bobitz.

Hebamme Ulrike Zielenkiewitz lädt mit ihrem Team alle paar Wochen zu diesem ungewöhnlichen Nachmittag ein. Erzählt erst die Geschichte von Paul und Ida, die auch ein Geschwisterchen bekommen sollen.

„Ein Hund wäre mir lieber“, zitiert die Hebamme den Paul und lässt Kinder wie Mütter lachen. Und der Paul wundert sich sowieso, dass die Mama mit ihrem dicken Bauch nicht umfällt beim Laufen. Und dass sie so müde ist. Und dass das Baby immer schreit, obwohl er selbst doch ruhig sein muss!

Es geht um die Gedanken der Kinder – was passiert da in Mamas Bauch? Wie verändert sich das Leben, wenn ein Baby einzieht? „Wovon wird das Baby in Mamas Bauch denn satt“, fragt sie die Kinder. „Durch die Nabelschnur. Die hängt am Bauchnabel. Und in Mamas Bauch ist ein Luftballon“, weiß Lilli. „Und wenn das Baby auf der Welt ist, müsst ihr dann gleich eure Süßigkeiten mit ihm teilen?“, fragt Ulrike Zielenkiewitz. Entsetzt geschüttelte Köpfe. „Das Baby trinkt Milch“, weiß Lilly, die sich schon darauf freut, mit ihrem Bruder Fußball zu spielen.

Das dauert noch. Erst mal muss er das Licht der Welt erblicken. Damit die Kinder wissen, wo ihre Mütter sind, wenn es so weit ist, durften sie die modernen, neu gestalteten Kreißsäle des Klinikums erobern. „Theo kennt Babys, aber mal schauen, wie er reagiert, wenn seine Schwester da ist“, kommentierte Alexandra Loy (29) aus Wismar. Der Höhepunkt: Die Kinder durften ein echtes, nicht einmal 24 Stunden altes Baby ansehen und der Mama Fragen stellen. „Ihr könnt eurem Geschwisterchen immer was Schönes erzählen oder etwas vorsingen. Das kennt ja eure Stimme schon längst“, gibt Ulrike Zielenkiewitz Tipps. Für die Kinder sei es wichtig, dass sie in dieser Situation ernst genommen werden. „Gerade wenn die Mütter für ein paar Tage ins Krankenhaus zur Entbindung gehen, wissen die Kinder dann, wo sie sind.“ Und dass alles gut ist.

Infos zu aktuellen Standards

Die nächste Geschwisterschule findet am 25. April um 16 Uhr statt – Kosten entstehen keine. Am 23. Mai um 17 Uhr sind angehende Großeltern eingeladen, sich über die aktuellen Standards in der Säuglingspflege zu informieren. Eine gute Möglichkeit, um Konflikten zwischen Großeltern und Eltern („Das haben wir früher aber ganz anders gemacht!“) vorzubeugen und Großeltern im Umgang mit den kleinen Enkelkindern zu stärken.

Nicole Hollatz

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