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Wettbewerb: Acht Kurzfilme drehen sich um Nosferatu

Wismar Wettbewerb: Acht Kurzfilme drehen sich um Nosferatu

Am 8. Juni werden alle Beiträge gezeigt. Die Hansestadt soll als Drehort des Filmklassikers bekannter werden.

Wismar. Ein großes Transparent kündet seit einigen Tagen vor dem Filmbüro in der Wismarer Bürgermeister-Haupt-Straße 51-53 davon, dass Nosferatu wieder in Aktion treten wird. Darauf streckt Max Schreck, der die legendäre Vampir-Gestalt in dem Filmklassiker von 1922 verkörperte, seine Krallen wieder nach der Hansestadt aus, die seinerzeit einige Drehorte lieferte.

Um genau diesen Zusammenhang geht es beim Nosferatu-Kurzfilmfestival am 8. Juni, zu dem das Filmbüro ab 18 Uhr einlädt. Auf der Leinwand des Kinosaals werden alle acht Kurzfilme gezeigt, die im Rahmen des Kurzfilmwettbewerbs entstanden sind.

Zu diesem hatte das Filmbüro aufgerufen, um das Andenken an den Filmklassiker aufrechtzuerhalten — nicht nur mit Gedenktafeln, sondern mithilfe des Mediums selbst. Die Teilnehmer waren aufgerufen, einen modernen Kurzfilm von höchstens fünf Minuten zu drehen, der sich mit dem Film „Nosferatu — Eine Symphonie des Grauens“ und dessen Drehorten in Wismar befasst.

„,Nosferatu‘ ist ja ein absoluter Meilenstein der Filmgeschichte. Filmstudenten lernen das meist im ersten Semester an der Hochschule“, erklärt Sabine Matthiesen, Geschäftsführerin des Filmbüros.

„Nur dass der Film hier gedreht worden ist, das wissen nur wenige, und das wird auch nicht genug vermittelt. Dabei ist Wismar einzigartig, denn die Drehorte sind ja alle erhalten geblieben. Es gibt sie vor Ort, in Wismar. Das wird durch unsere Aktivitäten sicherlich noch viel bekannter und wird auf die Dauer sehr nützlich sein.“

Der Kurzfilmwettbewerb war eine Premiere. „Beim ersten Mal muss man die Erwartungen eher flach halten, da muss sich so eine Idee erst durchsetzen, in den Kreisen bekannt werden“, sagt sie. Das sei bundesweit geschehen, was dazu beigetragen habe, die Verbindung von „Nosferatu“ mit Wismar bekannter zu machen.

Letztendlich kamen aber alle Beiträge des Wettbewerbs aus Mecklenburg-Vorpommern. „Alle sind hervorragend“, lobt die Filmexpertin und verweist auf „Klasse statt Masse. Die Vielfalt und die Zahl der Angebote, die die doch überschaubare Menge an Kreativen erreichen, ist sehr groß. Wir befinden uns im Reigen mit anderen Wettbewerben, die teilweise höhere Preisgelder ausrufen und den Machern noch mehr bieten, als wir bieten können“. Filme zu machen, bedeute viel Arbeit. „Eine gute Idee zu finden, ist der leichteste Teil. Aber den Film zu machen — das ist eine Hürde, die nimmt dann nicht mehr jeder.“

Immerhin warten in Wismar auf den Erstplatzierten 500 Euro. Und das Hotel-Wochenende für zwei Personen mit komplettem Stadtprogramm oder auch der Rundflug über Wismar für die Ränge zwei und drei können sich sehen lassen. Wer in diese Genüsse kommen wird, bestimmt eine Jury, der auch Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) angehört. Er wird die Gewinner am 8. Juni nach den Vorführungen bekannt geben und auch die Preise überreichen. Die weiteren Jurymitglieder sind Michael Schmidt, Chef vom Dienst beim NDR-Nordmagazin, sowie Axel Behrens von der Kurzfilmagentur Hamburg.

Außerdem winkt ein — noch geheimer — Publikumspreis, über den durch Zuschauerabstimmung am Festivaltag entschieden wird. Die drei besten Filme werden im Rahmen des Open-Air-Kinos im Sommer jeweils freitags als Vorfilm zu den Langfilmen gezeigt.

Einlass ab 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Preisverleihung ist eine Grillparty im Garten des Filmbüros geplant.

 

Ulrike Oehlers

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