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Grevesmühlen Willkommen im Kreis der Handwerksgesellen
Mecklenburg Grevesmühlen Willkommen im Kreis der Handwerksgesellen
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00:00 08.09.2018
Grevesmühlen

Erst hatte Marie-Josephine Makowe weibliche Gesellschaft in der Berufsschulklasse, doch die brach ihre Ausbildung zur Zimmerin ab. Fortan war Marie-Josephine allein unter Männern – und biss sich durch, absolvierte ihre Prüfung im Sommer in einer 40 Grad Celsius heißen Halle, erinnert sie sich. Für ihre Mühen in der dreijährigen Ausbildung in der Zimmerei und Holzbau René Fenske GmbH in Metelsdorf wurde sie gestern belohnt – mit ihrem Gesellenbrief. Aber nicht nur irgendeinem. Die 22-Jährige war die beste ihres Jahrgangs und schloss mit dem Prädikat „sehr gut“ ab.

37 Azubis freigesprochen / Marie-Josephine Makowe beste Absolventin

Mit ihr wurden gestern im Kreistagssaal in der Malzfabrik Grevesmühlen 36 weitere Auszubildende in den Kreis der Handwerksgesellen aufgenommen. 44 Lehrlinge gingen im Sommer in die Prüfung. Sieben fielen durch, davon vier Wiederholer. 15 Tischler, zwei Bäcker, ein Maler und Lackierer, fünf Friseure, vier Ausbaufacharbeiter mit der Fachrichtung Zimmerer, ein Kfz-Mechatroniker, zwei Zimmerer, fünf Maurer, ein Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und ein Raumausstatter erhielten gestern ihre Gesellenbriefe. Einer von ihnen hörte die Freisprechungsformel sogar schon zum zweiten Mal: Peer Eßbach. Vorzeitig beendete der 48-Jährige die Ausbildung zum KfZ-Mechatroniker bei der Car Center Wismar GmbH – mit „gut“. Vor einigen Jahren erlernte er schon den Beruf des Elektromechanikers. Nun orientiert er sich in Richtung Selbstständigkeit, hat seinen Meister bereits begonnen. Und somit geht er den Weg, den sich Kreishandwerksmeister Eckart Gauer für so manchen Gesellen wünscht. „Lebenslanges Lernen und Weiterbildung ist ein Muss. Erkennen Sie, eventuell Versäumtes nachzuholen und trauen Sie sich ein Studium zu. Viele Betriebsinhaber suchen Nachfolger.“

Auch Peter Günther, Präsident der Handwerkskammer Schwerin, sprang auf den Zug auf. „Etwa 5000 Betriebe im Land brauchen in den nächsten Jahren einen Nachfolger.“ Im Gegensatz zu anderen Berufen werde das Handwerk nicht von der fortschreitenden Digitalisierung bedroht. „Das Handwerk braucht Menschen.“ Autos und Heizungen zum Beispiel ließen sich nur durch sie reparieren, während in vielen anderen Berufen bereits Maschinen den Job übernehmen.

Ein Lobgesang auf die Damenwelt ließ Antje Lange, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar, los. „Ich bin stolz auf die jungen Frauen, die Handwerksberufe erlernt haben und ich würde mich freuen, wenn diese Beispiele Schule machen.“ Werbung für den Beruf wird auf jeden Fall auch Marie-Josephine Makowe machen. Blut leckte die 22-Jährige in einem Freiwilligen Sozialen Jahr. In Klein Warin schnupperte sie in den Beruf hinein. „Das hat mich inspiriert“, sagt sie. Nun wird sie Nordwestmecklenburg aber erst einmal für ein Studium verlassen. In Stuttgart wälzt die angehende Bauingenieurin ab Montag die Bücher. „Mein Ausbildungsbetrieb hätte mich gern behalten“, gibt sie zu.

Das ist nicht immer der Fall. Diesbezüglich Glück hat Henrik Koch aus Grevesmühlen. Bei der Greve Innenausbau GmbH erlernte der 20-Jährige den Beruf des Tischlers. „Schon als Kind wusste ich: Du machst einen Beruf mit Holz.“ Und so sollte es sein. Berufskollegin Jasmin Tralau geht jetzt nach erfolgreicher Prüfung noch einen anderen beruflichen Weg. „Jetzt möchte ich Abwechslung haben und in den Verkauf gehen“, sagt die 20-Jährige aus Grevesmühlen.

Jana Franke

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