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Ein langer Weg zur Brückenregion

Passee Ein langer Weg zur Brückenregion

Die Gebiete Salzhaff und Sternberger Seenplatte sollen als Tourismusschwerpunkte verbunden werden

Passee. Das Gelände ist groß. 36 Hektar sind eingezäunt. Zudem gibt es fünf bis sechs Hektar an Erweiterungsflächen. Daneben stehen ein ehemaliger Schweinestall, eine ehemalige Scheune, ein ehemaliges Hotel. Überhaupt ist dort alles „ehemalig“, auch der Haustierpark Tüzen in der Gemeinde Passee. Für Bürgermeister Adolf Wittek (ptl.) ist das brach liegendes Kapital — der letzte Betreiber, ein ehemals gemeinnütziges Sozialunternehmen aus Rostock, verließ Tierpark und Gemeinde 2008 im Streit und nahm alle Tiere mit.

 

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Frank Junge (SPD)

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Die Fläche aufgeben, auf der sich auch der 118 Meter hohe Lünenberg erhebt, kommt für Adolf Wittek nicht in Frage. Seit einem Jahr arbeitet er am Plan, die Tourismusschwerpunkte Salzhaff und Sternberger Seenplatte durch eine Brückenregion zu verbinden. Und da läge Passee samt seinem Ortsteil Tüzen mittendrin.

Um so einen Plan umsetzen zu können, braucht es Mitstreiter und Sympathisanten. Im Bundestagsabgeordneten Frank Junge (SPD) hat Adolf Wittek einen neuen gefunden. „Das hier ist ein Rohdiamant mit viel Potenzial“, sagte Frank Junge beim Besuch des ehemaligen Haustierparks. Es ging den beiden sowie den Gemeindevertretern, die fast vollzählig gekommen waren, auch um die Suche nach möglichen Geldquellen. Einen Antrag beim Landesförderinstitut hat die Gemeinde bereits gestellt. Das will vor der Entscheidung aber eine Machbarkeitsstudie sehen. Die wiederum kostet Geld, was die Gemeinde im Haushalt bereits eingeplant hat. „Der Auftrag für die Studie soll in den nächsten 14 Tagen rausgehen“, so Wittek.

Frank Junge riet: „Die Regionen wirtschaften zu sehr für sich selbst. Der Weg muss sein, mehr zusammen zu machen.“ Das hätte auch zur Folge, dass sie von den Gemeinden über die Ämter und Landkreise stärkeren Druck auf die Landesregierung und letztlich auch die Bundesregierung ausüben könnten. Derzeit sehe er leider keine Möglichkeit, das Projekt in Passee durch den Bund fördern zu lassen. „Aber ich kann Ihnen helfen, wenn es darum geht, Kontakte herzustellen, und in meinem Rahmen als Fürsprecher auftreten“, sicherte das Bundestagsmitglied zu.

Frank Junge will schon bald wieder nach Passee kommen, aber als Privatmann. Der Grund sind die Moorfrösche. In der Laichzeit färben sich die Männchen leuchtend Blau. „Das muss ich unbedingt einmal mit eigenen Augen sehen“, sagte Frank Junge. Doch auch für das Projekt „Brückenregion“ will er in einigen Wochen wiederkommen.

Von sk

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