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Eine halbe Fußgängerzone

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Die Wismarsche Straße in Grevesmühlen soll umgestaltet und attraktiver werden

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Der tägliche Zustand in der Wismarschen Straße: Zu wenig Platz für Fußgänger, Radfahrer und die Autos.

Quelle: Fotos: Mark Wegner, Maik Freitag

Grevesmühlen In diesem Jahr wurde eine Arbeitsgemeinschaft in Grevesmühlen eingerichtet, die sich mit dem möglichen Umbau der Wismarschen Straße beschäftigt. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie man die Einkaufsstraße attraktiver gestalten kann. Die OZ hat mit Bauamtsleiter Lars Prahler über den aktuellen Stand der Ideenfindung gesprochen.

OZ-Bild

Die Wismarsche Straße in Grevesmühlen soll umgestaltet und attraktiver werden

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Die Arbeitsgemeinschaft Wismarsche Straße wurde 2016 gegründet. Wie oft hat sie getagt?

Lars Prahler: Mittlerweile drei Mal zwischen März und Mai.

Wer gehört alles zu dieser Arbeitsgemeinschaft?

Prahler: Der Seniorenbeirat, der Behindertenverband, Vertreter des Einzelhandels und der Stadt, des Umwelt- und des Bauausschusses. Alle Gruppen, die Interesse haben und die es betrifft. Mit Ausnahme der Behörden des Landkreises. Von dort kam aus Zeitgründen eine Absage zur ständigen Teilnahme.

Gibt es bereits Ergebnisse?

Prahler: Wir sind schon sehr weit mit unseren Vorstellungen.

Eine vielfach geäußerte Idee ist, aus der Wismarschen Straße eine Fußgängerzone zu machen. Aufgrund des Widerstands der Einzelhändler ist diese Idee verworfen worden. Wie sieht der Kompromiss inzwischen aus?

Prahler: Natürlich wurde das Thema auch in der AG sehr kontrovers diskutiert, inzwischen haben wir einen gemeinsamen Nenner gefunden. Es muss im ersten Schritt darum gehen, dass die Straße fußgänger- und radfahrerfreundlicher wird. Ob am Ende eine Fußgängerzone dabei herauskommt, entscheiden letztlich die Stadtvertreter.

Wie war der Ablauf der Treffen in der Arbeitsgruppe?

Prahler: Wir haben das erste Treffen genutzt, um alle Ideen zu sammeln, dann gab es eine Begehung, während der wir alle Möglichkeiten ausgelotet haben. Und erst dann haben wir uns ein Ingenieurbüro gesucht.

Wie soll der Entwurf aussehen?

Prahler: Es muss eine Lösung sein, die finanziell auch tragbar ist. Die sieht im Moment so aus, dass die Parktaschen auf der nördlichen Seite der Wismarschen Straße geschleift werden sollen.

Der Gehweg wird erweitert. Das hat den Vorteil, dass man dort Verweilzonen einrichten kann mit Parkbänken et cetera.

Das führt auch dazu, dass die Geschäftsleute, die den Platz vor ihrem Geschäft nutzen, deutlich bessere Möglichkeiten haben. Es wird auch Platz für Lieferfahrzeuge geben.

Was passiert mit den Linden?

Prahler: Das ist noch nicht abschließend geklärt. Tatsache ist, dass das Grün in die Wismarsche Straße gehört. Die Linden, so wie sie jetzt gewachsen sind, stellen allerdings ein großes Problem dar. Wir sind uns noch nicht schlüssig, ob wir dem Landkreis einen Vorschlag unterbreiten, die Bäume zu ersetzen oder nur punktuell tätig werden.

Wann wird der Entwurf des Ingenieurbüros fertig sein?

Prahler: Wir haben erst einmal ein Vermessungsbüro beauftragt, da wir aktuelle Daten benötigen. Das allein wird bis September dauern.

Bedeutet das, dass die Wismarsche Straße nicht vermessen ist?

Prahler: Doch, aber seit der Sanierung in den 1990er Jahren ist eine Menge passiert, das muss alles eingepflegt werden, damit der Planer eine Basis hat.

Was passiert mit den zahlreichen Kreuzungen zu den vielen Nebenstraßen?

Prahler: Wir wollen in diesen Bereichen mit abgesenktem Betonpflaster arbeiten, sodass jeder Fußgänger – mit welchem Schuhwerk auch immer – problemlos über die Wismarsche Straße gelangt. Das ist die beste Lösung, weil damit auch für den Autofahrer klar wird, dass er acht zu geben hat.

Wird der mögliche Umbau der Wismarschen Straße bereits in den Haushalt der Stadt für 2017 eingearbeitet?

Prahler: Wir müssen das mit den zuständigen Behörden wie der Denkmalpflege und der Naturschutzbehörde absprechen. Mein Ziel ist es, dass wir bis Jahresende eine Kostenschätzung haben und im Haushalt 2017 eine entsprechende Investition einstellen. Damit können wir uns auch um Fördermittel bemühen.

Kann man über die Größenordnung schon etwas sagen?

Prahler: Nein. Konkret nicht, erst wenn der Planer gerechnet hat.

Das Verkehrskonzept für Grevesmühlen

Im Jahr 2007 wurde das Verkehrskonzept für Grevesmühlen erstmals öffentlich präsentiert, im Februar 2008 endete die Abstimmung in der Stadtvertretung nach heftiger Debatte um die Änderung der Verkehrsführung mit 10:9 Stimmen für eine Umstellung.

Im Dezember 2008 erfolgte sie schließlich. Unter anderem wurde die Kleine Seestraße zur Einfahrt in die Innenstadt umgekehrt, die August-Bebel-Straße wurde ebenfalls in die andere Richtung befahren. Zwischen Befürwortern und Gegnern der neuen Straßenführung entbrannte heftiger Streit. Nach einem Jahr schließlich wurde die Verkehrsführung wieder auf den alten Stand gebracht. Diese Änderung war allerdings nur einer von vier Punkten des Konzeptes, weitere sind beispielsweise Radwegeplanung und Stadtbus.

Interview von Michael Prochnow

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