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Ferienanlage Weiße Wiek in Boltenhagen verkauft

Ferienanlage Weiße Wiek in Boltenhagen verkauft

Düsseldorfer Immobilienentwickler hat den Komplex erworben und plant Bau weiterer Ferienwohnungen / Überraschter Bürgermeister weist auf unwirksamen B-Plan hin

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Ab dem 1. Januar 2017 gehört die Ferienanlage Weiße Wiek in Boltenhagen der „12.18. Investment Management GmbH“.

Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Boltenhagen Der Immobilienentwickler „12.18. Investment Management“ aus Düsseldorf hat die Ferienanlage Weiße Wiek im Ostseebad Boltenhagen gekauft und plant dort den Bau weiterer Ferienwohnungen. Der Kauf ist am Mittwoch von den geschäftsführenden Gesellschaftern Kai Richter und Jörg Lindner auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real bekannt gegeben worden. Verkäufer ist die Familie Krumme aus Hamburg. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart, teilt Maria Franken, Sprecherin von „12.18.“, mit.

Ab dem 1. Januar 2017 geht die Immobilie in den operativen und wirtschaftlichen Betrieb des neuen Eigentümers über. „Mecklenburg-Vorpommern ist eine der schönsten und zugleich beliebtesten Ferienregionen Deutschlands, daher freuen wir uns, das Ferienresort Weiße Wiek künftig noch attraktiver für Urlauber zu machen“, erklärt Kai Richter. Ein Haus an der Ostsee zu haben, passe wunderbar in das Portfolio von „12.18.“.

Für die Düsseldorfer Firma ist die Weiße Wiek nach eigenen Angaben das vierte Großprojekt in Mecklenburg-Vorpommern, das gemeinsam mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin realisiert werde.

Die anderen sind die Anlage „Hotels und Sportresort Fleesensee“, die Residenz Fleesensee sowie die „Maremüritz Yachthafenresort & Spa“ in Waren.

Die Weiße Wiek auf einer Halbinsel am Ortsrand von Boltenhagen wurde 2008 eröffnet und besteht aus zwei Hotels mit zusammen 382 Zimmern und einem Yachthafen mit 350 Liegeplätzen. Die Anlage ist insgesamt rund 118000 Quadratmeter groß. Auf einer 60000 Quadratmeter großen Freifläche auf dem Gelände will „12.18.“ nun weitere Ferienwohnungen errichten. „Es gibt einige Grundstücke, die wir bebauen wollen“, bestätigt Maria Franken.

Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) ist vom Verkauf und den Plänen sehr überrascht. „Die Nachricht wundert mich sehr“, sagt er. Denn die Ideen des neuen Eigentümers weitere Ferienwohnungen zu bauen, seien laut Schmiedeberg gar nicht umsetzbar. „Der Bebauungsplan ist im Jahr 2010 durch das Oberverwaltungsgericht für unwirksam erklärt worden. Es können also keine weiteren Ferienwohnungen entstehen. Ich bin gespannt“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Aktuell herrsche für die Ferienanlage nur ein Bestandsschutz. In den zurückliegenden Jahren haben naturschutzrechtliche Probleme das Aufstellen eines neuen Bebauungsplanes verhindert. „Auch eine Umnutzung ist nicht möglich, weil die Genehmigung der Anlage als Hotel erteilt worden ist“, so Schmiedeberg.

Der Düsseldorfer Firma sind die Schwierigkeiten mit dem Bebauungsplan bekannt. „Das hat uns aber nicht abgeschreckt. Wir werden entsprechende Gespräche mit den zuständigen Behörden führen“, meint Maria Franken. Die bereits im Resort beschäftigten Mitarbeiter werden alle übernommen. „Mit dem Bau neuer Ferienapartments werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen“, so Jörg Lindner. Das Touristikunternehmen „Tui“ soll die Anlage auch weiterhin betreiben. Der aktuelle Vertrag läuft noch bis 2023 mit Option auf Verlängerung.

Ferienanlage wurde 2008 eröffnet

60000 Quadratmeter beträgt die Freifläche auf dem Gelände der Weißen Wiek im Ostseebad Boltenhagen, auf der der Immobilienentwickler „12.18. Investment Management“ aus Düsseldorf zusätzliche Ferienwohnungen entstehen lassen will. Die Gesamtfläche der Ferienanlage ist 118000 Quadratmeter groß.

2008 wurde die Anlage auf der Halbinsel Tarnewitz am östlichen Boltenhagener Ortsrand eröffnet.

382 Zimmer und Appartements stehen den Gästen im „Iberotel“ bzw. im „Dorfhotel“ insgesamt zur Verfügung. Hinzu kommen 350 Liegeplätze im Fünf-Sterne-Yachthafen.

Daniel Heidmann

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