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Genting sorgt für Entwicklungsschub in Wismar

Wismar Genting sorgt für Entwicklungsschub in Wismar

Arbeitsgruppe in Stadtverwaltung begleitet Prozesse / WWG und Kreishandwerkerschaft sehen Herausforderung bei Fachkräftegewinn und Chance für Zulieferer

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Der Beruf des Schiffbauers hat in Wismar wieder eine Zukunft. In absehbarer Zeit sollen hier Kreuzliner gebaut werden.

Quelle: Bernd Wüstneck

Wismar. Genting macht Wismar zum Hauptsitz des Werftenverbundes im Land. Der Konzern will hier riesige Kreuzliner bauen, dafür das Ingenieurpersonal aus Bremerhaven holen und um die 3000 Arbeitsplätze schaffen. Diese Nachrichten lassen Politik und Wirtschaft in der Hansestadt jubeln.

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„Das ist eine super Sache, absolut stark. Endlich werden wieder Schiffe in Wismar gebaut!“, erklärt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hocherfreut über diese Entwicklung bei der Werft. „Kaum zu glauben beim Rückblick auf die letzten Jahre. Sie wird der Stadt insgesamt einen Schub geben.“ Im Rathaus wurde bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, um die Entwicklung zu begleiten, berichtet der Verwaltungschef. Acht bis zehn Mitarbeiter befassen sich mit strategischer Planung, Wirtschaftsförderung oder Liegenschaftsangelegenheiten, Baugenehmigungen. „Unsere Gesprächspartner von Genting lassen keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihrer Vorhaben. Sie drücken mächtig auf die Tube“, sagt Beyer. Zum Beispiel sollen die Ingenieure aus Bremerhaven Unterkünfte in Werftnähe erhalten.

Der Bürgermeister ist froh über diesen Entwicklungsschub in einer Zeit, in der sich auch die Stadt gut entwickelt. Er verweist auf den Bevölkerungszuwachs, darauf, dass neue Kitas gebaut werden und die Schulen voll sind. „Zu Gentings Entscheidung für Wismar passt auch, dass die Erweiterung der Fahrrinne in der Wismarbucht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Insofern wird die Entwicklung von Genting sicher in die weitere Fahrrinnen-Planung einfließen.“

Für Dr. Wieland Kirchner, Vorsitzender der Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft, sichert Genting mit der Entscheidung für Wismar als Hauptstandort des MV-Werftenverbundes das wirtschaftliche Wachstum der Stadt auf Jahre hinweg. Der WWG-Chef sieht aber auch die „große Aufgabe, die benötigten Fachkräfte zu gewinnen“, und hofft, dass viele kleinere Unternehmen der Region als Zulieferer für die Werft profitieren werden. „Wir erwarten sehr positive Auswirkungen auf die Entwicklung in allen Lebensbereichen unserer Stadt und sind sicher, dass Wismar dadurch sehr stark an Anziehungskraft gewinnt“, sagt Kirchner.

„Wo sollen die Tausenden Leute herkommen?“, fragt Antje Lange, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. Sehr viel Arbeitskräftepotenzial ist in den letzten Jahren verloren gegangen. „Handwerker können zwar immer da gut leben, wo es eine starke Industrie gibt, aber als Zulieferer für den Schiffbau bedarf es Spezialkenntnisse.“ Werft, Kommune, Landkreis und Handwerkerschaft sollten gemeinsam beraten, wie das Arbeitskräfteproblem zu lösen ist. „Wir müssen die Werftentwicklung als Chance sehen“, sagt Antje Lange.

„Natürlich begrüßen wir, dass die Werft diese positive Entwicklung nimmt. Das ist gut für die Stadt“, sagt Svenja Preuss vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Allerdings kann sie es nicht befürworten, dass jetzt vielleicht noch ein Hotel entstehen soll. „Wir haben in Wismar eine Jahresauslastung von knapp über 40 Prozent. Die Hotels sind zwar in der Hauptsaison gut ausgelastet, aber sie waren in diesem Jahr noch keinen Tag ausgebucht. Es kommen eben vor allem Tagestouristen nach Wismar“, begründet die Dehoga-Kreisvorsitzende ihre Ablehnung. Und die genannte Bilanz sei ohne das Wonnemar-Hotel, das geplante Amedia in zwei Speichern im Hafen und das „Lotsenhus“.

Haike Werfel

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