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Grevesmühlens Unternehmer ziehen an einem Strang

Grevesmühlens Unternehmer ziehen an einem Strang

Beim Unternehmerfrühstück im Vereinshaus ging es um Inklusion, Gehaltsumwandlungen und neue Geschäftsbeziehungen

Grevesmühlen. Netzwerke bilden, sich austauschen und weiterbilden — dazu dient das Unternehmerfrühstück. Gestern trafen sich etwa 60 Vertreter der regionalen Wirtschaft in Grevesmühlen. „Eine Firma stellt sich immer vor. Danach geht es um aktuelle Themen, wie beispielsweise den Fachkräftemangel oder Praktika für Flüchtlinge“, sagte Regina Hacker , Sprecherin der Stadt. Als Gastgeber stellte sich das Deutsche Rote Kreuz vor. Eingeladen hatten die Wirtschaftsförderung der Stadt und der Unternehmerverband des Landkreises.

 

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York Dyckerhoff

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Susanne Egly

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Bei der ersten Zusammenkunft des Jahres standen die Themen Inklusion und sogenannte Gehaltsumwandlungen auf dem Programm. „Als Firma muss man seine Mitarbeiter motivieren und mit diesen Maßnahmen kann man dafür sorgen, dass am Ende mehr vom Brutto übrig bleibt“, sagte Referent Dieter Koep vom Steuerbüro „Collega“. Von Zuschüssen für den Urlaub und Gesundheitsförderung bis zur finanziellen Unterstützung bei der Kinderbetreuung gebe es viele Möglichkeiten, so Koep. Statt einen Bonus zu zahlen, könnte das Gehalt in andere Leistungen umgewandelt werden. „Für den Arbeitgeber ist das, bezogen auf die Steuern, meist kostenneutral“, erklärte der Experte. Am Ende könnte das ebenfalls ein Anreiz für nötige Fachkräfte sein.

„Bei uns bekommen die Mitarbeiter schon Gutscheine und über die Unterstützung bei den Krippenkosten denken wir nach“, sagte Susanne Egly von der Firma Getriebeinstandsetzung Egly.

Ingenieur Martin Klein sprach über Inklusion: „Es ist ein gesellschaftliches Thema, dem wir uns annehmen müssen.“ Bereits kleine Veränderungen am Arbeitsplatz könnten eine große Wirkung erzielen. „Sie können in der Produktion messen wie laut es ist oder ob das Licht zum Arbeiten ausreicht“, schlug der Referent vor. Ziel sei es, Barrieren abzubauen. Wenn Deutsch eine solche Barriere ist, könnten Schilder in mehreren Sprachen aufgehängt werden. „Auch Telefone mit besonders großen Ziffern können hilfreich sein“, erläuterte Klein.

Und die Vorträge kommen gut an: „Sie ermöglichen einen Blick über den Tellerrand und sind immer branchenübergreifend“, sagte Wilfried Bartz . Auch beim Thema Inklusion habe der Bauingenieur neue Denkanstöße erhalten.

Auch Kooperationen und neue Geschäftsbeziehungen finden ihren Anfang beim Unternehmerfrühstück — es funktioniert in wie eine Partnervermittlung. York Dyckerhoff , Geschäftsführer der Cara Royal Garnelenfarm, schätzt das Netzwerk. „Ich bin auf der Suche nach einem Maler gewesen und habe hier einen geeigneten Betrieb gefunden.“ Zudem hätten die Unternehmer bei den Treffen endlich die Zeit, sich zu unterhalten. „Selbst ein Gespräch mit dem Bürgermeister oder der Landrätin ist möglich“, zählt Dyckerhoff die positiven Effekte auf.

Maik Schaumann konnte seinerseits neue Betriebe für ein Projekt begeistern. Der 43-Jährige arbeitet für das BilSE Institut Bildung und Forschung in Wismar. Er versucht Jugendlichen eine Arbeit zu vermitteln. „Sie kommen oft aus schwierigen Verhältnissen und haben keinen Schulabschluss“, erklärte er. In Susanne Egly hat er einen möglichen Förderer gefunden. Sie wolle einem der jungen Männer eine Arbeit in der Getriebetechnik-Firma anbieten.

Von Manuela Wilk

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