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Gutshaus in Wendorf wird abgerissen

Wismar Gutshaus in Wendorf wird abgerissen

Lange war unklar, was aus dem Gutshaus in der Wendorfer Erwin-Fischer-Straße wird.

Wismar. Lange war unklar, was aus dem Gutshaus in der Wendorfer Erwin-Fischer-Straße wird. Abriss oder Neubau? Spätestens seit gestern steht fest: Das um 1900 errichtete Gutshaus wird mit Zustimmung der Stadt und des Landesamtes für Denkmalpflege abgerissen. Viele Jahre stand das Gebäude leer, Wasser drang ein, die Bausubstanz nahm erheblichen Schaden. Schweres Gerät rückte gestern an, in den nächsten Tagen steht kein Stein mehr auf dem anderen. Zum letzten Mal waren gestern Rolf Klewe und seine Tochter Kirsten Junge von der Klewe-Junge-Projektentwicklungsgesellschaft mbH Wismar und Bauleiter Marco Engel im Gutshaus. An gleicher Stelle soll bis Jahresende ein Haus mit sechs altengerechten Eigentumswohnungen entstehen. Im Keller ist Platz für Sauna, Fahrräder und zum Wäschetrocknen. Rings um das Gutshaus sind die Arbeiten am Wohnpark zügig vorangeschritten. Der städtebauliche Missstand, der hier über 30 Jahre mit verfallenen Stallanlagen, Nebengebäuden und wucherndem Gestrüpp herrschte, ist verschwunden. Die Erschließung ist abgeschlossen, der Unterbau für die Straßen fertig. Über drei Einfamilienhäusern schwebte Ende letzten Jahres schon die Richtkrone. „Wenn es das Wetter zulässt, beginnen in den nächsten Tagen die Arbeiten für zwei weitere Häuser, sodass wir das Wohngebiet sukzessive entwickeln“, so Bauunternehmer Rolf Klewe. Seine Gesellschaft hatte 2013 das Gelände gekauft und den begonnenen Bebauungsplan mit jetzt noch 28 Baugrundstücken zu Ende geführt.

Als Ausgleich für die Bebauung des Wohnparks werden zwei kleine Teiche renaturiert. Einer befindet sich im Wendorfer Wäldchen, der andere am Rand des Wohngebietes mit zwei Feldsteinhaufen als Sonderbiotop für kleine Reptilien. Beide Teiche sind durch eine unterirdische Leitung miteinander verbunden. Das Wasser fließt in die Ostsee. Entlang der Erwin-Fischer- Straße wurden bereits Pappeln gefällt und durch einheimische Laubbäume ersetzt. Der große Bolzplatz gegenüber dem Wohnpark wird neu gestaltet: Eine Hälfte ist zum Bolzen, die andere wird ein Spielplatz.

Außerdem werden die Investoren die Erwin-Fischer-Straße entlang ihres Baugebiets sanieren. Diese rund 245 Meter lange Holperpiste aus Natursteinpflaster wird asphaltiert und erhält einen Geh- und Radweg. Um den Durchgangsverkehr zur Bruno-Tesch-Straße zu unterbinden, soll die Erwin-Fischer-Straße in Höhe des Wohnparks als Sackgasse enden. Wendemöglichkeiten werden geschaffen.

 



OZ

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