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Händler wehren sich gegen Fußgängerzone

Grevesmühlen Händler wehren sich gegen Fußgängerzone

Ein halber Boulevard in Grevesmühlen: Ladenbesitzer streiten / Gegenstand sind Ideen der AG Wismarsche Straße

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Die Wismarsche Straße in Grevesmühlen.

Quelle: Mark Wegner

Grevesmühlen. Flaniermeile Wismarsche Straße: Das ist der Traum der Arbeitsgemeinschaft Wismarsche Straße für die ehemalige Kreisstadt. Um dies zu ermöglichen, könnten die Parktaschen der nördlichen Seite entfernt und der Gehweg erweitert werden. Diese Idee soll jetzt ein Planungsbüro in einen Entwurf einfließen lassen. Die Meinungen zu dieser Lösungsvarianten gehen sehr weit auseinander, wie eine Umfrage unter den Händlern jetzt ergab.

 

OZ-Bild

Wenn das Projekt durch- geführt wird, wäre das das Aus für meinen Laden.“ Schmuckhändlerin Britta Manja

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Grevesmühlen hat keine Alterna- tivparkplätze für die Kunden der Straße.“Sylvia Pleines, Fotogeschäft

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Die Läden sind nunmal auf die Autos und damit die Straße angewiesen.“Stephan Holm-Bertelsen, Apotheke

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Wenn das Projekt durch- geführt wird, wäre das das Aus für meinen Laden.“ Schmuckhändlerin Britta Manja

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Grevesmühlen hat keine Alterna- tivparkplätze für die Kunden der Straße.“Sylvia Pleines, Fotogeschäft

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Die Läden sind nunmal auf die Autos und damit die Straße angewiesen.“Stephan Holm-Bertelsen, Apotheke

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Ramona Schultze, Mitarbeiterin bei Optiker Lühr, kann sich mit der Version eines breiteren Bürgersteigs durchaus anfreunden. „Die Straße, so wie sie jetzt ist, ist zu eng.“ Auto- und Radfahrer geraten aneinander, Radfahrer und Fußgänger ebenso. Auch die älteren Bewohner Grevesmühlens hätten es laut Ramona Schultze einfacher, wenn die Zone fußgängerfreundlicher gestaltet werden würde.

Der Inhaber der Stadt-Apotheke, Stephan Holm-Bertelsen, sieht die Idee, einen Teil der Parkplätze zugunsten des Gehweges zu schleifen, kritisch. Zwar sei die Straße tatsächlich zu eng. Der Verlust der Parktaschen würde seiner Ansicht nach viele Kunden von einer Fahrt in die Innenstadt abhalten. „Die Läden in der Wismarschen Straße sind auf die Straße und die Parkplätze angewiesen.“

Ute Voß-Marzok vom Schuhhaus Voß ist ähnlicher Meinung. Ihrer Ansicht nach würden die Parkplätze gebraucht. Außerdem befürchtet sie, dass die Sanierung teuer werden könnte.

Goldschmied Dirk Zachey, der mit seinem Familienbetrieb in der Wismarschen Straße ansässig ist, weist ebenfalls auf die Bedeutung der Parkplätze hin. Seine Erfahrung: „Viele Kunden fahren extra nach Grevesmühlen, weil man hier direkt vor dem Laden parken kann und nicht wie in Wismar oder Lübeck erst lange gehen muss.“

Sylvia Pleines aus dem Foto Fachladen nebenan ist strikt gegen das Projekt. Sie sagt, „dass die Straße zum dritten Mal aufgerissen werden müsste und über die Dauer der Arbeiten und auch den folgenden Parkplatzmangel viele Geschäfte ruiniert werden würden“. Grevesmühlen sei zu klein für eine Einkaufspromenade und habe außerdem kaum Parkplätze zur Verfügung. „Jeder Kunde möchte so nah wie möglich an den Laden fahren.“

Heike Schimanski aus der Buchhandlung Peplau würde die Idee unterstützen, wenn nur ein Teil der Parknischen entfernt würde. „Das würde zu einer Beruhigung des Verkehrs in der Innenstadt führen.“

Das sieht auch Dirk Budack, Inhaber des Modegeschäfts Dibu, so. „Es würde die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer verbessern.“ Dass die Parktaschen auf einer Seite erhalten bleiben sollen, sei seiner Ansicht nach eine gute Lösung. Denn für eine reine Fußgängerzone sei Grevesmühlen nicht groß genug. „Es gibt nicht genug Läden, um wie in Wismar oder Lübeck zu bummeln. Die Leute wollen eher schnell einkaufen.“

Britta Manja befürchtet bei einer Umsetzung des Projekts das Aus für ihren Schmuckladen. „Die Parkmöglichkeiten sind so schon begrenzt, sodass es kontraproduktiv wäre, die Hälfte der vorhandenen Parkplätze zu entfernen. Viele der Kunden kommen aus dem Umland Grevesmühlens mit dem Auto und sind sehr froh darüber, direkt vor dem Laden parken zu können.“

Auch Michael Nagel, Besitzer des Bastel- und Handarbeitsladens, findet, dass die Ladenbesitzer auf die Kunden mit ihren Autos angewiesen sind. „Viele der älteren Kunden müssen mit dem Auto fahren, da der Fußweg für sie zu beschwerlich ist.“

Kilian Huschke

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