Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Mit Verspätung: Sanierung der Bahnsteige verzögert sich

Grevesmühlen Mit Verspätung: Sanierung der Bahnsteige verzögert sich

Die Bahn verschiebt die Arbeiten in Grevesmühlen aufs Jahresende

Voriger Artikel
Ehemaliges Hevag-Gelände: Stadt macht Druck
Nächster Artikel
Land gibt 2,2 Millionen Euro für Parkhaus am Wismarer Hafen

Das Bahnhofsgbeäude wird zur Stadtfestwoche eingeweiht.

Grevesmühlen. Die Sanierung des Grevesmühlener Bahnhofs verschiebt sich offenbar um einige Monate. Wie eine Nachfrage bei der Deutschen Bahn ergab, wird der ursprüngliche Termin für den Beginn der Bauarbeiten am Bahnsteig und den angrenzenden Arealen im Sommer nicht zu halten sein. Stattdessen rechnet die Bahn jetzt mit einem Start der Sanierung im November beziehungsweise Dezember. Hintergrund sind einige Einwände bezüglich der Sanierungsarbeiten, die im Rahmen der offiziellen Auslegung der Planungsunterlagen im Grevesmühlener Rathaus eingereicht worden waren.

 

OZ-Bild

Gefährlich und nicht schön anzusehen: Der Bahnsteig in Grevesmühlen ist zu niedrig für die Züge.

Quelle: Fotos: Karl-Ernst Schmidt (1), Prochnow

Laut der Deutschen Bahn habe es diverse Einwendungen im sogenannten Anhörungsverfahren gegeben. Derzeit nimmt die Bahn Stellung zu den Anregungen. Mitte April soll dann das Anhörungsverfahren stattfinden, um das Planrechtsverfahren abzuschließen. Bedeutet: Wenn zu diesem Zeitpunkt alle Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt sind, kann es Ende dieses Jahres losgehen. Knackpunkt bei den Verhandlungen ist nach OZ-Informationen die Weiche, die zum Gleis des Klützer Kaffeebrenners führt. Die würde laut den Planungsunterlagen vom öffentlichen Schienennetz getrennt werden. Das allerdings würde für den Betreiber bedeuten, dass er vorerst keinen Zugang mehr zum öffentlichen Schienennetz hat. Zwar gibt es die Bahnstrecke von Grevesmühlen nach Klütz nicht mehr, beziehungsweise nur noch die Schmalspurbahn von Stellshagen nach Klütz. Aber die Voraussetzungen, um dort wieder einen regulären Fahrbetrieb aufzunehmen, sind noch vorhanden.

Mehr als fünf Millionen Euro will die Deutsche Bahn insgesamt in den kommenden Jahren in die Sanierung des Grevesmühlener Bahnhofs investieren. Der Bahnsteig vor dem Hauptgebäude sowie die Übergänge in der Rehnaer Straße und im Questiner Weg sollen komplett erneuert werden. Einen Fahrstuhl wird es allerdings auch nach der Sanierung nicht geben, stattdessen wird die Unterführung saniert. Die Fahrgäste in Grevesmühlen sind davon nicht gerade begeistert, wie eine Umfrage der OZ vor wenigen Wochen zu diesem Thema ergab. Denn die Unterführung ist für Senioren und Menschen mit Handicap sowie Familien mit Kinderwagen nicht nutzbar. Weil das Bauwerk jedoch unter Denkmalschutz steht und die Zahl der Fahrgäste laut Bahn unter der Grenze liegt, die eine Investition in einen Fahrstuhl rechtfertigen würde, bleibt alles wie es ist.

Ein barrierefreier Zugang soll über den Bahnübergang Rehnaer Straße erfolgen. Der ist zwar erheblich länger als der normale Weg vom Bahnhofsgebäude zum Bahnsteig, aber die einzige Variante, die umsetzbar ist.

Dass sich die Sanierung des Bahnhofs beziehungsweise des Bahnsteigs verzögert, ärgert vor allem die Verantwortlichen im Grevesmühlener Rathaus. Denn voraussichtlich Anfang Sommer wird das Banhofsgebäude offiziell eingeweiht, das seit mittlerweile zwei Jahren aufwändig renoviert wird. Die Stadt lässt das mehr als 100 Jahre alte Gebäude für knapp zwei Millionen Euro umbauen. So soll dort das Jugendzentrum untergebracht werden, das DRK wird Beratungsangebote dort ansiedeln, ein Imbiss und ein Ticketservice kommen ebenfalls dort unter. Das Jugendzentrum der Stadt erhält im Bahnhofsgebäude auch ein neues Zuhause. Im Rahmen der Stadtfestwoche soll die Einweihung erfolgen.

Und während das Grevesmühlener Bahnhofsgebäude in neuem Glanz erstrahlt, präsentieren sich die Bahnsteige und die Unterführung noch einige Monate in einem trostlosen Zustand.

Bad Kleinen

Die alten Gebäude am Bahnhof in Bad Kleinen werden seit einigen Wochen abgetragen. Bis Ende März sollen sie verschwunden sein. Hintergrund ist der Umbau des Bahnhofs.

Rund 14 Millionen Euro investiert die Bahn in die Sanierung des Knotenpunkts in Nordwestmecklenburg. Dieser von der DB Netz AG in Auftrag gegebene Umbau soll bis 30. Juni 2019 abgeschlossen sein.

Michael Prochnow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Hamburg (dpa) – Eine 15 000-Volt-Oberleitung ist am Abend im Hamburger Hauptbahnhof gerissen und auf einen einfahrenden ICE gestürzt.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
 9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.