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Nach Ärger um fehlenden Weg: Eigentümer bessert nach

Grevesmühlen Nach Ärger um fehlenden Weg: Eigentümer bessert nach

Gerade eröffnet, sorgte das neue Einkaufszentrum am ehemaligen Güterbahnhof bei einigen Grevesmühlenern für Unmut.

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Ein Passant geht auf der Fahrbahn im Gebhardweg zu den neuen Märkten Aldi/Markant. Ein Gehweg soll erst angelegt werden.

Quelle: Manuela Wilk

Grevesmühlen. Gerade eröffnet, sorgte das neue Einkaufszentrum am ehemaligen Güterbahnhof bei einigen Grevesmühlenern für Unmut. Denn Passanten, die zu einem der beiden Supermärkte wollten, mussten im Gebhardweg die Straße benutzen — einen ausgebauten Gehweg gab es bis gestern nicht. Der Investor hat erst jetzt nachgebessert. An die motorisierten Kunden wurde schon bei der Planung mit 120 Stellplätzen und 20 Flächen für Pendler gedacht.

 

OZ-Bild

Enrico Klafack (l.) und Bruno Busch von der Firma Jan Huschke Garten- und Landschaftsbau setzen die Steine für den Gehweg. Fotos (2): Manuela Wilk

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Ein Mann nutzt die Fahrbahn im Gebhardweg, um zu den neuen Supermärkten am Bahnhof zu gelangen. Einen Gehweg gibt es erst jetzt.

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Enrico Klafack (l.) und Bruno Busch von der Firma Jan Huschke Garten- und Landschaftsbau setzen die Steine für den Gehweg. Fotos (2): Manuela Wilk

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Ein Mann nutzt die Fahrbahn im Gebhardweg, um zu den neuen Supermärkten am Bahnhof zu gelangen. Einen Gehweg gibt es erst jetzt.

Die Märkte wurden Anfang März eröffnet

5,3 Millionen Euro hat der Bau des neuen Einkaufszentrums auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs gekostet. Seit etwa einer Woche sind Markant und Aldi geöffnet.

2500 Quadratmeter umfasst die Verkaufsfläche.

140 Pkw-Stellplätze für Kunden und Pendler hat die Kieler Bartels-Langness GmbH geschaffen.

Bürger hatten sich an die Stadtverwaltung gewandt. Das Bauamt in Grevesmühlen leitete die Beschwerden an den Eigentümer weiter, sagte Amtsleiter Lars Prahler. Die Bartels-Langness GmbH wurde aufgefordert, Stellung zu beziehen. Die Entscheidung über einen Gehweg liege nach Angaben der Stadtverwaltung bei der in Kiel ansässigen Firma. „Die Ausgestaltung der Verkehrswege auf dem Grundstück obliegt dem Eigentümer“, sagte Bauamtsleiter Prahler.

„Hier kommen einem die Autos von vorn und hinten entgegen“, schimpfte eine ältere Dame noch in der vergangenen Woche. Das sei gefährlich, beschwerte sich die 79-Jährige, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Das sah auch Marianne Möser so. Die 63-Jährige schätzt zwar den Innenausbau der Supermärkte, doch: „Es wäre sinnvoll, einen vernünftigen Weg dorthin zu bauen.“ Die Passanten waren sich einig: Ob mit Kinderwagen, Gehhilfe oder einfach zu Fuß, für jeden sollte der Weg zum Supermarkt ordentlich ausgebaut sein. Und das müsse ein Investor bereits bei der Planung berücksichtigen.

Wer vom Bahnhof oder aus Richtung Schweriner Straße auf das Gelände will, kann seit der Eröffnung die vorhandenen Gehwege nutzen. „Aber wenn man aus der Stadt kommt, nimmt man eher den Gebhardweg“, sagte Gerhard Meyer aus Plüschow. Der 48-Jährige hoffte noch vor ein paar Tagen, dass die Bauarbeiten auf dem Areal nicht abgeschlossen sind. Er sollte Recht behalten.

Nachdem die Beschwerden der Bürger bei der Bartels-Langness GmbH eingegangen waren, entschied sich die Geschäftsführung, in Grevesmühlen nachzubessern. „Das Unternehmen hat erst kürzlich beschlossen, einen Gehweg zu bauen“, heißt es auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG. An anderen Standorten habe das Kieler Unternehmen gute Erfahrungen mit einem zusätzlichen Weg gemacht.

Gestern wurden die Pflasterarbeiten umgesetzt. Mitten durch die freie Fläche zwischen Gebhardstraße und Parkplatz setzten die Mitarbeiter der Jan Huschke Garten- und Landschaftsbaufirma die grauen Steine. „Der Weg ist einen Meter breit, sodass auch Platz für Rollstühle und Kinderwagen ist“, sagte Arbeiter Enrico Klafack. Die Strecke führt genau auf den Haupteingang zu. Rote Flächen auf dem Parkplatz sind ein zusätzliches Warnzeichen für Autofahrer.

Von Manuela Wilk

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