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Nitrat im Wasser: Jetzt wird vorgesorgt Zweckverband reagiert auf die Resultate der Grundwasser-Untersuchungen

Grevesmühlen Nitrat im Wasser: Jetzt wird vorgesorgt Zweckverband reagiert auf die Resultate der Grundwasser-Untersuchungen

Nach den jüngsten Veröffentlichungen über erhöhte Nitrat-Belastungen im Grundwasser in Mecklenburg-Vorpommern stellen sich auch die Kunden des Grevesmühlener Zweckverbandes ...

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Mathias Peter zeigt die Einzugsgebiete des Trinkwassers.

Quelle: Proch

Grevesmühlen. Nach den jüngsten Veröffentlichungen über erhöhte Nitrat-Belastungen im Grundwasser in Mecklenburg-Vorpommern stellen sich auch die Kunden des Grevesmühlener Zweckverbandes die Frage, wie gesund ihr Wasser denn wirklich sei? Es gab bereits mehrere Anfragen in der Grevesmühlener Zentrale. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) kündigte bereits 200 zusätzliche Messstellen im Land an, um die Entwicklung der Grundwasserwerte effizienter zu überwachen.

Nitrat

Nitrate werden von fast allen Pflanzen benötigt um Eiweiße (Aminosäuren) herzustellen. Durch intensive Düngung kann es jedoch zu einer hohen Nitratkonzentration im Boden kommen, die aufgrund der guten Löslichkeit der Salze von dem Oberflächen- und Grundwasser sowie den Pflanzen aufgenommen wird.

Für Eckhard Bomball, Verbandsvorsteher des Grevesmühlener Zweckverbandes, ist das Problem alles andere als neu. „Ja, auch in unserem Bereich gab es in den ersten Grundwasserleitern erhöhte Messwerte wie beispielsweise in Roggenstorf. Aber dort entnehmen wir kein Trinkwasser, die Brunnen liegen viel tiefer. Wir verfügen über so gute Deckschichten, dass es hier keinen akuten Handlungsbedarf gibt.“

Aber: „Wir müssen natürlich vorsorgen, dass das in den kommenden Jahren auch so bleibt.“ Das Nitrat gelangt vor allem über die Landwirtschaft ins Erdreich.

Das Grundwasser, das in den Brunnen des Zweckverbandes gefördert wird, mehr ist mehr als 100 Jahre alt, je nachdem wie stark die Deckschichten sind. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch Speicher, die fünf bis zehn Jahre altes Wasser beinhalten. Um vor allem diese Bereiche zu schützen kauft der Zweckverband seit Jahren Land rund um die Brunnen auf. Wie Mathias Peters, Betriebsleiter beim Zweckverband, erläutert, können die Experten genau nachvollziehen, aus welchen Arealen das Wasser in die Grundwasserspeicher sickert. „Diese Bereiche sind bereits durch die Trinkwasserverordnung geschützt. Aber dadurch, dass wir dass Land um die Brunnen aufkaufen, können wir ganz genau festlegen, was dort passiert.“ Jüngstes Projekt ist der Ankauf von mehreren Hektar Land am Wasserwerk Wotenitz. Die Verbandsversammlung soll Anfang Dezember grünes Licht dafür geben. „Das ist unser aktiver Grundwasserschutz“, so Eckhard Bomball.

Eine technische beziehungsweise chemische Reinigung des Trinkwassers in den Wasserwerken will der Zweckverband nach Möglichkeit umgehen. „Denn das wird richtig teuer, wenn wir das Grundwasser aufbereiten müssen“, so Peters.

Für Eckhard Bomball ist der Dünger, der auf die Felder durch die landwirtschaftlichen Betriebe aufgebracht wird, das Hauptproblem. „Vor allem durch die Biogasanlagen wird es immer mehr. Auch wenn es in unserer Region noch nicht so dramatisch ist, aber die Gefahr ist nicht zu übersehen.“

Michael Prochnow

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