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Prettl macht Zugeständnisse an ehemalige Baltic-Mitarbeiter

Grevesmühlen Prettl macht Zugeständnisse an ehemalige Baltic-Mitarbeiter

Betriebsrats-Verhandlungen zum Standort Grevesmühlen und zur Übernahme der Mitarbeiter verliefen positiver als erwartet. Festtagsstimmung kommt im Grünen Weg dennoch nicht auf.

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Im Oktober erhalten die Mitarbeiter von Prettl Electronic in Grevesmühlen eine Änderungskündigung. Betriebsrat und IG Metall haben für Zugeständnisse beim Personaltransfer nach Lübeck gekämpft - und zumindest einiges erreicht.

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. Gute Nachrichten sind Mangelware für Belegschaften von Firmen, die in die Hand eines anderen Eigners übergegangen sind. So auch bei der Grevesmühlener Baltic Elektronik, die Ende vergangenen Jahres von der Körber AG an Prettl Eletronics in Lübeck veräußert wurde (OZ berichtete).

Vor diesem Hintergrund ist einiges, was Betriebsratsvorsitzender Frank Ritter nun vermelden kann durchaus erfreulich. „Ja, wir konnten einiges erreichen - zumindest für die Mitarbeiter, die sich entschließen werden, den Weg nach Lübeck zu gehen.“ Wie viele letztlich es sein werden, die sich nach der Änderungskündigung, die sie im Oktober erhalten, dann tatsächlich für eine Arbeit in Lübeck entscheiden, dazu mag Ritter keine Prognose abgeben. Von den ehemals 120 Mitarbeitern haben bereits einige den Betrieb freiwillig verlassen.

Zu den Zugeständnissen, die die Prettl-Geschäftsführung den ehemaligen Baltic-Mitarbeitern gemacht hat, gehört unter anderem, dass sie weiterhin 30 Urlaubstage, anstatt wie bei Prettl üblich 28 erhalten. Zudem soll die Arbeit in Lübeck erst ab frühestens Juli 2018 starten. Außerdem wurde einTarif-Sozial-Plan ausgehandelt. Dieser sieht vor, dass - sollten zukünftig neue Tarifabschlüsse in der Elektro-Industrie erzielt werden - die Erhöhungen auch für die ehemaligen Baltic Mitarbeiter wirksam werden. „Dazu muss man jedoch wissen“, so Ritter, „dass wir schon bei Körber und auch zur Zeit bei Prettl nicht nach Tarif bezahlt werden.“

Weiterhin wurde eine Vereinbarung für den Zeitraum von drei Jahren getroffen, in denen ein Shuttle-Service die Arbeiter nach Lübeck und zurück bringt. Auch Firmenwagen sollen zur Verfügung gestellt und eine Kilometerpauschale von 30 Cent pro Kilometer für die Hinfahrt nach Lübeck gezahlt werden.

Außerdem wird Prettl den Standort Grevesmühlen nun doch nicht komplett aufgeben und ein Repair Service Center für Handy-Displays und Elektronik von Airbus in Grevesmühlen aufbauen. „Im Repair-Center in Grevesmühlen können 11 Mitarbeiter aus der Belegschaft arbeiten – mit zumindest Aussicht auf Bestand oder sogar Erweiterung“, erklärt Daniel Friedrich von der IG Metall Lübeck-Wismar.

Wer keine der beiden Arbeitsangebote annehmen kann, soll eine kleine Abfindung erhalten – und damit zumindest eine gewisse Würdigung seiner Lebensleistung bei Baltic Electronik erfahren.

Annett Meinke

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