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So gewinnt Grevesmühlen Wärme und Energie aus Abfall

Grevesmühlen So gewinnt Grevesmühlen Wärme und Energie aus Abfall

Knapp 400 Schüler beteiligen sich am „Tag der Erneuerbaren Energien“ / Minister Christian Pegel (SPD) eröffnet Aktionstag an der Biogasanlage der Stadtwerke

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Prokurist Uwe Dramm erklärt an der Biogasanlage, wie aus Mais Energie gewonnen wird.

Grevesmühlen. Etwa acht Meter hoch lagert der Mais auf dem Gelände der Biogasanlage im Degtower weg. Daneben liegt sicher verstaut unter einer großen Plane Getreide. Wie aus diesen beiden Rohstoffen letztlich Wärme und Energie entstehen, hat Prokurist Uwe Dramm gestern unter anderem Schülern des Grevesmühlener Gymnasiums „Am Tannenberg“ erklärt. Rund 400 Kinder hatten sich insgesamt am „Tag der Erneuerbaren Energien“ zudem eine Windkraftanlage, das Klärwerk, den Wasserlehrpfad und die Photovoltaikanlage angeschaut.

OZ-Bild

Knapp 400 Schüler beteiligen sich am „Tag der Erneuerbaren Energien“ / Minister Christian Pegel (SPD) eröffnet Aktionstag an der Biogasanlage der Stadtwerke

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Energietag in MV

60 Projekte und Initiativen in ganz Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich am „Tag der Erneuerbaren Energien“. Noch bis Sonntag können sie besichtigt werden. Der jährlich stattfindende Tag der Erneuerbaren Energien ist eine deutschlandweite Initiative, die zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl die verschiedenen Nutzungsarten einer nachhaltigen Energiewirtschaft präsentiert.

• Im Internet:

www.energietag-mv.de

Eröffnet wurde der landesweite Aktionstag von Energieminister Christian Pegel (SPD). „Energie an sich ist ja eigentlich ein abstrakter Begriff. Man kann Energie aber auch angucken — in Form von Licht zum Beispiel“, sagte er in seinem Grußwort an die Schüler, die sich vor der Biogasanlage im Degtower Weg gesammelt hatten. „Die Stadt Grevesmühlen tut viel Gutes, um die erneuerbaren Energien voranzubringen. Das freut mich als Energieminister natürlich besonders“, betonte Pegel, der sich auch selbst der ersten Führung des Tages bei Uwe Dramm anschloss.

Ob alle Schüler rechtzeitig oder überhaupt zu den verschiedenen Anlagen und Lernorten gebracht werden können, stand am Vorabend noch nicht fest — wegen des kurzfristig angekündigten Streiks der Busfahrer bei Nahbus. „Wir haben ganz schön gezittert, ob überhaupt alles stattfinden kann“, sagte Werner Küsel, der als Vorsitzender des Vereins „Stadt ohne Watt“ das Zepter für den Energietag in der Hand hatte. Die Schüler hatten jedoch Glück und wurden von den Fahrern der Subunternehmen von Nahbus gefahren.

Bürgermeister Jürgen Ditz (parteilos) machte es kurz, wünschte den Schülern einen schönen Tag mit lehrreichen Stunden.

Lehrreich — das war es auch für die Klasse 4b der Grundschule „Am Ploggensee“. Sie sahen sich das Klärwerk der Stadtwerke im Vielbecker Weg an. Spannend sei es gewesen und eine tolle Führung hätten sie gehabt, „wenn man den Geruch weglässt“, sagte der zehnjährige Schüler Tjark Hones schmunzelnd. Und: „Wir kommen immer mit unseren vierten Klassen hierher — seit vielen Jahren“, sagte Lehrerin Michaela Bendiks.

Marc-Philipp Reschke ist Fachkraft für Abwassertechnik und führt öfter Gruppen über das Gelände. Das Naserümpfen von Besuchern ist er gewohnt und zeigt den Kindern, wie letztlich in der Entwässerungsanlage das Wasser vom Schlamm getrennt wird. „Hier können die Schüler das Endprodukt des Klärwerks sehen. Das geht dann als Dünger auf die Felder oder wird verbrannt“, erklärte er.

Der Verein „Stadt ohne Watt“ hat bereits zum sechsten Mal den „Tag der erneuerbaren Energien“ ausgerichtet.

Von Michaela Krohn

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