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Wirtschaft Supermarkt-Streit: Wer darf an den Bahnschienen bauen?
Mecklenburg Grevesmühlen Wirtschaft Supermarkt-Streit: Wer darf an den Bahnschienen bauen?
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06:48 03.04.2014
Auf der Fläche rechts neben den Bahnschienen will Markant einen neuen Supermarkt bauen. Das ehemalige Lidl-Gelände liegt oben links. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

In Grevesmühlen kämpfen nun zwei Investoren um ihre Supermarktansiedlung in der Nähe der Bahnschienen im mecklenburgischen Grevesmühlen. Vor dem Bauausschuss hatten am Dienstag sowohl Markant-Geschäftsführer Klaus Stechhöfer, Markant und Aldi wollen sich am Güterbahnhof ansiedeln, als auch der Hamburger David Corleis, der wenige hundert Meter weiter das ehemalige Lidl-Gelände reaktivieren möchte, ihr Konzept vorgestellt.

Markant war bereits einmal an der Landesplanung in Schwerin gescheitert und musste seine Planungen ändern. Der Markt-Neubau soll nun 2500 statt 2700 Quadratmeter groß werden. Corleis möchte neben einem 800-Quadratmeter-Supermarkt unter anderem auch noch einen Fleischer, einen Dönerladen sowie eine Spielothek, ein Solarium und eine Sportsbar eröffnen.

Während der Sitzung ging es durchaus zur Sache. „Ich kann die Haltung von Markant nicht nachvollziehen, dass jetzt einfach ein paar Shops gestrichen werden, und dann soll das funktionieren“, griff David Corleis Markant-Geschäftsführer Klaus Stechhöfer während der Sitzung des Bauausschusses an. Der stichelte zurück: „Wir haben den Lidl-Standort überprüft und gesagt, der funktioniert nicht. Herr Corleis wird Probleme haben, dort nachhaltig Einzelhandel zu etablieren.“

Die Grevesmühlener in des sind in zwei Lager gespalten.  „Der neue Markt kann eine Bereicherung für die Innenstadt werden. Wir sollten weiter machen“, sagte Stefan Baetke (SPD). Wiederum andere sind für den Lidl-Standort. „Es geht um eine vernünftige Lösung. Ich freue mich, dass sich auf dem Lidl-Gelände endlich was ergibt“, sagte Christiane Münter (parteilos).

Letztlich entscheiden baurechtliche Fragen, welches Projekt umgesetzt wird. Das hängt sowohl von der Grevesmühlener Stadtvertretung als auch vom Landkreis und Landesplanung ab.



Robert Niemeyer

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