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Wirtschaft Turbo-Internet ab 2017 auch in Nordwestmecklenburg
Mecklenburg Grevesmühlen Wirtschaft Turbo-Internet ab 2017 auch in Nordwestmecklenburg
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11:53 24.05.2016
Glasfaserkabel vor einem Mehrfamilienhaus. Ab Herbst 2016 werden solche Kabel auch in Nordwestmecklenburg verlegt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Grevesmühlen/Wismar

Die ersten Glasfaserkabel für superschnelles Internet auf dem Land werden schon bald in einigen Gemeinden Nordwestmecklenburgs verlegt. Mit 41,4 Millionen Euro fördert der Bund bereits drei Pilotprojekte in den Ämtern Lützow-Lübstorf, Rehna und Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, wie aus einer Mitteilung des Landkreises hervorgeht. Ab Herbst sollen dort auch die Arbeiten für den Breitband-Ausbau beginnen. Spätestens im Jahr 2018 werden in den Dörfern Downloadraten von bis zu 50 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) zur Verfügung stehen. Damit kann man ungefähr zehn Musiktitel in zehn Sekunden aus dem Internet herunterladen. „Wir machen einen großen Schritt auf dem Weg für das Turbo-Internet für alle“, sagte der für digitale Infrastruktur zuständige Minister Alexander Dobrindt (CSU) anlässlich der Vergabe der ersten 55 Förderbescheide. Kommunen und Landkreise sollen durch ein spezielles Bundesprogramm mit bis zu 15 Millionen Euro für jedes Netzausbauprojekt unterstützt werden.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) hat nun elf weitere Anträge für die Förderung der Breitband-Infrastruktur des Nordwestkreises auf den Weg gebracht. Es handelt sich um eine Fördersumme von insgesamt 102 Millionen Euro. Hoffnung auf schnelles Internet können sich nun unter anderem die Gemeinden Insel Poel, Amtsbereich Neuburg, Grevesmühlen mit Upahl, Schönberg, Selmsdorf sowie Gadebusch machen. Dort kann ab dem Frühjahr 2017 mit dem Ausbau der Breitband-Infrastruktur gerechnet werden, wie der EU-Beauftragte Erich Reppenhagen, der vorübergehend zusätzlich die Aufgabe der Breitband-Koordination im Kreis übernommen hatte, der OSTSEE-ZEITUNG sagte. „Das ist wirklich eine ausgesprochen gute Nachricht für unsere dort lebenden Menschen“, sagt Kerstin Weiss. „Es bedeutet, dass alle bisher noch unterversorgten ländlichen Gebiete in Nordwestmecklenburg flächendeckend in der Beantragung sind.“ Derzeit werden die Ausschreibungen für die drei Pilotgemeinden vorbereitet.

Steinke, Kay

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