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Vater und Sohn machen Oldtimer schick und entfernen Graffiti

Wismar Vater und Sohn machen Oldtimer schick und entfernen Graffiti

Ralf Marin und Kristian Kny haben sich auf Oberflächentechnik spezialisiert

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Kristian Kny (l.) und Ralf Marin beim Pulverbeschichten einer Felge und eines Rahmens von einer Schwalbe. Am Sonnabend können Interessierte selber Hand anlegen und sehen, wie das Verfahren funktioniert.

Quelle: Foto: Heiko Hoffmann

Wismar. Im Frühjahr und Sommer soll alles schick sein: Gartenmöbel, Hauswände, Boote, Oldtimer für die beliebten Ausfahrten. Der Wismarer Ralf Marin kennt die Wünsche. Er hat sich auf Oberflächen spezialisiert und sich vor drei Jahren selbstständig gemacht. „Ich habe den Schritt nie bereut, ich kann mir die Arbeitszeit so einteilen, wie ich möchte“, nennt der Wismarer einen Vorteil. Bundesweit sank die Zahl der Existenzgründer im letzten Jahr auf ein Rekordtief. Für Ralf Marin lief 2016 dagegen richtig gut. Im Gewerbegebiet Dammhusen investierte er in eine 20 mal 20 Meter große Produktionshalle für die Oberflächentechnik Marin GmbH. Reinigen mit Trockeneis, Sandstrahlen, Pulverbeschichtung – wie die Techniken funktionieren und wo sie eingesetzt werden, können sich Interessierte am Sonnabend vom 10 bis 15 Uhr an der Westtangente 5 ansehen. Vater Ralf (47) und Sohn Kristian Kny (25) sind in der Firma ein eingespieltes Team. Ihr Motto „Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist, wird das Leben zur Freude“ ist an einer Bürowand zu lesen. Ausgesucht von Ehefrau und Mutter Michaela. „Wir leben das Motto in der Firma. Bisher jedenfalls, klappt das gut, vielleicht sogar besser als früher so manches Mal zu Hause“, lacht der Vater, der früher Handball gespielt hat und heute gerne mit dem Tennisschläger punktet. Sohn Kristian ist begeisterter Quad-Fahrer. Sein Traum: „Ich möchte im nächsten Jahr beim Bergringrennen in Teterow ein Rennen fahren.“ Seine Maschine hat er in der Firma auf Vordermann gebracht. Das Quad wurde in alle Einzelteile zerlegt, dann im Sandstrahlverfahren komplett von Rost, Verschmutzungen und Farbe befreit. Anschließend wurden die Teile grundiert und mit Pulverlack beschichtet. Die Maschine ist fit, jetzt muss am fahrerischen Können gefeilt werden. „Zu uns kommen Leute, die bringen ihre Oldtimer und Motorräder vorbei, da machen wir das genauso. Unser Vorteil ist, dass das im Umkreis von Wismar keiner anbietet“, so Ralf Marin. Für ein Projekt der Hochschule Wismar in Zusammenarbeit mit der Wismarer Tafel wird derzeit getestet, ob sich auch MDF-Platten für das Pulverbeschichten eignen.

Im Kommen ist auch die Trockeneisreinigung. Bei dem Verfahren ohne chemische Zusätze wird der Schmutz bei minus 80 Grad entfernt. Marin: „Du machst alles sauber, aber nichts kaputt.“ Das junge Unternehmen hat für das Hanse-Klinikum Wismar auf diese Weise Filter aus dem OP und für das DRK-Krankenhaus Grevesmühlen Sterilisatoren gereinigt, für die Polizei Wismar inzwischen mehrere Fahrzeuge.

„Alles, was an Technik vorhanden ist, wie zum Beispiel Funkgeräte, bleibt im Auto. Wir reinigen alles im eingebauten Zustand“, erklärt der Firmenchef. Gerufen wird er von der Polizei auch, wenn auf Häuserwände volksverhetzende Parolen oder Hakenkreuze geschmiert werden. „Diese Graffiti sind ärgerlich und ich kann gut nachvollziehen, dass Betroffene das so schnell wie möglich nicht mehr sehen möchten“, so Marin.

Heiko Hoffmann

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