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Wotenitz: Alter Gutshof wird umgebaut

Wotenitz Wotenitz: Alter Gutshof wird umgebaut

Winterzeit ist (auch) Bauzeit – Gartenbau Wiencke investiert in Neugestaltung der Anlage

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Christian Wiencke – Juniorchef bei Gartenbau Wiencke – freut sich genau wie sein Vater Peter auf die Umgestaltung des Hofes.

Quelle: Fotos: Annett Meinke

Wotenitz. Dass man bei Gartenbau Wiencke im Winter keinen Winterschlaf hält, kann man derzeit auf dem Gutshof in Wotenitz beobachten. Eine Dachdeckerfirma aus Upahl ist angerückt, um den hohen, alten Schornstein auf dem Geschäftsgebäude zu entfernen. 35 Jahre thronte er dort. Er war – wie das Verkaufsgebäude – bereits zu DDR-Zeiten gebaut worden. Damals befand sich dort noch die Gärtnerei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Nun werden die roten Ziegel durch einen modernen, schmalen Metall-Schornstein ersetzt. Zudem wird das gesamte Dach des Hauses neu gedeckt. Auf dem Areal vor dem Gebäude sollen Steinplatten verlegt und ein Durchgang zum alten Gewächshaus, direkt neben dem Verkaufsgebäude, geschaffen werden. Dort wird, wie Seniorchef Peter Wiencke stolz verrät, ein Café-Garten entstehen. Geplante Eröffnung bereits im Mai dieses Jahres.

OZ-Bild

Winterzeit ist (auch) Bauzeit – Gartenbau Wiencke investiert in Neugestaltung der Anlage

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„Man darf nicht stehenbleiben, muss mit der Zeit gehen“

Eine aufregende Zeit für Peter Wiencke. Ein wenig Wehmut schwingt zwar auch mit – schließlich hat der 58-Jährige schon in der LPG-Gärtnerei gearbeitet – aber wirklich nur ein bisschen. Nicht umsonst lautet sein Motto:„Man darf nicht stehenbleiben, muss mit der Zeit gehen.“ Das Gelände hat sich, seit Wiencke es nach der Wende gekauft und zu seinem Wohn- und Firmensitz gemacht hat, bereits erheblich verändert. Das ehemalige Waschhaus des Gutes ist heute das Haus, in dem der Seniorchef und seine Frau Margit leben. Auch der jüngste Sohn Christian, Junior-Chef der Gartenbaufirma, wohnt in einem Haus auf dem Areal. Wie zu hören war, denkt auch der älteste Sohn Thomas darüber nach, eines Tages zurückzukommen und Teil des Familien-Unternehmens Wiencke zu werden.

Peter Wiencke plant, in zwei Jahren „kürzerzutreten“. Er sieht sich dann mehr aus dem Hintergrund heraus schalten und walten. Doch erst einmal hat er noch ein anderes, größeres und längerfristiges Bauprojekt angeschoben. Die große Scheune – bereits jetzt ein Veranstaltungsort für Ausstellungen – wird zum Teil abgerissen, zum Teil neu gebaut.

Längst geht es nicht mehr nur um Gartenbau

Entstehen soll eine Veranstaltungsscheune, inklusive eines großen Scheunen-Cafés. Einen Pächter dafür gibt es schon. Mit der Fertigstellung dieses ehrgeizigen Projekts rechnet Peter Wiencke nicht vor 2019. „Die Scheune soll“, erläutert er, „was ihre Fassade angeht, wieder so aussehen wie früher zu Zeiten des Gutshofes.“ Innen jedoch wird es modern und warm. Eine Heizung wird dafür sorgen, dass Veranstaltungen der verschiedensten Art dort stattfinden können. „Von Lesung bis Hochzeit“, hofft Wiencke.

Damit folgt der Gartenbauer einem Weg, den er bereits vor ein paar Jahren eingeschlagen hat. Längst geht es auf dem Gutshof in Wotenitz nicht nur um Gartenbau, Blumen und florale Gestaltung im Auftrag von Kunden. Mehr und mehr wird das Gelände zu einem Einkaufs-Erlebnis-Ausflugsziel – gut gelegen am Rande von Grevesmühlen, leicht erreichbar mit Auto und Fahrrad. Während die einen sich für die neuesten Deko-Trends interessieren, trinken die anderen Kaffee, Bier oder ein Glas Wein – und die lieben Kleinen laufen durch die Botanik und streicheln Kaninchen, Ziege und Co.

Geschichte Hof Wotenitz

Namentlich ist ein Ritter Maltzahn als erster Besitzer des Hofes Wotenitz aus dem Jahre 1307 bekannt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg

gelangte Hof Wotenitz in den Besitz der mecklenburgischen Landesherrn und bildete seitdem einen Pachthof mit einer Größe von über 290 ha.

Er bestand bis zum Jahr 1945 und wurde im Zuge der Bodenreform

aufgesiedelt. Das Gutshaus wurde noch bis zum Anfang der 70er-Jahre als Wohnhaus genutzt und schließlich abgetragen. Scheunen und Ställe bewirtschafteten die Neubauern

beziehungsweise später die LPG.

(Quelle: Eckart Redersborg)

Annett Meinke

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