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Grevesmühlen Wismar: Brücke in der Poeler Straße wird 2016 gebaut
Mecklenburg Grevesmühlen Wismar: Brücke in der Poeler Straße wird 2016 gebaut
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00:00 21.03.2013
Wismar

Das derzeit größte Bauvorhaben in Wismar nimmt Gestalt an: Auf Animationsbildern fahren die Autos in der Poeler Straße schon unter der neuen Eisenbahnbrücke durch. In den Jahren 2016 und 2017 soll die neue Brücke mit drei Gleisen errichtet werden. Vorbei ist dann die Zeit, wo sich Bahn und Auto kreuzen und sich an den Bahnschranken teils lange Staus mit nervigen Wartezeiten bilden. Seit Jahren fordern die Wismarer eine Lösung für das Nadelöhr.

In diesem und im nächsten Jahr soll für das 26 Millionen Euro teure Vorhaben das Baurecht geschaffen werden. Die Bahn als Vorhabenträger drängt darauf, dass die Hansestadt bis Mitte 2013 die Vereinbarung unterzeichnet, um den zeitlichen Fahrplan einzuhalten.

Die Kosten tragen zu je einem Drittel Bahn, Bund und Stadt. Die Hansestadt hofft, dass nach Abzug von Fördermitteln der Eigenanteil nicht mehr als zwei Millionen Euro beträgt. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD): „Ich unterschreibe erst die Kreuzungsvereinbarung, wenn die Landesförderung klar ist. Aber ich bin da zuversichtlich, es gab gute Gespräche.“

Noch vor drei Jahren waren die Kosten mit insgesamt 15 Millionen Euro angegeben worden. Zu dieser „Explosion“ sagte Bahn-Vertreter Torsten Habicht im Zeughaus vor 200 Interessierten und Medienvertretern: „Wir sind nochmal alle Punkte durchlaufen. Als Projektleiter möchte ich realistische Zahlen darstellen. Für 15 Millionen ist das nicht zu machen.“

Vertreter von Bahn und Stadt erklärten, dass die Maßnahme gesetzlich vorgeschrieben ist. Kurz gesagt: Bahn und Auto dürfen sich nicht kreuzen. Ein Verkehrsgutachten von 2007 hatte den Ist-Zustand dargestellt und das steigende Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen längeren Wartezeiten an den Schranken prognostiziert. „Tag für Tag sieht man die Notwendigkeit“, so Projektleiter Torsten Habicht, der Anfang der 1990er-Jahre in Wismar Bauingenieurwesen studiert hat und in Wismar wohnt.

Die beiden jetzigen Bahnübergänge entfallen somit. Es gibt eine Eisenbahnbrücke mit drei Gleisen, die etwa 75 Zentimeter höher liegen als jetzt. Die Poeler Straße wird abgesenkt und erhält einen einseitigen Fuß- und Radweg. Die Planer betonen, dass es sich „um keinen Tunnel handelt“ und sprechen von einer Eisenbahnüberführung bzw. von einer Straßenunterführung.

Für die Anwohner in der Poeler Straße — zwischen der dann ausgebauten Kreuzung Rabenstraße und Eisenbahnbrücke — gibt es eine Umfahrung als Einbahnstraße. Parken vor den Häusern ist nicht möglich, dafür wird extra ein Parkplatz in der Nähe des jetzigen geschaffen. Die Kreuzungen am Poeler Tor (zusätzliche Abbiegespuren) und Ladestraße erhalten Ampelanlagen.

Mit Verkehrseinschränkungen ist ab dem zweiten Halbjahr 2015 zu rechnen, 2016 und 2017 wird die Poeler Straße voll gesperrt. Für Anlieger sowie Fußgänger soll es Alternativen geben. Auch der Seehafen wird nicht ständig per Bahn zu erreichen sein. Baulich spricht der Projektleiter wegen des sehr torfigen Untergrundes, der Nähe zu den Wohnhäusern und des Hochwassergebietes von „besonderen Anforderungen“. Schonende Verfahren sollen angewandt werden, für die Häuser der Anlieger gibt es Beweissicherungsverfahren.

Heiko Hoffmann

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